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Mladen Petric hatte schon vor dem Spiel fünf Mal gegen Köln getroffen © getty

Beim Einstand des neuen Cheftrainers erzielt der kroatische Angreifer drei Tore. Ze Roberto stellt einen Rekord ein, Köln agiert desolat.

Hamburg - Traumstart für den neuen Trainer Michael Oenning und Versöhnung mit den Fans nach den Krisenwochen:

Der Hamburger SV demontierte im ersten Spiel unter dem Nachfolger Armin Vehs den erschreckend schwachen 1. FC Köln mit 6:2 (4:0).

Mladen Petric (12., 37., 43.) mit einem Dreierpack 367308(DIASHOW: Der 27. Spieltag) war der überragende Torschütze bei den Hamburgern (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). Änis Ben-Hatira (32.),

Gojko Kacar (52.) und Ze Roberto in seinem Jubiläumsspiel mit einem Foulelfmeter (58.) trafen für die Norddeutschen. Für die Kölner waren Mato Jajalo (50.) und Lukas Podolski (62.) in einem Spiel erfolgreich, das im zweiten Durchgang zu einem munteren Scheibenschießen wurde.

Köln wie ein Abstiegskandidat

Die rund 54.000 HSV-Fans in der ausverkauften Hamburger Arena feierten nach dem Schlusspfiff ihre Mannschaft, die nun mit 40 Punkten wieder einen Blick in Richtung Europacup-Ränge werfen kann.

Auch Interimspräsident Carl Jarchow konnte sich über einen gelungenen Einstand nach dem Ende der achtjährigen Ära des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann freuen.

Köln präsentierte sich bei der zehnten Auswärtsniederlage wie ein Abstiegskandidat und ist in dieser Verfassung noch lange nicht gerettet.

Oenning baut Mannschaft um

Oenning hatte die HSV-Mannschaft nach dem 0:6-Debakel in München umgebaut. Auf der rechten Außenverteidiger-Position feierte der lange verletzte Dennis Diekmeier sein Bundesligadebüt für die Rothosen.

Im linken Mittelfeld bekam der Niederländer Eljero Elia an Stelle von Marcell Jansen das Vertrauen, und in der Sturmspitze durfte wieder einmal Ruud van Nistelrooy neben Petric ran.

Van Nistelrooy setzt Akzente

Van Nistelrooy setzte die ersten Akzente im Hamburger Angriffsspiel. Oenning hatte sich lange Zeit mit dem bei Veh aussortierten Torjäger unterhalten und festgestellt, dass der Niederländer noch voll motiviert ist.

In der sechsten Minute kam er nach einer Flanke von Elia bei seinem Kopfstoß nicht richtig hinter den Ball, nur eine Minute später strich sein Schuss aus 17 Metern neben das Tor.

Petric staubt zur Führung ab

Zwingend wirkten die Aktionen der Gastgeber zunächst aber nicht, das Team schien nach den Pleiten der letzten Wochen verunsichert.

Erst nach der Führung kamen Sicherheit und Spielfreude in die Aktionen. Ben-Hatira bereitete mit seinem Schuss aus 16 Metern das erste Tor vor.

Torwart Michael Rensing parierte zunächst großartig, hatte dann aber Pech, dass Petric richtig stand und zur Führung abstauben konnte.

Chaos in der Gästeabwehr

Danach brachen beim FC alle Dämme. Ein Abseitstor von Milivoje Novakovic (21.) war die einzige Aktion der Gäste vor dem HSV-Tor.

Hinten herrschte in der Abwehr dagegen reines Chaos. So profitierte Ben-Hatira bei seinem Schlenzer zum 2:0 von einem Fehler von Petit, Petric war bei seinen Treffern praktisch ungedeckt.

Beim 4:0 kam Petric völlig frei zum Kopfball.

Nach der Pause fand Köln in der Offensive etwas besser ins Spiel. Podolski, der vor dem Wechsel kaum zu sehen war, erzielte seinen 12. Saisontreffer.

Ze Roberto stellt Rekord ein

Vor der Partie wurde Mittelfeldspieler Ze Roberto mit einem Blumenstrauß geehrt.

Der Brasilianer bestritt sein 330. Bundesligaspiel und stellte damit den bisherigen Rekord von Sergej Barbarez als ausländischer Profi mit den meisten Einsätzen in der deutschen Eliteliga ein. Mit seinem Elfmetertor krönte er den Rekord.

Ben-Hatira und Petric waren die besten Spieler beim Hamburger SV. Bei Köln konnte sich kein Spieler empfehlen. Auffälligster Kölner war ein Fan, der in der 44. Minute aus der Gästerkurve auf das Spielfeld lief und erst nach langer Zeit von den Ordnern gestellt wurde.

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