SPORT1-Experte Udo Lattek prophezeit dem BVB nach der Saison schwere Zeiten. Bayerns Robben werde sich nicht aufhalten lassen.

Hallo Fußball-Freunde,

Borussia Dortmund hat am Samstag den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Titel gemacht.

Der entscheidende Punkt war, dass das Gegentor gefallen ist und man zurückgelegen hat - und aus dieser Geschichte nochmal nach vorne gekommen ist.

Da haben die Dortmunder alles abgeworfen, was sie belastet hat. Da haben sie gezeigt, wie gut und schnell sie Fußball spielen können.

Für mich ist klar: Sie werden auch Meister werden. Aber: Die schwere Situation beginnt für den Trainer erst in der nächsten Saison.

Wenn die Spieler dann Angebote bekommen und dies und das und jenes passiert. Die Messe ist da noch nicht gelesen.

Beim großen Ende muss sich Jürgen Klopp noch beweisen. Er ist ein hervorragender Trainer, er hat bis jetzt alles super gemacht, aber das muss er weiterhin so durchziehen.

Auch bei Bayern wird die neue Saison interessant, wenn man sich die Abwanderungsgedanken ihrer Stars ansieht - für den Fall dass die Champions-League-Qualifikation misslingt.

Man kann erzählen, was man will, aber wenn ein Spieler wirklich weg will und das entsprechende Angebot kommt, dann geht dieser Spieler auch.

Franck Ribery und Arjen Robben fordern Verstärkungen für die Mannschaft und das sind Dinge, die sich in der Mannschaft negativ festsetzen.

Der Trainerwechsel zu Jupp Heynckes wird Bayern aus meiner Sicht nicht dramatisch verändern.

Jupp Heynckes ist ein Ehrenmann, ein guter Trainer, aber man sollte nicht denken, dass die Mannschaft alles übernimmt, was er ihr erzählt.

Eine Mannschaft wie die des FC Bayern entwickelt ihren eigenen Stil, der Trainer interessiert dann gar nicht mehr so. Die Mannschaft sagt sich: "Der Trainer geht, dann ist er halt weg und wir bekommen halt einen Neuen."

Zum anhaltenden Fan-Widerstand gegen eine mögliche Verpflichtung von Manuel Neuer sage ich so viel:

Egal ob der Spieler Neuer oder irgendwie anders heißt, wenn er zum FC Bayern kommt und ein gutes Spiel abliefert, dann ist das größte Problem schon mal abgebaut.

Macht er dann noch ein gutes zweites Spiel, dann rufen schon alle: "Das ist unser Manuel Neuer." Das wird so kommen.

Ich halte es für ein bisschen verrückt zu sagen, der Neuer darf nicht zu Bayern kommen. Wenn ich als Verein die Möglichkeit habe, so einen Spieler zu verpflichten, dann muss ich ihn holen.

Eine andere Frage stelle ich mir aber auch: Ich kenne Uli Hoeneß ja ganz gut, kann aus seinen Augen lesen und weiß, dass er mit den Dingen ein bisschen spielt.

Wenn er in Sachen Neuer so nach vorne geht, frage ich mich, was will er damit? Will er die Leute ablenken? Will er sagen, den nehmen wir nicht? Irgendwas ist da im Raum, denn sonst würde Uli so ein Ding nicht in die Gegend setzen.

Bis nächste Woche!Euer Udo Lattek

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