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Jupp Heynckes kehrte bereits 2009 für fünf Wochen zum FCB zurück © getty

Jupp Heynckes steigt im Sommer erneut beim FCB ein, für Rummenigge ist er der "Wunschkandidat". Heynckes weiß, was erwartet wird.

München - Es wurde schon seit Tagen darüber spekuliert und ist nun Gewissheit: Jupp Heynckes wird in der kommenden Saison neuer Trainer beim FC Bayern München.

Das bestätigten die Bayern am Freitagmittag.

Heynckes, der noch bis zum Saisonende den Ligakonkurrenten Bayer Leverkusen betreuen wird, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013.

Für Heynckes wird es bereits die dritte Amtszeit in München sein (EINWURF: Mit 66 fängt das Leben an)

"Jupp Heynckes war unser Wunschkandidat", sagte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach der Einigung.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir mit ihm eine Einigung über einen Zweijahres-Vertrag erzielen konnten. Ich bin überzeugt, dass wir mit Jupp Heynckes eine erfolgreiche Zusammenarbeit haben werden."

Lob für Arbeitsklima

Auch Jupp Heynckes geht seine neue Aufgabe mit reichlich Vorfreude an.

"Ganz abgesehen von den guten persönlichen Beziehungen zu den Verantwortlichen des FC Bayern hat mir immer imponiert, wie professionell dieser Klub geführt wird", erklärte er.

"Ich war bereits zweimal Trainer beim FC Bayern und habe dabei immer das Klima geschätzt, in dem dort gearbeitet wird. Natürlich ist man als Bayern-Trainer gewissermaßen zum Erfolg verpflichtet."

Druck lässt Heynckes kalt

Angst vor diesem Druck hat der 65-Jährige aber nicht.

"Ich sehe dabei aber eine reizvolle Aufgabe, der ich mich zusammen mit der Mannschaft in den kommenden zwei Spielzeiten gerne stellen möchte."

Am Freitagmorgen hatte Heynckes erste Vertragsverhandlungen mit Bayerns Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge, Finanz-Vorstand Karl Hopfner und Sportdirektor Christian Nerlinger bestätigt, dann ging alles ganz schnell.

[kaltura id="0_osc7mexy" class="full_size" title="Ende der Experimente"]

Kommt auch Leverkusens Co-Trainer?

Beim Gespräch mit den Bayern war auch Heynckes' Leverkusener Assistent Peter Hermann (59) anwesend. Auch er soll nach München kommen.

Dies könne er im Moment aber noch nicht sagen, so Heynckes. Hermanns Vertrag in Leverkusen läuft ebenfalls aus.

Doch Leverkusen will um Hermann kämpfen und hofft auf dessen Verbleib bei Bayer.

Völler: Ziele mit Heynckes erreichen

Sportdirektor Rudi Völler sieht in Heynckes' Wechsel zum FC Bayern kein Problem, obwohl beide Teams noch aufeinandertreffen.

"Jupp Heynckes wird alles dafür tun, dass wir unsere Ziele gemeinsam erreichen, das ist für mich und uns alle sonnenklar", sagte Völler.

"Dieses Spiel gegen die Bayern am 17. April ist für uns noch Zukunftsmusik."

Beim Duell am 30. Spieltag könnte es für beide Teams noch um wichtige Punkte im Rennen um die Qualifikations für die Champions League gehen.

Hoeneß von Anfang an optimistisch

Bayern-Präsident Uli Hoeneß, mit Heynckes sehr gut befreundet, hatte schon zu Beginn der Woche angedeutet, dass er von einem Wechsel des 65-Jährigen nach München ausgeht. ´

Bei den Gesprächen "wird etwas Gutes herauskommen", sagte er und fügte an: "Der Aufsichtsrat wird das genehmigen." So kam es dann auch.

Heynckes hatte am vergangenen Montag verkündet, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Bayer Leverkusen nicht verlängern zu wollen.

Der erfahrene Coach, mit Real Madrid 1998 Gewinner der Champions League, war bereits zweimal (1987 bis Oktober 1991 und Ende der Saison 2008/2009) beim FC Bayern als Cheftrainer tätig.

Kaderplanung drängt

Wichtigste Aufgabe von Heynckes, der pikanterweise am 17. April noch mit Leverkusen in München um die Champions-League-Qualifikation spielt, wird die Münchner Kaderplanung sein (241095DIASHOW: Bayerns Planspiele).

Die Verträge von Thomas Kraft, Hamit Altintop, Andreas Ottl, Miroslav Klose und Jörg Butt laufen aus - bei allen ist die Zukunft offen.

Auch bei Breno, Anatoli Tymoshchuk, Diego Contento, Daniel van Buyten und Danijel Pranjic gab es zuletzt wiederholt Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied von den Bayern.

Verpflichten wollen die Bayern nach derzeitigem Stand Schalkes Nationaltorwart Manuel Neuer sowie zwei Innenverteidiger und einen Außenverteidiger.

Englische Medien wollen von einem Interesse der Münchner an Innenverteidiger Gary Cahill von den Bolton Wanderers wissen.

Angebliche Ablöse des zweimaligen englischen Nationalspielers: 20 Millionen Euro. Kolportiert wird auch, dass Heynckes aus Leverkusen Mittelfeldstar Arturo Vidal mitbringt.

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