Ungeachtet des umstrittenen Mainzer Ausgleichs: Dortmund verschenkt weiter Punkte und könnte die Meisterschaft wieder spannend machen.

So schnell kann es gehen: Experten, Fans und Gegner hatten Borussia Dortmund eigentlich schon kollektiv zur vorzeitigen Meisterschaft gratuliert.

Zwölf Punkte betrug der Vorsprung vor dem letzten Spieltag, dann folgten eine Pleite in Hoffenheim und nun der verschenkte Sieg gegen Mainz.

Der späte Gegentreffer zum 1:1 war unnötig, aber aufgrund der fahrigen Vorstellung nach der Pause keinesfalls unverdient.

Trotzdem liegt ein Schatten über dem späten Tor, weil die Mainzer den Ball nicht ins Aus spielten, obwohl Dortmunds Subotic nach einem Unterleibstreffer am Boden lag.

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Allerdings muss man den Vorwurf, die Partie nicht unterbrochen zu haben, weniger an die in der Situation vorwärts stürmenden Mainzer richten, als vielmehr an den auch sonst wenig überzeugenden Schiedsrichter Brych.

Der umstrittene Schlusspunkt ändert jedoch wenig daran, dass sich die Dortmunder nicht nur wegen des verschossenen Foulelfmeters von Sahin -wieder mal - an die eigenen Nase fassen müssen.

Nach Bayer Leverkusen souveränem Erfolg gegen Schalke ist der Vorsprung auf sieben Zähler geschrumpft - bei noch sieben Spieltagen bis zum Finale könnte der BVB tatsächlich noch das große Zittern bekommen.

Auch der Erzrivale aus Gelsenkirchen muss bangen, denn der Vize-Meister des Vorjahres steckt weiter im Tabellenkeller fest.

Von einer befreienden Wirkung durch den Rauswurf des bei den Spielern so ungeliebten Felix Magath war jedenfalls nichts zu sehen.

Der große Zampano hätte an einem anderen früheren Arbeitsort beinahe für Angst und Schrecken gesorgt.

Doch im Kellerduell verpatzten die Wolfsburger in letzter Minute den perfekten Einstand für ihren neuen alten Coach.

Somit bleibt der VfL auf einem Abstiegsplatz in einem Kampf um den Klassenerhalt, der so eng ist wie seit einer kleinen Ewigkeit nicht mehr.

Gerade mal zwei Siege trennen den 10. Schalke und den 17. Wolfsburg, nur die Lage von Schlusslicht Gladbach ist angesichts des Restprogramms fast hoffnungslos.

Im Tabellenkeller ist Dramatik bis zum Schluss garantiert - vielleicht wird es dank Dortmunds Torschusspanik auch an der Spitze noch mal richtig eng.

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