vergrößernverkleinern
Schweinsteiger (l.) spielte 62-mal für Deutschland, Podolski (r.) bringt es auf 60 Einsätze © getty

Die "Könglichen" machen Bayern-Star Bastian Schweinsteiger die Aufwartung. Lukas Podolski drängt auf einen Wechsel in Winter.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die neueste Verlockung kommt aus Spanien: Real Madrid wirbt um Bayern-Mittelfeldstar Bastian Schweinsteiger.

Mitte der Woche wird es laut "kicker" ein Sondierungsgespräch zwischen Vertretern Schweinsteigers und den Spaniern geben.

Angekündigt zum Plausch, aus dem bald knallharte Verhandlungen werden könnten, hat sich Miguel Angel Portugal. Er ist technischer Direktor bei Real und gilt als rechte Hand des Präsidenten Ramon Calderon.

Währendessen drängt Lukas Podolski auf einen Wechsel: Der "Bild" sagte er: "Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich den Verein im Winter verlassen möchte."

Das habe er auch den FCB-Verantwortlichen mitgeteilt, so Podolski. Allerdings hatte Uli Hoeneß erst am Wochenende erklärt, dass der Rekordmeister im Winter keinen Spieler abgeben wolle.

Podolskis möglicher Abgang bleibt ein spannendes Thema.

Hinzu kommt das Werben Reals um Bastian Schweinsteiger vorm Champions-League-Spiel gegen Steaua Bukarest (Di., ab 20.15 Uhr LIVE )

Doch die "Könglichen" mit dem deutschen Trainer Bernd Schuster sind nicht die einzigen internationalen Hochkaräter, die sich die Dienste des deutschen Nationalspielers sichern wollen.

Interesse auch von Juve und Milan

Auch Juventus Turin und der AC Mailand haben bereits ihren Hut in den Ring geworfen.

Bayern-Manager Uli Hoeneß bestätigte das vor einiger Zeit. "Es ist das gute Recht des Beraters, Verhandlungen in Italien zu führen und so den Preis zu treiben."

Schweinsteigers Berater Robert Schneider sondiert im Moment die Angebote.

Was macht der FCB?

Zugleich schauen er und der 24-Jährige auf den FC Bayern.

Denn: Schweinsteiger, seit 1998 bei den Roten, fühlt sich rundum wohl in München. Privat sowieso an der Seite von Freundin Sarah Brandner. Und sportlich ist er in dieser Saison zum unumstrittenen Stammspieler aufgestiegen.

Deutliches Plus beim Gehalt

Er gab nicht nur sechs Torvorlagen und markierte drei Liga-Treffer selbst, sondern beherrscht immer deutlicher die rechte Außenbahn beim Meister. Das Problem, dass seine Leistungen stark schwankten, ihm die Konstanz fehlte, gibt es gleichfalls nicht mehr.

Auch deshalb wollen die Bayern-Bosse Hoeneß und FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge "Schweini" (Spielerporträt) unbedingt halten.

Der Vertrag des Bayern-Eigengewächses läuft im Juni 2009 aus. Eine kräftige Gehaltssteigerung für Schweinsteiger, der aktuell laut "kicker" drei Millionen Euro verdienen soll, dürfte unumgänglich sein. Gar von einer Verdoppelung der Bezüge wird gesprochen.

Zumal die Münchner in dem Vize-Europameister mehr sehen als einen hochtalentierten Fußballer.

Der junge Mann aus Kolbermoor (Landkreis Rosenheim) hat sich bei den Fans in der Allianz Arena den Ehrentitel "Fußballgott" verdient. Schweinsteiger ist ein "Sympathieträger für den Verein", weiß auch Uli Hoeneß.

Viele Extraschichten

Schweinsteiger selbst erklärte seinen Höhenflug vor kurzem so: "Früher bin ich oft nur zum Training gefahren und danach gleich wieder nach Hause. Jetzt komme ich später heim, lasse mich vorher behandeln, mache vieles extra, um mich zu verbessern."

Der eine will unbedingt weg, der andere ist heiß begehrt: die gemeinsame Zeit der ehemaligen WM-Lausbuben "Schweini" und "Poldi" bei FC Bayern könnte schon bald zuende sein.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel