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Grafite (l.) wechselte 2007 für 7,5 Millionen Euro von Le Mans nach Wolfsburg © getty

Nach einem Zusammenprall im Training setzte der Atem des 29-Jährigen aus. Dank Ricardo Costas Eingreifen wurde Schlimmeres verhindert.

München/Wolfsburg - Drama um Wolfsburgs Torjäger Grafite:

Nach einem Zusammenprall im Training am Montagnachmittag setzte der Atem des 29-Jährigen aus.

Erst durch das beherzte Eingreifen von VfL-Verteidiger Ricardo Costa konnte Schlimmeres verhindert werden.

Der Portugiese zog Grafites Zunge aus dem Hals, sonst wäre der Brasilianer möglicherweise erstickt.

Grafite war zuvor im Fallen von Sascha Riethers Knie an der Schläfe getroffen worden, was zur Bewusstlosigkeit und zum Verrutschen der Zunge vor die Luftröhre geführt hatte.

Mit Notarztwagen ins Krankenhaus

Nach dem Aufwachen wenig später stand Grafite unter Schock und zitterte am ganzen Körper.

Die VfL-Masseure übernahmen die erste Behandlung und trugen den Stürmer auf einem Tisch vom Trainingsplatz.

Dort wurde er eine knappe Viertelstunde nach dem Vorfall von einem Notarztwagen mit Blaulicht ins Wolfsburger Krankenhaus gefahren.

Am Abend dann die Entwarnung.

"Nichts Lebensbedrohliches"

"Es geht ihm besser. Er ist wieder klar und macht einen normalen Eindruck", sagte Trainer Felix Magath den "Wolfsburger Nachrichten".

"Es ist nichts Lebensbedrohliches."

Dienstagnachmittag folgte dann die genaue Diagnose: Grafite erlitt einen Bruch des Felsenbeins am Ohr, einem Abschnitt des Schläfenbeins. Vorerst bleibt er zur Behandlung im Krankenhaus.

"Ich bin froh, dass es so glimpflich ausgegangen ist", erklärte Magath.

Damit fehlt der Torjäger, der am Samstag beim 4:1 gegen Stuttgart seinen elften Saisontreffer erzielt hatte, am Donnerstag im UEFA-Cup in Braga.

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