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Claudio Pizarro hat in dieser Saison bislang zehn Ligaspiele verpasst © getty

Vor dem Keller-Gipfel gegen den VfB plagt sich Bremen mit allzu bekannten Sorgen. Träsch formuliert bei SPORT1 eine Kampfansage.

Von Martin Hoffmann und Thorsten Mesch

München - Den einen kommen zwei Wochen Pause im Bundesliga-Betrieb ziemlich gelegen.

Werder Bremen gehört aber zu den Teams, die auf die Länderspielpause lieber verzichtet hatten.

Diese hat den Hanseaten vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) nämlich gleich mehrere Problem-Baustellen aufgehalst.

Baustellen, die den Klub aus dem Rhythmus zu bringen drohen, den er vor der spielfreien Zeit endlich erreicht hatte - und die ihm allzu bekannt vorkommen dürften.

Pause für Pizarro

Mal wieder gibt es Trubel um das Gebaren von Marko Arnautovic. Mal wieder ist Claudio Pizarro verletzt - und mal wieder nicht nur er. Werder muss sich fast vorkommen wie Bill Murray am filmhistorisch gewordenen Murmeltier-Tag.

Mit einer Sprunggelenks-Verletzung kam Pizarro vom Comeback-Einsatz für Perus Nationalteam zurück - zehn bis 14 Tage Pause.

Gegen Stuttgart hätte der Angreifer wegen einer Gelb-Sperre ohnehin gefehlt, er fällt aber eben auch für das Gastspiel in Frankfurt kommende Woche aus.

Was die Bremer doppelt ärgert, hatten sie sich doch gewünscht, dass Pizarro auf die Länderspielreise verzichten würde.

Auch Prödl und Bargfrede fehlen

Pizarro ist nicht allein im Lazarett. Sebastian Prödl fehlt nach einer Gesäßmuskel-OP mindestens bis zum Saisonende.

Philipp Bargfrede muss bei der avisierten Revanche für das 0:6 im Hinspiel wohl mit Fersenproblemen aussetzen. Und auch der Einsatz von Torsten Frings ist nach einem Grippal-Infekt noch nicht zu hundert Prozent sicher.

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Hinzu kommen die altbekannten Langzeitausfälle Naldo, Sebastian Boenisch und Daniel Jensen: Was Wunder, dass Trainer Thomas Schaaf da spöttisch grinsen musste, als ihn ein Reporter bat, "kurz" auf die Verletztensituation einzugehen.

Allofs ermahnt Arnautovic

Und dann ist da eben noch Arnautovic, der nach einem angeblichen Kabinen-Zoff bei Österreichs Nationalteam in den Schlagzeilen ist.

Während Schaaf die Medienberichte als "Blödsinn" bezeichnet und seinen Angreifer in Schutz genommen hat, meldet sich Manager Klaus Allofs nun mit anderen Tönen zu Wort.

"Mit dem Image, das da transportiert wird, können wir nicht leben", zitiert ihn der "Weser-Kurier".

Gegen Stuttgart wird Arnautovic wohl trotzdem im Kader stehen - zu wichtig ist das Kellerduell bei weiterhin nur vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Träsch: "Ein entscheidendes Spiel"

Beim Tabellenfünfzehnten Stuttgart sieht man das ähnlich, wie Christian Träsch im Gespräch mit SPORT1 unterstreicht.

"Natürlich ist das Spiel in Bremen ein entscheidendes Spiel für uns", erklärt der Defensivmann: "Wir wollen unbedingt mit einem Punkt nach Hause gehen."

Nicht nur der Auftritt in Bremen ist für den VfB wegweisend. "Die nächsten drei Spiele sind gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf", weiß Träsch.

Delpierre und Harnik zurück

"Krach-Bumm-Bäng-Spiele" nennt die "Bild" die Partien in Bremen, gegen Kaiserslautern und in Köln in der ihr eigenen Poesie.

Träsch hofft, "dass wir da neun Punkte und unten so gut wie raus sind".

In Bremen kann der VfB wieder auf die zuletzt gesperrten Matthieu Delpierre und Martin Harnik. Fehlen wird dafür Philipp Degen, der an der Leiste operiert werden musste.

Auch der Einsatz von Spielmacher Tamas Hajnal (Wade) ist fraglich.

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