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Theofanis Gekas schoss für Frankfurt seine Saisontore 15 und 16 © getty

Der Grieche findet seinen Torinstinkt wieder, führt Frankfurt zum ersten Sieg 2011 und bewahrt den Coach vor der Entlassung.

Frankfurt/Main - Torjäger Theofanis Gekas hat Eintracht Frankfurt im Abstiegskampf zum ersten Rückrundensieg geführt - und damit wohl den Job des wackelnden Coaches Michael Skibbe für den Moment gerettet.

Der Grieche traf beim 2:1 (1:1) der Hessen im Kellerduell mit dem FC St. Pauli doppelt. Die Hanseaten kassierten dagegen ihre fünfte Niederlage in Folge und könnten im Falle eines Sieges des VfL Wolfsburg am Sonntag auf den vorletzten Tabellenplatz rutschen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Gekas sorgte mit dem Siegtor (77.) für die Erlösung bei der Eintracht. Zuvor hatte der Stürmer per Foulelfmeter (34.) das 1:0 erzielt. Für Gekas waren es die Saisontore Nummer 15 und 16, für die Eintracht die ersten Treffer im Jahr 2011 vor heimischem Publikum.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich für St. Pauli erzielte Charles Takyi (42.) mit einem von Giorgios Tzavellas unhaltbar abgefälschten Freistoß367308 (DIASHOW: Der 27. Spieltag).

Reguläres Tor verwehrt

Pech hatte die Eintracht zwei Minuten vor dem Ausgleich. Schiedsrichter Günter Perl erkannte ein reguläres Tor von Alexander Meier nicht an. Pauli-Torhüter Thomas Kessler wehrte Meiers Schuss klar hinter der Torlinie ab - doch das sah Perls Assistent anders.

Strittig war allerdings auch das Frankfurter Führungstor: Zum anderen war der Foulpfiff, nachdem Gekas im Zweikampf mit Dennis Daube fiel, diskussionswürdig, zum anderen ging ihm eine Abseitssituation voraus, die vorher abgepfiffen hätte werden können.

Skibbe setzt auf Offensive

Skibbe setzte in seinem persönlichen Schicksalsspiel auf Offensive und bot in Gekas, Ioannis Amanatidis und Martin Fenin erstmals von Beginn an drei Stürmer auf. In der Innenverteidigung war Maik Franz nach abgelaufener Gelbsperre wieder dabei.

Patrick Ochs fiel nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk weiterhin aus.

Bei St. Pauli nahm Trainer Holger Stanislawski gegenüber dem 1:2 am vergangenen Sonntag gegen den VfB Stuttgart eine Änderung vor. Matthias Lehmann rückte nach abgelaufener Gelb-Sperre für Florian Bruns in die Startelf.

Spürbare Verunsicherung

Frankfurt war vor 50.500 Zuschauern die große Verunsicherung von Beginn an deutlich anzumerken. Die Gastgeber leisteten sich immer wieder schlimme Abspielfehler. Die einzige Chance in der Anfangsphase hatten die Gastgeber bezeichnenderweise nach einer Standardsituation.

Nach einer Ecke von Tzavellas köpfte Gekas (9.) über das Tor.

Erst forsch, dann zu passiv

St. Pauli begann forscher. Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah (6.) verpasste eine Hereingabe von Max Kruse knapp. In der 25. Minute rettete Frankfurts Schlussmann Ralf Fährmann gegen Daube und Asamoah doppelt.

Auf der Gegenseite scheiterte Meier (33.) mit einem Distanzschuss an Kessler.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Eintracht anfällig. Bei einer Möglichkeit von Kruse (50.) rettete Ricardo Clark für den bereits geschlagenen Fährmann vor der Linie. Amanatidis und Meier (54.) vergaben eine Doppelchance für die Eintracht.

Eine spezielle Pointe

St. Pauli war dann aber über weite Strecken der zweiten Hälfte zu passiv, so dass der Sieg für die Eintracht verdient war.

Eine spezielle Pointe hatte Gekas' zweites Tor: Es wurde von Marco Russ aufgelegt, der ansonsten ein Katastrophen-Spiel abgeliefert hatte.

In der Torsituation war Markus Thorandt der Unglücksrabe: Er rutschte im Zweikampf mit Gekas weg.

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