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Jupp Heynckes gewann 1998 mit Real Madrid die Champions League © imago

In die heißeste Personalie in München kommt Bewegung: Am Wochenende werden sich Verein und Trainer nun erstmals treffen.

Von Daniel Rathjen

München - Bislang gab es nur Telefonate.

Nun wird es konkret.

Jupp Heynckes wird am Wochenende erstmals mit den Verantwortlichen des FC Bayern München Verhandlungen über eine Amtsübernahme im Sommer führen (241095DIASHOW: Bayerns Planspiele).

Der Noch-Coach von Bayer Leverkusen ist erklärter (und bislang einziger) Wunschkandidat der Münchner für die Nachfolge von Louis van Gaal.

"Jetzt reden wir"

"Bislang haben die Münchner respektiert, dass ich nicht reden wollte, aber jetzt reden wir", wird Heynckes im "kicker" zitiert.

Der 65-Jährige hatte zunächst seinen Abschied aus Leverkusen verkünden und es seinen Spielern vernünftig kommunizieren wollen.

Es passt zum grundehrlichen Heynckes, der nach etlichen Berufsjahren in sich ruht und sich nicht mehr verrückt machen lässt.

Vertrag bis mindestens 2013

Auch die Gespräche mit den Münchner Bossen wird er gelassen und überlegt angehen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der Vertrag, der mindestens eine Dauer von zwei Jahren haben soll, muss ausgeklügelt werden, sämtliche Details zur Sprache gebracht werden.

Mit einer schnellen Einigung kann jedoch gerechnet werden. Beide Parteien kennen sich gut und schätzen sich.

[kaltura id="0_ev4johdy" class="full_size" title="Lattek Kein guter Stil "]

Keine Zukunft für van Gaals Trainerteam

Möglich, dass ein Schwerpunkt der Diskussionen auch schon die Planung des Kaders und die Zusammenstellung des Trainerteams sein wird.

Er kristallisiert sich heraus, dass Louis van Gaals niederländische Landsleute Andries Jonker, Frans Hoek, Marcel Bout, Max Reckers und Jos van Dijk den Verein verlassen werden.

Als möglicher Video-Analyst ist der frühere Hitzfeld-Assistent Michael Henke im Gespräch.

Herrmann als Co-Trainer?

Heynckes' Co-Trainer könnte, wie schon bei Leverkusen, Peter Hermann werden.

Dass am Sonntag eine grundsätzliche Entscheidung bekanntgegeben wird, bleibt trotz klarer Tendenzen dennoch unwahrscheinlich.

Auch wenn es alle längst vermuten, am 17. April kommt es erst noch zum brisanten Duell zwischen Bayer und Bayern.

Vorher wird sich Heynckes hüten, öffentlich vorzupreschen.

Hoeneß rechnet fest mit Zusage

Dennoch ist es höchst unwahrscheinlich, dass Heynckes trotz Rentenalters und der Verbundenheit zur niederrheinischen Heimat seinem Freund Uli Hoeneß eine Absage erteilt.

Der Bayern-Präsident ist zuversichtlich, dass der frühere Nationalspieler zum dritten Mal als Chefcoach beim deutschen Vorzeigeklub wird.

"Grundsätzlich sind beide Seiten interessiert. In den nächsten Tagen wird es Gespräche geben. Ich denke, dabei wird etwas Gutes herauskommen. Der Aufsichtsrat wird das genehmigen", sagte Hoeneß der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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