Udo Lattek traut dem neuen Frankfurter Trainer die Rettung zu. Die Pfiffe gegen die DFB-Auswahl kann er nicht nachvollziehen.

Hallo Fußball-Freunde,

die deutsche Mannschaft hat gegen Kasachstan ihre Pflichtaufgabe erfüllt und ist damit praktisch für die EM 2012 qualifiziert.

Nicht mehr und nicht weniger.

Trotzdem haben die Zuschauer in Kaiserslautern nach der schwachen zweiten Hälfte gepfiffen.

Weil nach dem 3:0 zur Pause Publikum und auch die Spieler erwartet haben, dass man das im Vorbeigehen macht und es trotzdem ein Schützenfest gibt.

Dabei gibt es abgesehen von den drei Punkte doch nur eine wichtige Sache: Dass sich keiner verletzt hat.

Wenn ich meine Spieler früher zu solchen Spielen zur Nationalmannschaft verabschiedet habe, dann hab ich ihnen zum Abschied gesagt: Kommt gesund wieder.

Das ist das einzige, was als Vereinstrainer zählt, denn die Saison geht jetzt in die entscheidende Phase.

Ich bin gespannt, welche Auswirkungen die vielen Trainerwechsel haben werden.

Ganz besonders schaue ich natürlich auf Christoph Daum, mit dem ich als Sportdirektor vor über 20 Jahren beim 1. FC Köln zusammengearbeitet habe.

Wenn man einen Christoph Daum verpflichtet, dann muss man mit Allem rechnen.

Er ist ein ganz exzellenter Arbeiter, ein akribisch arbeitender Mensch, der alles versucht und mit einer Mannschaft sehr gut umgehen kann.

Deshalb kann ich mir auch gut vorstellen, dass er mit Eintracht Frankfurt den Klassenerhalt schafft.

Dass die Entscheidung von Heribert Bruchhagen nun mit der Begründung kritisiert wird, Daum sei kein "Konzept-Trainer", kann ich nicht nachvollziehen.

Was soll denn überhaupt ein "Konzept-Trainer" sein?

Als Trainer will ich das Beste aus der Mannschaft herausholen. Ich will, dass die Mannschaft nicht absteigt.

Mit welchem Konzept ich das schaffe, ist doch völlig egal.

Bis nächste Woche!Euer Udo Lattek

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