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Karl-Heinz Rummenigge (l.) ist seit 2002 Vorstandschef beim FC Bayern © getty

Bayerns Vorstandsboss Rummenigge erklärt, wie er sich die Zusammenarbeit mit dem künftigen Trainer Heynckes vorstellt.

Von Mathias Frohnapfel

München - In gewisser Weise soll Jupp Heynckes der Gegenentwurf zu Louis van Gaal werden.

Das gilt zumindest, was die Zusammenarbeit des Trainers mit den Bayern-Bossen angeht.

"Wir wollen Ruhe, ein harmonisches Miteinander und Erfolg", definierte jetzt Karl-Heinz Rummenigge seine Idealvorstellung in der "Sport Bild".

Und er macht Heynckes sogar Hoffnungen auf eine neue Ära beim FCB und spricht von einer Zusammenarbeit von "mindestens zwei Jahren".

"Jupp weiß, wie wir ticken"

Reibungsverluste wie es sie mit dem eigenwilligen van Gaal gab, befürchtet Rummenigge mit dessen Nachfolger nicht:

"Jupp weiß, wie wir ticken. Jupp weiß, wie Bayern funktioniert. Das kann ab dem 1. Juli sofort richtig losgehen."

Als Paradebeispiel für Heynckes' Stil, der die Mannschaft mit dem nötigen Fingerspitzengefühl dirigiere, nennt Rummenigge den Ex-Bayern-Stürmer Luca Toni.

Der Italiener sei noch heute von "den fünf Wochen, die er unter Jupp trainiert" hat, begeistert.

Die Botschaft dahinter ist klar: Selbst eine Diva wie Toni wurde von Heynckes problemlos mit eingebunden.

Bayern weiter mit einer Spitze?

Am von van Gaal etablierten Spielsystem mit einer echten Spitze werde wohl aber auch Heynckes nicht rütteln, glaubt Rummenigge.

Doch das 4-2-3-1-System dürfte eine der wenigen Konstanten zwischen den beiden Trainern sein.

Öffentlich ausgefochtene Konflikte zwischen Heynckes und Hoeneß sind genauso wahrscheinlich wie die Verlegung des Oktoberfests nach Bremen.

[kaltura id="0_jh81qlzv" class="full_size" title="Uli Hoene spricht Tacheles"]

Allerdings ist auch mit der "Wunschlösung" aus Leverkusen die Aufgabenverteilung festgezurrt: Heynckes soll Taktik und Aufstellung erldigen, die Spielertransfers weiter der Klub.

Rummenigge räumt aber ein: "Wir berücksichtigen die Wünsche des Trainers und bin mir sicher, dass wir unter Jupp Heynckes eine gute Mannschaft haben werden."

Kraft denkt nach

Zu dieser hochkarätig besetzten Truppe könnte ab Sommer auch Schalkes Keeper Manuel Neuer zählen, worauf nicht nur die jüngste Anspielungen von Präsident Uli Hoeneß hindeuteten.

Und auch die aktuelle Nummer eins im Bayern-Tor, Thomas Kraft, denkt über einen Verbleib in München nach (241095DIASHOW: Die Planspiele des FC Bayern).

"Ich schließe nicht aus, dass ich bei Bayern bleibe, auch für den Fall, dass Neuer kommt", sagte Kraft: "Solange mir eine Perspektive geboten wird, kann ich mir alles vorstellen."

Kraft soll bereits ein Angebot der Roten haben, seinen Vertrag bis 2013 fortzusetzen.

HSV buhlt um Bayern-Keeper

Allerdings scheint auch der HSV an dem 22-Jährigen interessiert.

Publikumsliebling Frank Rost ist den Hamburger Bossen zu unbequem und 37 Jahre alt.

Laut "Hamburger Abendblatt" könnte Kraft in den Konkurrenzkampf mit dem aktuellen Ersatzkeeper Jaroslav Drobny eintreten, es soll erste Gespräche gegeben haben.

Butt spielt auf Zeit

In der Torhüter-Frage in München ist ohnehin Bewegung. Jörg Butt hat immer noch nicht fix entschieden, ob er im Sommer seine Karriere beendet oder nicht.

"Ich warte die Entwicklung ab und werde mit dem neuen Trainer und Klub eine Entscheidung treffen", sagte der Routinier.

Die Kaderplanung gehen die Münchner im Moment ebenso umsichtig wie äußerlich gelassen an.

Champions League beeinflusst Transfers

"Wir möchten erst mal wissen, ob wir nächste Saison Champions League spielen. Dann werden wir Personalentscheidungen fällen", meinte Rummenigge.

"Fakt ist, dass wir keinen Spieler verkaufen müssen, falls wir die Champions League verpassen sollten."

Das gilt auch für Miroslav Klose, dessen Vertrag am 30. Juni endet.

Hoeneß verriet, dass der Nationalspieler wohl für eine Verlängerung nicht bereit sei, auf Geld zu verzichten.

Robben einsatzbereit

Womöglich entscheidet sich Klose sogar für einen Wechsel ins Ausland, Juventus Turin bemüht sich laut "Tuttosport" um den Angreifer.

Im Duell gegen Borussia Mönchengladbach (Sa, ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) wird Klose erneut zu Beginn auf der Bank sitzen.

Arjen Robben soll hingegen, wenn alles nach Plan läuft, in der Startelf stehen. Nach seiner Adduktoren-Verletzung wirbelte der Niederländer bereits wieder im Trainingsspiel.

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