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Diego (l.) traf in der Saison 2008/09 bislang in neun Spielen sechsmal © imago

Der Bremer Spielmacher trifft beim HSV auf einen alten Bekannten. Pizarro hat doppelt Grund zur Freude. Sport1.de hat die Fakten zum Spiel.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Beim 167. Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen geht es nicht nur um reichlich Prestige. Es ist die Tendenz, die das Spiel mit sich bringt, die die Rivalen jeweils ins Positive gelenkt wissen wollen.

Der HSV ist zuletzt vom ersten auf den fünften Tabellenrang abgerutscht und setzt alles daran, den Abwärtstrend zu stoppen.

Die Bremer, von der Punktausbeute (20) so schlecht wie seit acht Jahren nicht, wollen durch einen Erfolg in Hamburg (ab 16.30 Uhr LIVE ) die Rothosen in der Tabelle überholen und vor dem Champions-League-Auftritt in Famagusta in die Nähe der UEFA-Cup-Plätze springen.

Eine Schlüsselrolle bei diesem Unterfangen kommt dabei erneut auf Spielmacher Diego zu. Der Brasilianer darf sich allerdings auf eine intensive Sonderbetreuung freuen.

"Ich kenne ihn bereits von der Nationalmannschaft und weiß wie er spielt", sagt Hamburgs Alex Silva. "Das werde ich versuchen, zu verhindern." Der brasilianische Innenverteidiger wird im defensiven Mittelfeld der Hamburger die Position von Kapitän David Jarolim einnehmen, der seine Gelbsperre absitzt.

Neben Silva soll Guy Demel den Bremer Spielfluss eindämmen. Der Ivorer kommt für Nigel de Jong in die Mannschaft, der mit einem Innenbandriss vorerst ausfällt. "Wir wollen den Fans etwas für ihr Geld bieten", spielt Torjäger Mladen Petric auf die Preise von bis zu 97 Euro für eine Tribünenkarte an.

Auf Seiten von Werder freut sich besonders Claudio Pizarro auf die Begegnung mit den Hamburgern. Der Stürmer erzielte insgesamt schon elf Tore gegen den HSV. Das Wiedersehen mit Landsmann Paolo Guerrero ist für ihn ein weiterer Aspekt, dem Derby entgegenzufiebern.

"Ich habe ihm während unserer Zeit bei Bayern viel geholfen. Er war damals noch sehr jung und ich konnte ihm mit meiner Erfahrung unterstützen", sagt der Peruaner und verteilt ein dickes Lob an seinen ehemaligen Teamkollegen. "Er ist seinen Weg gegangen, er ist ein sehr guter Spieler und ich freue mich darauf ihn morgen wiederzusehen."

Sport1.de hat die Fakten zum Spiel:

Personalsitiation

Die Hamburger müssen neben ihrem Mittelfeldduo auch den langzeitverletzten Thimothee Atouba (Achillessehnenriss) ersetzen.

Bei Werder bleiben die Außenpositionen in der Viererkette problematisch. Nationalspieler ist Clemens Fritz nach seinem Muskelfaserriss nicht rechtzeitig fitgeworden.

Linksverteidiger Sebastian Boenisch fehlt mit der gleichen Verletzung. Petri Pasanen ist gesetzt, unklar ist noch, wer auf der anderen Außenverteidigerposition beginnen wird: Schaafs Alternativen sind der zuletzt formschwache Sebastian Prödl, Peter Niemeyer und Dusko Tosic.

Auf Mesut Özil (Rotsperre), Martin Harnik (Bänderriss) und Daniel Jensen, der an einer Achillessehnenreizung laboriert, kann Schaaf in Hamburg nicht zählen.

Bilanz

Der HSV gewann von den letzten fünf Heimspielen gegen Werder Bremen kein einziges.

Der letzte Erfolg zu Hause datiert vom 2. Februar 2003, als Sergej Barbarez den HSV zum 1:0-Sieg schoss.

Die Gesamtbilanz des Traditionsduells ist recht ausgeglichen: 27 Siegen für den HSV stehen 32 Unentschieden und 29 Erfolge der Bremer entgegen.

Das sagen die Trainer

Martin Jol: "Die Spieler müssen mit voller Überzeugung in die Partie gehen. Mit Biss Besessenheit und einer kämpferischen Einstellung wollen wir das Spiel auf unsere Seite ziehen."

Thomas Schaaf: "Es wird wichtig sein, eine starke Leistung abzurufen. Wir wollen einen Schritt nach vorne machen und stärker spielen als zuletzt."

Voraussichtliche Aufstellungen

Hamburg: Rost - J. Boateng, Reinhardt, Mathijsen, Jansen - Demel, Alex Silva - Trochowski, Olic ? Petric, Guerrero

Bremen: Wiese - Pasanen, Mertesacker, Naldo, Tosic - Baumann - Frings, Hunt - Diego - Almeida, Pizarro

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)

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