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Felix Magath trainierte von 2004 bis 2007 den FC Bayern München © getty

Im DSF-Doppelpass spricht Wolfsburgs Trainer uber seine Rote Karte gegen Stuttgart und die Entlassung von VfB-Coach Armin Veh.

München - Der VfL Wolfsburg hat nach dem überzeugenden 4:1-Sieg über den VfB Stuttgart wieder Anschluss an die Europapokal-Plätze.

Besonders zu Hause ist das Team von Trainer Felix Magath eine Macht. In sieben Partien gewann Wolfsburg sechs Mal und spielte ein Mal Remis.

Beim Spiel gegen Stuttgart musste Magath nach seiner Kritik an Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer in der Pause auf die Tribüne.

Trotzdem drehte sein Team im zweiten Durchgang mächtig auf und schoss Stuttgarts Trainer Armin Veh von seinem Stuhl.

Wolfsburgs Trainer Felix Magath (Trainerportrait) sprach im DSF-Doppelpass über seine Rote Karte beim Spiel gegen Stuttgart und die Entlassung von Veh.

Felix Magath im Doppelpass über...

die Entlassung von Armin Veh:

"Wer beim VfB entscheidet, wer wie viel Geld bekommt, kann ich nicht sagen. Ich will aber mal sagen, dass es aus meiner Sicht völlig unfair ist, die Einkaufspolitik zu kritisieren, wenn man dem Manager nicht genügend Finanzen an die Hand gibt.

Man kann nicht sagen: Hier hast du zehn Millionen und dann mach aus einem Deutschen Meister einen Champions League-Sieger. Das funktioniert nicht. Es hat in letzter Zeit schon den Eindruck erweckt, als hätte Armin Veh schon abgeschlossen gehabt."

Christoph Daums Kritik an der Roten Karte für Kevin McKenna:

"Wir haben auch unglückliche Entscheidungen in Hoffenheim hinnehmen müssen. Das ist schon so: Die Mannschaft, die vorne ist, die auch noch Sympathien hat wie Hoffenheim - das wirkt dann eben auch. Das kann man auch keinem vorwerfen, Schiedsrichter sind auch nur Menschen."

eventuelle Transferabsichten in der Winterpause:

"Wir müssen nicht aufstocken. (Kader Wolfsburg) Selbstverständlich müssen wir immer weiter an dem Kader arbeiten wie andere Bundesligisten auch. Wir werden in der Winterpause auch den einen oder anderen abgeben und dann wäre sicher noch Platz für einen neuen Spieler."

seinen Innenraumverweis gegen Stuttgart:

"Viele im Stadion waren mit seiner Leitung nicht einverstanden. Mein Ansatzpunkt war eine Szene im Spiel, als wir über die rechte Seite einen Angriff fahren wollten und einer unserer Spieler vom Gegner ohne Ball gefoult wurde. Der Linienrichter hat das angezeigt, aber der Schiedsrichter hat das nicht zur Kenntnis genommen.

Ich habe ja in der aktuellen Schiedsrichter-Diskussion vergangene Woche an dem Runden Tisch mit verschiedenen Schiedsrichter-Vertretern teilgenommen und da ging es um gegenseitigen Respekt.

Vor allem wurde gesagt, dass die Trainer nicht immer die Zuschauer im Stadion so aufwiegeln sollten. Deshalb dachte ich mir, ich warte bis zur Halbzeit. Da war dann bis dahin natürlich schon ein bisschen was aufgestaut. Im Stadion war es so laut, dass man sich dem Schiedsrichter ohne Schreien einfach nicht mitteilen konnte."

seine "preußische" Arbeitsweise:

"Ich lege einfach sehr viel Wert auf Ordnung und Disziplin. Das sind Grundvoraussetzungen im Fußball. Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Wie will man einen Mannschaftssport ohne Ordnung und Disziplin betreiben.

Klar ist es nicht angenehm, wenn man nicht tun kann, was man will. Ich achte darauf, dass jeder das Interesse des VfL Wolfsburg in den Vordergrund stellt und nicht sein eigenes.

Ich trainiere seit 1995 in der Bundesliga bei verschiedenen Vereinen und möchte mal behaupten, dass ich doch sehr erfolgreich war. Ich stehe zu meiner Arbeitsweise und wenn der Verein, so wie hier in Wolfsburg, damit vorwärts kommt, spricht doch nichts dagegen."

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