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Jürgen Klopp trainierte vor Dortmund den FSV Mainz 05 © getty

Im Audi Star Talk bekennt sich BVB-Trainer Jürgen Klopp zu den Titelambitionen und schwärmt von seinem jungen Team.

Dortmund - Trotz des 1:1 gegen Mainz am Wochenende ist Borussia Dortmund weiter auf Meisterkurs.

Der Vorsprung auf Verfolger Bayer Leverkusen ist mit sieben Punkten weiter komfortabel, weitere Ausrutscher darf sich der BVB aber nicht leisten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Trainer Jürgen Klopp sprach im Audi Star Talk über die Titelambitionen der Schwarz-Gelben und analysierte die Stärken des Konkurrenten aus Leverkusen.

Und Klopp ging auch auf die besondere Entwicklung seiner jungen Mannschaft ein und schilderte, wie Uli Hoeneß vor der Verpflichtung von Jürgen Klinsmann um ihn als Bayern-Trainer warb.

BVB-Trainer Jürgen Klopp über

die Meisterfrage:

"Ob wir Meister werden wollen? Natürlich wollen wir das. Wir sind doch nicht blöd!"

die womöglich jüngste Meister-Mannschaft aller Zeiten:

"Wir haben die Gelegenheit, eine außergewöhnliche Saison zu einer historischen zu machen. Es wäre der jüngste deutsche Meister, der jemals das Ding in die Hand genommen hat. In einem phantastischen Verein, mit den großartigsten Fans, die man sich nur vorstellen kann."

Konkurrent Bayer 04 Leverkusen:

"Das ist Wahnsinn, was das für eine Qualität ist. Eine Mannschaft, die Michael Ballack entweder nicht einwechselt oder bringen kann. Dafür Bender draußen lässt, Ballitsch draußen lässt. Und Rolfes spielen lässt. Barnetta nicht bringt, weil Renato Augusto spielt. Wenn einer unsere Jungs von Nummer 14 bis 17 aufzählen kann ? dann muss er ja fast schon BVB-Milch getrunken haben. Das sind ja alle Jungs, die noch nie Bundesliga gespielt haben. Das ist also ein Unterschied wie Tag und Nacht."

[kaltura id="0_jv5w3rj6" class="full_size" title="Klopp Uli hat mich angerufen "]

seine "Schulklasse" BVB:

"Wenn ich den Beruf des Sportlehrers ausgeübt hätte, wäre es ungefähr diese Altersstruktur gewesen ? vielleicht ein bisschen jünger noch. Wir hatten ein großes Glück bei der Auswahl hinsichtlich der Qualität und Charaktere der Spieler. Talentiert waren sie ja alle. Dass sie dies aber auch alles in dieser Art und Weise abrufen können, hätte nun wirklich keiner gedacht. Es macht einen höllischen Spaß mit diesen Jungs zu arbeiten. Sie sind nicht nur jung, sondern auch talentiert und leistungsbereit. Für jeden Sportlehrer wäre es ein Traum solch eine ,Schulklasse? zu haben. Lauter 15-Punkte- oder Einser-Kandidaten."

Joachim Watzke:

"Er ist eine Granate! Das muss man wirklich sagen. Das ist mein großes Glück. Ich hatte wirklich in vielen Situationen Glück. Also wenn ich mich als unglücklichen Menschen bezeichnen müsste, hätte ich wirklich nicht alle Latten auf dem Zaun."

das damalige Telefongespräch mit Uli Hoeneß:

"Ich habe mit Uli Hoeneß telefoniert, ja klar. Das heißt, er mit mir - ich habe seine Nummer ja gar nicht. Er hat angerufen, mit ´Unbekannter Teilnehmer? - da hat er Glück gehabt, dass ich überhaupt rangegangen bin. Also für Alle, die von Uli Hoeneß einmal angerufen werden. Der hat die Nummer unterdrückt. Also immer rangehen, es könnte ja der Uli sein. Ich war ja Zweitliga-Trainer und hatte nicht das Gefühl, dass Uli Hoeneß bei mir im Wort steht. Ich hatte mich über das Interesse gefreut. Dementsprechend war es ein schönes Gefühl. Aber ich hatte zu keiner Sekunde das Gefühl, ich wäre jetzt Bayern-Trainer."

eine mögliche Wachablösung von Bayern München:

"Das ist ein außergewöhnliches Jahr. Wir haben eine außergewöhnliche Mannschaft, die wir idealer Weise zusammenhalten, ergänzen oder verbessern möchten. Aber immer mitVernunft, und nah an unseren Möglichkeiten. Das bedeutet, dass Bayern - wenn sie jetzt in vier Jahren in Folge nicht alles falsch machen - auf Dauer nicht einzuholen ist."

seine politischen Ambitionen:

"Wenn ich mich den ganzen Tag mit Themen beschäftigen muss, von denen mich maximal 20 Prozent persönlich interessieren, dann eine Regierungserklärung darüber abgeben muss - das fände ich total schrecklich. Eine politische Karriere kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Ich wundere mich ohnehin immer, wie man heute Außenminister und morgen Wirtschaftsminister sein kann. Und von beiden nichts versteht."

seinen ersten Platzverweis als Trainer:

"Ich fand meine erste rote Karte als Trainer (als Mainz-Trainer, Anm. d.Red.) wirklich gut. Da bin ich sogar ein bisschen stolz darauf. Nur auf diese Eine, auf die anderen nicht. Da bin ich zum Schiedsrichter-Assistenten gegangen und habe gesagt: Ich wollte nur mal fragen, wie viele Fehlentscheidungen erlaubt sind. Wenn es 15 sind, hast du noch eine frei."

seine Jugendzeit in der Bier-Brauerei seiner Oma:

"Ich habe die ersten Reste einer fast leeren Bierflasche mit 13 Jahren getrunken. Dann hat es vier, fünf Jahre gedauert, bis ich richtig Bier getrunken habe. Aber logischerweise haben alle Enkelkinder mitgearbeitet. Flaschen sauber machen, den Sudkessel sauber machen ? wir waren da alle involviert. Den Geruch des Bieres hatte ich sehr früh in der Nase."

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