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Jürgen Klopps Dortmunder haben in dieser Saison erst ein Heimspiel verloren © getty

Der Sprengstoff-Fund vor dem Dortmunder Stadion überschattet das Spitzenspiel gegen Hannover. Die Bayern drücken dem BVB die Daumen.

München - Die Gefahr ist gebannt, die Euphorie scheinbar ungebrochen.

Dennoch wird das Duell mit dem Tabellendritten Hannover 96 (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) kein normales Heimspiel für Tabellenführer Borussia Dortmund.

48 Stunden nach dem Sprengstoff-Fund nahe der Arena, die am Samstag mit 80.720 Zuschauern abermals ausverkauft ist, bleibt eine Spur Unbehagen.

Bundeskriminalamt (BKA), die Polizei und auch die BVB-Verantwortlichen bemühen sich vor dem Anpfiff um Normalität.

Polizei-Aufgebot wie beim Derby

"Wir werden die Begegnung so behandeln wie jedes andere Heimspiel auch", erklärt ein Sprecher der Polizei Dortmund. Man werde jedoch verstärkt "Augen und Ohren offen halten".

Mit anderen Worten: Rund 200 Sicherheitskräfte werden voraussichtlich die Begegnung zwischen der Nummer eins und der Nummer drei der Liga begleiten.

Nur beim Derby gegen Schalke werden auch schon mal annähernd 1000 Beamte aufgeboten

Klopp sieht keine Krise

Der BVB versucht trotz der gespannten Lage seine Konzentration auf das Spiel zu richten. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen ist der Druck auf den Spitzenreiter ohnehin gestiegen.

Trainer Jürgen Klopp will von einer Mini-Krise seiner Youngster aber nichts wissen. Man habe zuletzt einmal auswärts verloren und unentschieden gespielt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Da habe ich schon von schlimmeren Krisen gehört. Wir haben zuletzt einige Dinge nicht richtig gemacht, aber ich bin überzeugt, dass wir die richtigen Maßnahmen ergriffen haben", sagt der 43-Jährige.

Bayer lauert

Sollten sich diese Maßnahmen nicht als wirkungsvoll erweisen, könnte es in der Meisterfrage tatsächlich noch einmal spannend werden.

Sieben Punkte beträgt der aktuelle Vorsprung der Dortmunder auf Verfolger Bayer Leverkusen.

Die Werkself kann mit einem Erfolg bei Kaiserslautern (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) seinerseits im Titelrennen bleiben - und bei einer BVB-Pleite noch näher heranrücken.

Bayern setzt auf Schützenhilfe

Auf einen Dortmunder Sieg hofft dagegen der FC Bayern.

[kaltura id="0_45s88fus" class="full_size" title="Bombenalarm beim BVB "]

Bei einem Erfolg der Schwarz-Gelben könnten die Münchner an den Hannoveranern vorbeiziehen und den für die Champions-League-Qualifikation wichtigen dritten Platz erobern. (SERVICE: Der SPORT1-Tabellenrechner)

Vorausgesetzt der Rekordmeister erlaubt sich gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach keinen Ausrutscher.

Alles spricht gegen Gladbach

Zumindest die Statistik spricht für die Bayern. In der Allianz Arena trifft der gefährlichste Angriff (59 Tore) auf die schwächste Defensive (61 Tore).

Und bei den bisherigen 42 Gastspielen in München gewann Gladbach erst einmal, beim 2:1 in der Saison 1995/96.

Mit von der Partie war damals der heutige FCB-Sportdirektor Christian Nerlinger.

Van Buyten verletzt

Verzichten muss die van-Gaal-Elf gegen das Schlusslicht allerdings auf Abwehrspieler Daniel van Buyten.

Der Belgier zog sich bei seinen Länderspiel-Einsätzen einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu.

SPORT1 hat die weiteren personellen Fakten des 28. Spieltags zusammengefasst:

1. FC Kaiserslautern - Bayer 04 Leverkusen

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Abel, Rodnei, Jessen - Tiffert, Kirch - Ilicevic, Moravek, Hlousek - Lakic

Leverkusen: Adler - Balitsch, Schwaab, Reinartz, Kadlec - Vidal, Rolfes - Sam, Ballack, Renato Augusto - Derdiyok

Werder Bremen - VfB Stuttgart

Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Pasanen, Silvestre - Frings - Bargfrede, Borowski - Hunt - Wagner, Marin

Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Delpierre, Molinaro - Träsch, Kuzmanovic - Harnik, Gentner (Hajnal), Gebhart - Pogrebnyak

Bayern München - Borussia Mönchengladbach

Bayern: Kraft - Lahm, Tymoshchuk, Badstuber, Pranjic - Schweinsteiger, Luiz Gustavo - Robben, Müller, Ribery - Gomez

Mönchengladbach: Bailly - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Fink, Nordtveit - Reus, Neustädter, Arango - Idrissou

FSV Mainz 05 - SC Freiburg

Mainz: Wetklo - Bungert, Svensson, Noveski, Fuchs - Fathi - Polanski, Caligiuri - Holtby - Allagui, Schürrle

Freiburg: Baumann - Mujdza, Toprak, Barth, Bastians - Schuster - Caligiuri, Flum, Makiadi, Putsila - Cisse

Borussia Dortmund - Hannover 96 (alle Sa., 15.30 Uhr)

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Sahin - Götze, Lewandowski, Großkreutz - Barrios

Hannover: Fromlowitz - Cherundolo, Haggui, Pogatetz, Schulz - Schmiedebach, Pinto - Stindl, Rausch - Ya Konan, Abdellaoue

1899 Hoffenheim - Hamburger SV (Sa., 18.30 Uhr)

Hoffenheim: Starke - Beck, Vorsah, Compper, Braafheid - Rudy - Vukcevic, Alaba, Babel, Salihovic - Ibisevic

Hamburg: Rost - Diekmeier, Kacar, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Westermann - Ben-Hatira, Ze Roberto, Elia - Petric

1. FC Köln - 1. FC Nürnberg (So., 15.30 Uhr)

Köln: Rensing - Brecko, Geromel, Mohamad, Eichner - Lanig, Petit - Peszko, Podolski, Clemens - Novakovic

Nürnberg: Schäfer - Judt, Wollscheid, Wolf, Plattenhardt - Simons - Hegeler, Cohen, Gündogan, Ekici - Eigler

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt (So., 17.30 Uhr)

Wolfsburg: Lenz - Riether, Madlung, Friedrich, Schäfer - Josue - Koo, Dejagah - Diego - Grafite, Helmes

Frankfurt: Nikolov - Jung, Franz, Russ, Tzavellas - Schwegler, Clark - Ochs, Halil Altintop, Köhler - Gekas

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