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Mario Mandzukic (M.) kam vor der Saison von Dinamo Zagreb zu den "Wölfen" © getty

Beim Duell Magath gegen Daum gibt es keinen Sieger. Mandzukic trifft gegen Frankfurt zum umjubelten Ausgleich. Friedrich fliegt.

Wolfsburg - Frust bei Felix Magath, Freude bei Christoph Daum:

Im Bundesliga-Kellerduell zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt verpasste "Magier" Magath beim 1:1 (0:0) auch bei seinem zweiten Auftritt als Trainer der "Wölfe" einen Sieg.

Die "Wölfe" rutschten mit 28 Punkten in immer größere Abstiegsnot. 373533(DIASHOW: Der 28. Spieltag)

"Motivator" Daum indes holte bei seinem Liga-Comeback den erhofften Auswärtspunkt und führte die Hessen mit nun 32 Punkte auf Rang 13.

Alexander Meier (59.) hatte Frankfurt überraschend mit 1:0 in Führung geschossen, ehe der verdiente Ausgleich durch Mario Mandzukic (85.) eine totale Wolfsburger Pleite verhinderte.

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Magath sauer

"Wir haben ein klares Abseitstor kassiert und einen unberechtigten Platzverweis hinnehmen müssen", meinte Magath.

"Angesichts der Fehlentscheidungen des Schiedsrichters bin ich froh, dass wir noch einen Punkt geholt haben."

Daum würdigte die kämpferische Vorstellung seiner Mannschaft: "Ich bin hochzufrieden mit dem Punkt zum Auftakt. Glückwunsch an die Mannschaft."

Schwarzer Tag für Wolfsburg

Die mitgereisten Frankfurter Fans unter den 28.000 Zuschauern feierten Daum, der den Hessen wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt machte.

Wolfsburg erlebte dagegen einen schwarzen Tag.

Zunächst gelang trotz Überlegenheit kein Treffer, dann kassierte der VfL den Gegentreffer und in der 70. Minute sah Nationalspieler Arne Friedrich nach einem Zweikampf mit Marco Russ eine höchst umstrittene Gelb-Rote Karte.

Immerhin hatte der Meister von 2009 Glück, dass ein hartes Foul von Diego an Patrick Ochs nicht geahndet wurde, denn wenig später gab der Brasilianer die Vorlage zum 1:1.

Helmes mit drei Topchancen

Im Duell der beiden schlechtesten Mannschaft der Rückrunde hatten die Gastgeber vor 28.000 Zuschauern zuvor große Schwächen gezeigt.

Wintereinkauf Patrick Helmes scheiterte gleich dreimal (42./52./55.) allein vor dem gegnerischen Gehäuse.

Magath, der das Spiel bis zum Gegentor meist gelassen von seiner Trainerbank aus beobachtete, kehrte zu seiner Heimpremiere auf seine Lieblingsformation mit einer Mittelfeldraute und zwei Spitzen zurück.

Diego mühte sich im Mittelfeld um die Spielkontrolle, doch stets waren mehrere Gegenspieler in seiner Nähe.

In der 13. Minute scheiterte er mit einem platzierten Freistoß an Eintracht-Keeper Ralf Fährmann.

Fünfte Gelbe Karte für Ochs

Zuvor sah Frankfurts Kapitän Ochs nach einem Foul die fünfte Gelbe Karte gesehen und fehlt im nächsten Spiel.

Daum, der kurz vor Spielbeginn seinen feinen Zwirn gegen einen Trainingsanzug tauschte, lief bei seinem ersten Bundesliga-Spiel nach knapp zwei Jahren deutlich aufgeregter als Magath an der Seitenlinie hin und her.

Der 57-Jährige setzte zunächst ganz auf Defensive und auf ordnete sein Team in einem 4-2-3-1-System.

"Wir spielen sehr geordnet, obwohl Wolfsburg die geschlossenere Mannschaft ist. Wir stehen hier erheblich unter Druck", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen zur Halbzeit.

Von der Eintracht war bis zur Führung aber in der Offensive fast nichts zu sehen.

Führung aus dem Nichts

Dann rächte sich die Wolfsburger Fahrlässigkeit im Abschluss. Nach einem Konter in der 59. Minute kam die Eintracht wie aus dem Nichts zum 1:0.

Zunächst konnte VfL-Keeper Diego Benaglio einen Distanzschuss von Halil Altintop nur abklatschen, dann setzte Meier den Ball im Nachschuss in die Maschen.

Fortan igelte sich die Eintracht wieder hinten ein, und die Gastgeber starteten einen Angriff auf den nächsten.

In der 67. Minute setzte Nationalspieler Friedrich einen Weitschuss knapp übers Tor, ehe er kurz danach vom Platz musste.

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