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Robin Dutt trat beim SC Freiburg die Nachfolge von Volker Finke an © getty

Der Freiburger wechselt nach SPORT1-Informationen im Sommer nach Leverkusen, während Heynckes wohl zum FC Bayern zurückkehrt.

Von Martin Volkmar

München - Noch mauern die Beteiligten, spätestens Montag aber wird es offiziell:

Robin Dutt wechselt zur neuen Saison nach SPORT1-Informationen vom SC Freiburg zu Bayer Leverkusen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dort wird der 46-Jährige Nachfolger von Jupp Heynckes, der wohl zum FC Bayern München geht.

Der Coach wollte das nach dem 2:0 über Schalke aber nicht bestätigen.

"Wir werden uns am Montag nach dem Training treffen. Ich hoffe, eine Entscheidung dann bekannt geben zu können", sagte er.

Kein Dementi

Auch die beiden Klubs mauerten.

"Wir haben morgen ein Gespräch und danach werden wir eine Erklärung rausgeben. Aber nicht heute", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler LIGA total!.

Allerdings dementierte er den Deal mit Dutt auf SPORT1-Nachfrage ebenso wenig wie Freiburgs Präsident Fritz Keller.

"Wir haben Montag eine Pressekonferenz, wo wir alle Fragen beantworten werden", erklärte Keller.

Sorg wird Trainer in Freiburg

Im Breisgau wird der neue Mann aus dem eigenen Verein kommen: Marcus Sorg, Trainer der zweiten Mannschaft in der Regionalliga, übernimmt im Sommer das Kommando bei den Profis.

Der gebürtige Ulmer, der 34 Zweitligaspiele für die heimische Spvgg bestritt, betreute ab Sommer 2008 die U-17 der Freiburger.

Anfang 2009 übernahm der 45-Jährige dann die SCF-Reserve, aus der unter anderem Oliver Baumann und Daniel Caligiuri den Sprung nach oben schafften.

Assistent wird der erfolgreiche A-Junioren-Coach Christian Streich, der zudem bisher in gleicher Funktion bei den Profis tätig war.

Buric und Lagner gehen mit nach Leverkusen

Der zweite Co-Trainer Damir Buric und Torwartcoach Markus Langner gehen hingegen offenbar mit Dutt, der seit 2007 im Breisgau tätig ist und den Sportclub 2009 zurück in die Bundesliga führte, nach Leverkusen.

Nach dem Klassenerhalt im Vorjahr haben haben die Freiburger in dieser Saison sogar Chancen auf die Teilnahme an der Europa League, sind aber nach zuletzt vier Niederlagen in Folge auf Platz acht abgerutscht.

Nach dem 1:2 am Samstag gegen den FC Bayern hatte sich Dutt in mehreren Interviews höchst ausweichend zu seinen Plänen geäußert.

"Da werden sie noch etwas warten müssen", hatte er unter anderem gesagt und auf die Frage nach einer Tendenz geantwortet: "Vielleicht."

Schon länger Favorit

Die erfolgreiche Arbeit des gebürtigen Kölners hatte ihn zum Favoriten der Bayer-Bosse gemacht, nachdem der Abschied von Heynckes zum Saisonende immer wahrscheinlicher geworden war.

Man sei schon "sehr weit" mit einem neuen Mann, hatte Völler am Samstag bei LIGA total! erklärt: "Wenn es dann einen Neuen gibt, kann das auch sehr schnell gehen."

Bayer zahlt offenbar Ablöse

Da Dutts Vertrag noch bis 2012 läuft, sind die Leverkusener angeblich bereit, eine Ablösesumme von einer Million Euro zu zahlen.

Die Rückkehr von Heynckes zum FC Bayern, den er bereits von 1987 bis 1991 sowie im Saisonfinale 2009 trainierte, dürfte dann ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Der 65-Jährige ist der erklärte Wunschkandidat der Münchner als Nachfolger des spätestens im Sommer scheidenden Louis van Gaal.

Beckenbauer: "Jupp wäre eine gute Wahl"

"Jupp wäre eine gute Wahl", sagte Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer.

Der Routinier, der nach seinem Bayern-Intermezzo vor zwei Jahren die Rheinländer von Bruno Labbadia übernommen und in die Erfolgsspur zurückgeführt hatte, will seine Zukunft nach dem Spiel am Sonntag gegen Schalke 04 bekanntgeben.

Auch in Freiburg war man auf einen Abgang von Dutt vorbereitet, der schon seit einiger Zeit von mehreren Klubs umworben worden war, und hat sich für eine interne Lösung entschieden.

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