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Christian Heidel führte den FSV Mainz 05 als Manager 2004 erstmals in die Bundesliga © getty

Christian Heidel glaubt im SPORT1-Doppelpass nicht an einen Philosophie-Wechsel in Mainz. Die Heimschwäche nimmt er gelassen hin.

München - Die Welt beim FSV Mainz 05 steht in dieser Saison auf dem Kopf.

Nicht nur, weil die Mainzer in der Hinrunde den Bundesliga-Startrekord mit sieben Siegen in Folge einstellten und immer noch überraschend auf Platz fünf der Tabelle stehen.

Sondern auch aufgrund der Zusammensetzung der bisher 45 Punkte.

28 Zähler hat das Team von Trainer Thomas Tuchel auswärts geholt, nur 17 zuhause, ist in der Auswärtstabelle Dritter, in der Heimtabelle nur 15. 373533(DIASHOW: Der 28. Spieltag)

Vergangene Saison (Auswärts 14 Punkte, Platz 15 / Heim 33 Punkte, Platz 5) war es quasi umgekehrt.

Das 1:1 gegen den SC Freiburg war das sechste sieglose Heimspiel in Folge - und eine verpasste Chance beim Versuch, den Europa-League-Platz abzusichern.

Mainz-Manager Christian Heidel sieht als Gast im SPORT1-Doppelpass trotzdem keinen Grund zur Besorgnis. Die Saison werde für Mainz so oder so ein Erfolg sein.

SPORT1 hat die wichtigsten Aussagen von Heidel zusammengefasst.

Christian Heidel über...

die Hoffnung, sich für die Europa League zu qualifizieren:

"Nachdem ich jetzt gehört habe, dass die Bayern vielleicht spekulieren, gar nicht Europa League spielen zu wollen, reicht ja vielleicht auch der sechste Platz. Ich kann Bayern nur sagen: Wir würden es gerne mitnehmen!

Aber um es deutlich zu sagen: Damit steht und fällt Mainz 05 nicht. Wir würden natürlich gerne Europa League spielen, das ist für Mainz 05 etwas ganz Außergewöhnliches - und wir haben die Fahrten nach Jerewan und Island (im UEFA-Cup 2005, Anm. d. Red.) immer sehr genossen."

das 1:1 gegen den SC Freiburg:

"Wir sind immer noch auf dem fünften Platz, was für uns außerordentlich gut ist. Aber wir haben gestern sicherlich kein gutes Spiel abgeliefert - wir hätten besser spielen können. Wir sind ein bisschen traurig, aber auch das vergeht."

die Heimschwäche von Mainz 05:

"Die Leute in Mainz sind sehr realistisch. Wenn wir zuhause genauso stark wären wie auswärts, dann müsste sich Jürgen Klopp Gedanken machen.

Wir sind Mainz 05, wir haben zuhause momentan ein paar Probleme, aber wir sind eigentlich sehr optimistisch, dass wir die abstellen können. Wir haben noch drei Heimspiele und wir wollen in diesen drei Heimspielen punkten."

die Frage, ob Mainz 05 lediglich als Ausbildungsverein der Bundesliga dient:

"Ich glaube, die Hälfte der Bundesliga ist ein Ausbildungsverein, weil die wirtschaftlichen Unterschiede einfach derart groß sind. Da sind wir in trauter Gesellschaft.

Wenn die großen Vier, Fünf kommen, dann kann kein Klub in der Bundesliga mithalten. Damit leben wir seit vielen, vielen Jahren."

den Wechsel von Andre Schürrle:

"Mainz 05 ist wirtschaftlich nicht so aufgestellt, dass wir ein Angebot in der Dimension, wie wir es jetzt zum Beispiel für Andre Schürrle hatten, ablehnen können. Das wollen wir auch gar nicht.

Für uns war es eigentlich ein perfekter Wechsel. Deswegen müssen wir uns nicht neu erfinden, denn die Idee wird dieselbe bleiben. Wir müssen nur ab und zu, hier und da das Personal austauschen."

die Saisonziele von Mainz 05:

"Egal wo wir in dieser Saison landen, ob wir Fünfter, Sechster oder Neunter werden: Das Ziel für die nächste Saison ist der Klassenerhalt, auch wenn viele darüber lachen.

Wir wollen in der Bundesliga bleiben, wenn was Besseres dabei rauskommt, prima. Aber für Mainz 05 ist es immer noch etwas außergewöhnliches, erste Bundesliga zu spielen.

Wenn mir einer vor zehn Jahren erzählt hätte, Mainz 05 spielt in der Bundesliga und ich sitze hier beim Doppelpass - ich hätte ihn für verrückt erklärt."

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