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Der VfB Stuttgart und und Werder Bremen sind jeweils seit fünf Partien ungeschlagen © getty

Werder Bremen und der VfB Stuttgart bescheiden sich im Keller-Duell mit kontrollierter Offensive und einer Punkteteilung.

Bremen - Ein großer Schritt war es für beide Teams nicht - und stellte er am Ende sowohl Bremen als auch Stuttgart zufrieden. 373533(DIASHOW: Der 28. Spieltag)

"Ich denke positiv, schlimm wäre eine Niederlage gewesen", kommentierte Werders Vorstandsboss Klaus Allofs das 1:1 (1:1) gegen die Schwaben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Gäste spielten den Ball gern zurück. VfB-Trainer Bruno Labbadia: "Ich kann mit dem einen Punkt sehr gut leben."

Beide wissen, dass im sportlichen Überlebenskampf jeder Punkt zählt, jedes überflüssige Gegentor in der Schlussabrechnung von entscheidender Bedeutung sein kann. Und wenn fast alle Mitkonkurrenten ihre Spiele verlieren, umso besser.

Im Zeichen von Otto Rehhagel

40.500 Zuschauer sahen daher im ausverkauften Weserstadion spätestens nach den beiden Toren von Tamas Hajnal in der 13. und Torsten Frings in der 34. Minute keine Feldschlacht mit offenem Visier, sondern eine doppelseitige kontrollierte Offensive.

Daran hätte der einstige Bremer Übertrainer Otto Rehhagel seine helle Freude gehabt hätte. Den beide Teams einenden Minimalismus fasste Bremens Mittelfeldspieler Clemens Fritz am prägnantesten zusammen:

"Es ging eigentlich nur darum, positive Ansätze mitzunehmen und die Konkurrenten auf Abstand zu halten."

"Wieder ein bisschen verbessert"

Auch Werder-Coach Thomas Schaaf war unüberhörbar bemüht, das vierte Remis vor eigenem Publikum hintereinander verbal zu einem gefühlten Sieg zu veredeln: "Das Unentschieden geht für mich völlig in Ordnung, weil die Leistung gestimmt und die Mannschaft sich wieder ein bisschen verbessert hat."

Tatsächlich waren die Hanseaten dem Dreier näher, Gästetorhüter Sven Ulreich jedoch hatte etwas dagegen und hielt mit mehreren sehenswerten Glanzparaden den wertvollen Auswärtszähler fest.

Der 22-Jährige ist mittlerweile so etwas wie das Spiegelbild des Aufwärtstrends bei den Stuttgartern, die zum fünften Mal in Folge unbesiegt blieben.

Von Labbadia ins zweite Glied versetzt, nutzte der einstige U-21-Nationalkeeper die Verletzung seines Torwartrivalen Marc Ziegler, um sich im zweiten Anlauf den Stammplatz im VfB-Gehäuse zu sichern.

Ulreich mit einem "guten Gefühl"

Labbadia: "Sven ist irgendwie ein Beispiel für unsere erfreuliche Entwicklung. Er hat sich sein Comeback redlich erarbeitet."

Allerdings: Der begabte, aber nicht immer nervenstarke, Schlussmann weiß mittlerweile nur zu gut, wie schnell man im Profifußball aus dem Geschäft sein kann.

"Das habe ich ja gerade erlebt, deshalb werde ich auch nicht gleich euphorisch. Viel wichtiger ist für mich und die Mannschaft, dass wir es selbst in der Hand haben, die Klasse zu halten. Das ist ein gutes Gefühl", sagte Ulreich.

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