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Franck Ribery wechselte 2007 von Olympique Marseille zu Bayern München © getty

Der Franzose sieht sich in der Pflicht und will nicht in die Europa League. Lahm steht im Sommer offenbar ein Wechsel bevor.

München - Mittelfeldstar Franck Ribery hat Rekordmeister Bayern München die Treue geschworen.

"Ich habe hier für fünf Jahre unterschrieben. Ich gebe immer 100 Prozent für den Klub, mein Herz gehört Bayern", sagte der 27-jährige Franzose.

Ribery will das Aus in der Champions League gegen Inter Mailand vergessen machen:

"Was gegen Mailand passiert ist, ist unfassbar. Wir müssen das irgendwie wieder gutmachen. Unser Job ist jetzt, alles zu gewinnen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auf die Europa League hat auch der französische Nationalspieler wenig Lust: "Das wäre für alle schrecklich: für die Spieler, für die Verantwortlichen, für die Fans."

Auf den Verbleib von Trainer Louis van Gaal angesprochen, sagte Ribery: "Ich denke, wir ziehen mit ihm die Saison durch."

Van Gaal hat "Bayern sehr gut getan"

Auch FCB-Kapitän Philipp Lahm erklärte im Interview mit dem "Spiegel", van Gaal sei "der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt" gewesen.

Das Verhältnis zwischen Spielern und dem Niederländer sei trotz der bevorstehenden Trennung weiterhin intakt und "jeder Spieler merkt, dass er immer noch zu 100 Prozent engagiert ist. Er arbeitet genauso akribisch weiter wie vorher, das beeindruckt mich".

Zudem habe van Gaal dem Verein "sehr gut" getan.

"Der Verein weiß, welche Art von Trainer er braucht"

Der Abschied von van Gaal am Saisonende sei aber logisch: "Alles beim FC Bayern wird am Erfolg gemessen. Wenn der ausbleibt, dann handelt der Verein. So hat er immer schon funktioniert."

In die Transferpolitik des Vereins möchte sich der deutsche Nationalspieler nicht einmischen: "Der Verein weiß, welche Art von Trainer er nach van Gaal braucht. Und den wird er verpflichten."

Lahm forderte jedoch gleichzeitig: "Wir haben jetzt eine Spielphilosophie. Die muss weiterentwickelt und verfeinert werden, vor allem in der Defensive. Darin wird die Aufgabe des neuen Trainers liegen. Er wird etwas Besseres vorfinden als van Gaal damals bei seinem Antritt. Er wird eine Mannschaft vorfinden, die eine Ahnung davon bekommen hat, wie sie agieren soll."

Lahm: Zeit der "harten Hunde" vorbei

Die Zeit der "harten Hunde" im Trainergeschäft sieht Lahm abgelaufen. Man könne mit mündigen Profis nicht mehr so umgehen wie früher.

Die Spieler seien in der heutigen Zeit anders gestrickt und würden für die Entscheidungen des Trainers Erklärungen verlangen.

Trainer wie Jürgen Klopp von Borussia Dortmund, der Mainzer Thomas Tuchel und der kommende Leverkusen-Coach Robin Dutt würden "in die Zeit passen", so Lahms Einschätzung.

Wechselt Lahm wieder auf links?

In der Frage nach einem Wechsel von Schalkes Nationalkeeper Manuel Neuer zum FC Bayern gibt sich Lahm diplomatisch: "Auf unseren Torhüter Thomas Kraft ist zu 100 Prozent Verlass. Aber man hat ja vor allem bei der WM und in anderen Länderspielen gesehen, was für ein hervorragender Torhüter Neuer ist."

Lahm selber steht offenbar ein Wechsel bevor. Nach Informationen des "Münchner Merkur" soll der Außenverteidiger in der nächsten Saison wieder von der rechten Seite auf die linke zurückkehren.

Die Scouts des FC Bayern halten derweil offenbar Ausschau nach einem Rechts- und einem Innenverteidiger.

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