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Milijove Novakovic spielt seit 2006 beim 1. FC Köln © getty

In der Nachspielzeit entscheidet der Slowene eine schwache Partie zwischen Köln und Nürnberg. Die "Geißböcke" klettern fleißig.

Köln - Der 1. FC Köln hat in der "Festung Müngersdorf" einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der Bundesliga gemacht und für einen neuen Vereinsrekord gesorgt.

Zwei Wochen nach der 2:6-Pleite beim Hamburger SV gewann das Team von Trainer Frank Schaefer 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg und feierte damit seinen siebten Heimsieg in Serie (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Milivoje Novakonic sorgte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit (90.+2) dafür, dass die bisherige Bestmarke der Kölner aus der Saison 1987/88, als Christoph Daum noch FC-Trainer war, überboten wurde.

Der Club, der zuvor fünfmal in Folge auswärts ungeschlagen war, verpasste seinerseits den möglichen Sprung auf den fünften Platz.

"Abnutzungskampf" mit Kölner Happy End

"Es war ein enges Spiel, in dem um jeden Meter gefightet wurde. Es war ein Abnutzungskampf, in dem wir am Ende den Lucky Punch gesetzt haben", sagte FC-Coach Frank Schaefer und Nationalspieler Lukas Podolski ergänzte: "Gemessen an der Tabellensituation war der Dreier lebenswichtig. Wir hätten das Tor jedoch schon vorher machen können."

Nürnbergs Jens Hegeler meinte: "Es war ein ausgeglichenes Spiel. Es war klar, das der gewinnt, der das erste Tor macht. Dass es ausgerechnet in der letzten Minute gefallen ist, ist natürlich bitter."

Podolski und Novakovic mit wenig Platz

Vor 49.000 Zuschauern im Kölner WM-Stadion zeigten die Rheinländer von Beginn an eine engagierte Leistung, die allerdings nicht mit der Führung belohnt wurde.

Der Club, der vor zwei Wochen durch das 1:3 gegen Werder Bremen einen Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze erlitten hatte, stand in der Abwehr sehr massiert und ließ den Kölner Torjägern Lukas Podolski und Novakovic zunächst nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Im Spiel nach vorne lief bei den Franken wenig zusammen.

Poldi vergibt dicke Chance

Die beste Chance der Kölner vergab Podolski, der in der 20. Minute nach einer präzisen Flanke von Miso Brecko freistehend vor FCN-Torwart Raphael Schäfer zum Kopfball kam, aus sechs Metern aber das Ziel verfehlte 373533(DIASHOW: Der 28. Spieltag).

In der 29. Minute verhinderte Schäfer dann gegen Slawomir Peszko das 0:1. Vier Minuten später schoss Youssef Mohamad nach gutem Zuspiel von Podolski aus 12 Metern neben das Tor. Die Nürnberger Angriffsbemühungen endeten dagegen zumeist an der Kölner Strafraumgrenze.

Aufreger um Wolf und Mohamad

Lediglich Ilkay Gündogan prüfte FC-Torwart Michael Rensing einmal nach einer halben Stunde. Jens Hegeler hatte in der 38. Minute noch eine Gelegenheit in einer Begegnung, die vor dem Halbzeitpfiff zunehmend härter und hektischer wurde.

Nachdem kurz vor dem Wechsel Nürnbergs Kapitän Andreas Wolf und Mohamad aneinandergeraten waren, forderten die Gäste einen Platzverweise gegen den Kölner wegen Nachtretens. Schiedsrichter Florian Meyer aus Burgdorf tat aber gut daran, beide Akteure zu verwarnen.

Köln nach der Pause besser

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Hausherren ihre Angriffsbemühungen, die beste Chance vergab Novakovic nach Vorlage von Podolski in der 68. Minute.

Die Nürnberger verlegten sich ihrerseits auf Konter, ohne dabei große Möglichkeiten herauszuspielen. Auf der anderen Seite vergab Novakovic in der 86. Minute eine Riesenchance, als Club-Keeper Schäfer mit dem Fuß klären konnte.

Geromel überzeugt nach Verletzung

Bei den Kölnern war Pedro Geromel nach seinem auskurierten Muskelfaseriss wieder in die Abwehrviererkette gerückt. Nürnbergs Trainer Dieter Hecking musste die gesperrten Javier Pinola und Timothy Chandler ersetzen, für die Marvin Plattenhardt und Juri Judt in der Startelf standen.

Beste Kölner waren Geromel und Podolski, bei den Franken überzeugten vor allem Wolf, der allerdings wegen seiner rustikalen Spielweise am Rande eines Platzverweises stand und in der 63. Minute ausgewechselt wurde, und Almog Cohen.

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