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Eugen Polanski (r.) kam 2009 auf Leihbasis aus Getafe nach Mainz © getty

Eugen Polanski ist ein wichtiger Bestandteil des Mainzer Erfolgs. Im Gespräch mit SPORT1 blickt er auf die Ziele der Rheinhessen.

Aus Mainz berichtet Thorsten Mesch

Mainz - Mit sieben Siegen in Serie startete Mainz 05 in die Saison. Der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel wurde von vielen ein Einbruch prophezeit - aber er kam nicht.

Das junge Team vom Bruchweg steht momentan auf Tabellenplatz fünf und steuert weiter Richtung Europa League (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Selbst die Königsklasse ist theoretisch noch in Reichweite.

Dazu muss aber ein Heimsieg gegen den SC Freiburg her (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER), nachdem die Mainzer seit dem 7. Spieltag am heimischen Bruchweg nur noch ein Dreier gelang.

Ein Leistungsträger der Rheinhessen ist Mittelfeldmann Eugen Polanski, der über Borussia Mönchengladbach und den FC Getafe vor knapp zwei Jahren zum "Karnevalsklub" kam.

Im SPORT1-Interview spricht der 26-Jährige über die Länderspielpause, das Mainzer Saisonziel, Tuchel und seine alte Liebe Mönchengladbach.

SPORT1: Herr Polanski, Sie haben mit Mainz 05 am 27. Spieltag beim Tabellenführer in Dortmund ein Remis geholt. Kam Ihnen die Länderspielpause nicht etwas ungelegen?

Eugen Polanski: Wir hätten lieber weiter gespielt als eine Pause zu machen. Aber wir haben so gearbeitet, wie der Trainer das haben will, und die Länderspielpause gut genutzt.

SPORT1: Sie spielen am Wochenende gegen Freiburg, müssen aber auch noch gegen direkte Konkurrenten im Kampf um einen Europapokalplatz ran. Geht es eher darum, Platz fünf abzusichern oder schielen Sie noch auf Platz drei?

Polanski: Ich glaube, dass es schwierig sein wird, noch Platz drei zu erreichen. Wir sind in dieser Saison ganz gut damit gefahren, immer nur von Spiel zu Spiel zu denken. Und das wollen wir auch beibehalten.

SPORT1: Und mit welchem Ziel?

Polanski: Wir wollen die Saison, in der wir es bisher ganz gut gemacht haben, in den restlichen sieben Spielen auch so zu Ende bringen.

SPORT1: Für Freiburg geht es nicht mehr um besonders viel. Nach oben sowie nach unten kann eigentlich nichts mehr passieren. Ist der Sportclub vielleicht gerade deshalb ein unangenehmer Gegner?

Polanski: Freiburg ist immer unangenehm. Aber wir müssen uns gar nicht so viel mit dem Gegner beschäftigen sondern gucken, dass wir erstmal wieder zu Hause gewinnen. Wir wollen auf jeden Fall unseren Fans etwas Gutes tun.

SPORT1: Thomas Tuchel ist zum Trainer des Jahres gewählt worden. Was halten Sie als Spieler von ihm?

Polanski: Ich kenne ihn als Trainer und weiß, wie er sich außerhalb des Platzes verhält. Er macht beides sehr, sehr gut. Er hat einen engen und guten Draht zur Mannschaft. Wenn man sieht, wie stark wir uns in den letzten zwei Jahren weiterentwickelt haben, dann ist das ein Verdienst von Thomas und seines Trainerteams und das ist gut für die Mannschaft und für jeden einzelnen Spieler. Er ist ein Top-Mann. Als Trainer und als Mensch.

SPORT1: Kritiker fragen, ob der Trainer und die Mannschaft so eine Leistung wie in dieser Saison bestätigen können wird.

Polanski: In dieser Saison hieß es nach dem siebten Spieltag (Mainz gewann die ersten sieben Spiele, d. R.), dass wir einbrechen würden. Es wird immer Kritiker geben und wir wissen, dass es auch irgendwann einmal nicht so gut laufen wird, aber wir lassen und nicht beirren.

SPORT1: Sie kommen aus Mönchengladbach, haben vor ihrem Wechsel nach Spanien zum FC Getafe lange bei der Borussia gespielt. Was sagen Sie zur momentanen Situation?

Polanski: Nach unseren Spielen gucke ich immer als Erstes, wie Borussia gespielt hat. Ich verfolge die Situation natürlich mit Wehmut, dass es nicht gut läuft. Ich glaube, dass es ganz, ganz schwer wird, im Abstiegskampf noch etwas hinzubiegen.

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