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Heribert Bruchhagen (r.) ist seit Dezember 2003 Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt © getty

Heribert Bruchhagen spricht im SPORT1-Doppelpass über die Verpflichtung von Christoph Daum und die Zukunft der Eintracht.

München - Letztlich war es nur ein Highlight von vielen, die Verpflichtung von Christoph Daum als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt.

Schließlich hat die Bundesliga in den letzten Tagen mit ihrem munteren Trainer-wechsel-dich-Spielchen aber auch gar keine Überraschung ausgelassen.

Trotzdem ist der Wechsel von Michael Skibbe zu Christoph Daum gerade das große Gesprächsthema. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mit ihm will die Eintracht noch die Klasse halten. Was aber kein Selbstläufer wird, wie der 57-Jährige nun dem "Express" erklärte:

"Ich bin kein Wunderheiler oder Messias. Mit meiner Unterschrift ist die Eintracht nicht gerettet."

Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen sprach am Sonntag im SPORT1-Doppelpass auch vor allem über Daum:

Was ihn zu dessen Verpflichtung bewog, was er über die Reaktionen auf diesen Coup denkt und wie es in Zukunft mit Daum und der Eintracht weitergehen soll.

SPORT1 hat die besten Aussagen von Bruchhagen aus dem Doppelpass zusammengefasst:

Heribert Bruchhagen über...

die Verpflichtung von Christoph Daum:

"Von wesentlicher Bedeutung war, dass wir einen Trainer gebraucht haben, der frei ist, der erfahren ist und aus einer Lethargie heraus einen Impuls setzen kann.

Wir sind mitten im Abstiegskampf, wir sind in der Rückrunde Tabellenletzter, wir haben acht Spiele am Stück kein Tor geschossen. Hier musste schon ein besonderer Effekt einsetzen.

Christoph Daum ist ein erfolgreicher Trainer. Ich habe mich ja auch erkundigt und alle haben gesagt, der wird dir zwar die Hölle heiß machen und es kommen schwierige Zeiten auf dich zu, aber das ist die richtige Entscheidung.

Ich habe nur ein Ziel und das heißt: Eintracht Frankfurt in der Bundesliga zu halten, das ist meine Pflicht."

[kaltura id="0_psvuln1w" class="full_size" title="Der Trainer Wahnsinn in der Bundesliga"]

die Reaktionen auf die Verpflichtung von Christoph Daum:

"Die fallen unterschiedlich aus. Diejenigen, die mit Christoph Daum zusammengearbeitet haben und ihn kennen, waren von der Verpflichtung angetan. Andere haben es kritisch gesehen. Die Tendenz war aber ausgesprochen positiv."

eine langfristige Zusammenarbeit mit Christoph Daum:

"Der Vertrag von Christoph Daum endet am 30. Juni 2011. Selbstverständlich haben wir das Ziel, mit ihm langfristig erfolgreich zusammenarbeiten, kurzfristig aber erst einmal den Klassenerhalt zu schaffen.

Die vertraglichen Vereinbarungen gehen auch erstmal bis zum 30.6. Wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben, werden wir uns wieder zusammensetzen.

Dann wäre es ja auch töricht, wenn wir keine gemeinsame Linie finden würden. Es gibt aber keine Versprechungen über den 30. Juni hinaus."

den Abstiegskampf und Ziele von Eintracht Frankfurt:

"Es ist unbestritten, dass unser vorrangiges Ziel der Klassenerhalt ist. Mittelfristig wollen wir uns in der Bundesliga etablieren, mit Ausschlägen nach oben und unten.

Wir müssen uns jetzt voll konzentrieren, wir müssen Punkte machen. Wir sind mitten im prekären Abstiegskampf und haben schwere Spiele vor der Brust."

den Trainerwechsel nach dem Sieg gegen St. Pauli:

"Die Atmosphäre im Stadion, die gesamte Atmosphäre um den Verein herum, auch nach diesem Sieg, war so depressiv, dass ich mich entschieden habe und glaubte, dass es richtig für Eintracht Frankfurt ist, einen Wechsel vorzunehmen, um die Verunsicherung aus der Mannschaft zu bekommen."

die Gerüchte, er könne zum Hamburger SV wechseln:

"Alles Quatsch. Ich habe nur Ziele mit Eintracht Frankfurt."

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