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Holger Badstuber bestritt bisher 51 Bundesliga-Spiele für Bayern München © getty

Badstuber glaubt, seine Krise überwunden zu haben. Er bedauert, dass van Gaal geht, übt aber auch Kritik an dessen Maßnahmen.

München - Holger Badstuber sieht das Licht am Ende des Tunnels.

Der Innenverteidiger glaubt, sein anhaltendes Leistungstief, das ihn seinen Stammplatz beim FC Bayern München gekostet hat, überwunden zu haben 371452(DIASHOW: Chance für Bayerns zweite Reihe?).

Er bezeichne seine Krise lieber als "Schwächperiode", erklärte der 22-Jährige im "kicker"-Interview: "Und ich denke, dass ich da jetzt auch wieder raus bin."

Im vergangenen Herbst setzte eine Schambeinentzündung Badstuber außer Gefecht (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zudem hatte es den Anschein, dass der junge Verteidiger nach der WM und der starken Saison der Bayern mit Champions-League- und DFB-Pokal-Finale überspielt wirkte.

Badstuber will dies jedoch nicht als Gründe für seinen Leistungsabfall in der aktuellen Saison gelten lassen.

"Zuviele Gedanken gemacht"

"Ich habe mir zu viele Gedanken über die Situation beim FC Bayern gemacht. Ich habe zu viele Energien auf solche Dinge verschwendet, anstatt mich auf mein Spiel zu konzentrieren", sagte Badstuber: "Ich hatte richtig Zorn in mir: Über unsere Ergebnisse bei Bayern, über mich."

Seine Leistungen seien zu schwankend gewesen. "Ich habe es vernachlässigt, den Fokus auf meine Leistung zu richten", so Badstuber weiter: "Das muss ich selbstkritisch eingestehen."

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Die Schwierigkeiten beim FC Bayern, die schließlich in der Ablösung von Louis van Gaal zum Saisonede gipfelten, gingen also auch an Badstuber nicht spurlos vorüber.

Kritik an van Gaal

Dass der Trainer die Viererkette des Rekordmeisters ständig durchwürfelte, sorgte für zusätzliche Verunsicherung 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele).

"Es ist nicht förderlich und vertrauenerweckend, wenn man viel wechselt - vor allem in der Abwehr", übt Badstuber Kritik an den Maßnahmen des Niederländers.

Die Entscheidungen des Trainer müsse man allerdings akzeptieren und eben "das Beste draus machen".

"Schade, dass er gehen muss"

Dass van Gaal, unter dem Badstuber seinen Durchbruch als Profi schaffte und zum Nationalspieler wurde, zum Saisonende geht, bedauert der Verteidiger.

"Ich habe van Gaal viel zu verdanken. Ohne ihn würde ich nicht bei der Nationalmannschaft sein", erklärte Badstuber: "Deshalb finde ich es auch schade, dass er gehen muss."

Er glaube aber, dass die Mannschaft dem neuen Trainer Jupp Heynckes viel Vertrauen entgegen bringe und dass der Erfolg unter dem neuen Coach an die Säbener Straße zurückkehre.

Heynckes' als Förderer

Und eine gute Erinnerung verbindet Badstuber auch mit Heynckes: Als dieser nach der Entlassung Jürgen Klinsmanns 2009 als Interimscoach für fünf Spiele auf der Bank saß, holte er Badstuber erstmals von der zweiten Mannschaft zu den Profis.

Dementsprechend optimistisch blickt Badstuber in die Zukunft. Die Saison 2010/2011 will er auch keineswegs als verlorenes Jahr verbuchen.

"Für den FC Bayern vielleicht, weil wir innerhalb von zwei Wochen alles weggeworfen haben", sagte Badstuber: "Für mich war es eine sehr lehrreiche Saison. Ich fühle, dass ich gestärkt aus dieser Phase herausgehe."

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