SPORT1-Kolumnist Huub Stevens analysiert Magaths Wechsel nach Wolfsburg, dessen Vertrag und das Tor der Mainzer gegen Dortmund.

Hallo Fußball-Freunde,

der große Aufreger des Bundesliga-Wochenendes war das Ausgleichstor der Mainzer, das erzielt wurde als Dortmunds Neven Subotic verletzt am Boden lag.

Wir haben genau diese Situation hier in Österreich mit Red Bull Salzburg in Innsbruck erlebt. Wir lagen 1:0 vorne, einer unserer Spieler lag am Boden. Der Gegner hat weiter gespielt und den Ausgleich gemacht.

Das ist natürlich nicht schön und im Sinne des Fairplay, so ein Gegentor zu bekommen. Der Schiedsrichter muss beurteilen, ob es sich um eine schwere Verletzung handelt.

Wenn dies nicht der Fall ist, kann er weiter spielen lassen. Dann müssen die Spieler die Entscheidung treffen.

Für Dortmund ist es ärgerlich, da es sie zwei Punkte gekostet hat. Nun beträgt der Vorsprung auf Leverkusen nur noch sieben Punkte. Ich glaube aber nicht, dass es noch mal spannend wird.

Kompliment an Leverkusen für die Leistungen in der Rückrunde, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Dortmund das noch aus den Händen gibt.

Da müssten schon die Nerven blank liegen. Aber Jürgen Klopp wird es hinkriegen, dass die Spieler ruhig bleiben und ihre Leistung bringen.

Das andere große Thema war der Blitzwechsel von Felix Magath von Schalke zu Wolfsburg. Ich könnte so etwas nicht. Wenn ich bei einem Verein aufhöre oder entlassen werde, könnte ich nicht zwei Tage später bei einem anderen Verein anfangen.

Was ist mit den Gefühlen, die man für den anderen Klub gehabt hat? Man sagt, dass man die Trennung schneller verkraftet, wenn man schnell einen neuen Klub findet.

Ich kann Felix Magath nur ein Kompliment dafür machen, wenn er so schnell mit Schalke abschließen kann.

Aber ich habe damit Probleme. Schließlich hat man mit den Jungs zusammengearbeitet, da entsteht doch eine Verbundenheit. Kann man diese Gefühle ausschließen?

In Spanien darf ein Trainer in einer Saison nicht für zwei Vereine arbeiten. Ich denke, dass das eine sehr gute Sache ist. In Deutschland gibt es so eine Regel nicht, deshalb kann ein Trainer theoretisch auch drei oder vier Teams in einer Saison trainieren.

Und so ist Magath nun wieder in Wolfsburg und wie man gehört hat, hat er auch einen Vertrag für die Zweite Liga unterschrieben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er im Falle des Abstiegs wirklich auch in der Zweiten Liga trainieren würde.

Ich erinnere mich noch, was gesagt wurde, als Magath auf Schalke angefangen hat. Nun hat er bei den "Wölfen" zwar einen Vertrag auch für den Fall des Abstiegs, aber ich könnte mir vorstellen, dass Magath es dann doch nicht tun würde.

Schließlich konnte er auch mit Schalke schnell abschließen.

Bis dahin,Euer Huub Stevens

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