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Delron Buckley (r., mit Bollmann) erzielte in 29 Spielen für die Arminia 15 Tore © getty

"Er gehört zu den Spielern, die wir suchen", sagt Arminia-Trainer Frontzeck, der seine Elf vor einer "schwierigen Aufgabe" sieht.

Von Christian Stüwe

München/Bielefeld - Es scheint so, als wären Artur Wichniareks Tage als Alleinunterhalter im Angriffszentrum von Arminia Bielefeld bald gezählt.

Denn der Pole, der für neun von 14 Saisontreffern der Ostwestfalen verantwortlich ist, könnte schon bald einen neuen Stürmer an seine Seite gestellt bekommen.

Im Zentrum des Bielefelders Interesse befindet sich offenbar der Dortmunder Delron Buckley.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung ist die Rückkehr auf die Alm sogar schon perfekt.

"Es ist ja nichts Neues, das eine gewisse Zeitung so etwas früher zu wissen glaubt, als die Leute, die unmittelbar damit zu tun haben", wollte Arminia-Trainer Michael Frontzeck den Wechsel von Buckley noch nicht bestätigen.

"Er ist der Spielertyp, den wir suchen"

Das generelle Interesse dementierte der Coach aber nicht. "Er ist der Spielertyp, den wir suchen würden und er gehört zu den Spielern, die für uns interessant sind", erklärte der 44-Jährige.

"Ein Linksfuß, der Schnelligkeit mitbringt, der variabel einsetzbar ist."

Alles dies trifft auf Buckley zu, der in der Spielzeit 2004/05 bei der Arminia unter dem damaligen Trainer Uwe Rapolder 15 Tore erzielte und die wohl erfolgreichste Zeit seiner bisherigen Karriere erlebte.

Danach wechselte der Südafrikaner zu Borussia Dortmund, schaffte dort aber nicht den Durchbruch und wurde oft sogar als linker Verteidiger eingesetzt. In dieser Saison spielte Buckley aber trotz der Verletzung von Dede auch auf dieser Position kaum eine Rolle.

"Delron Buckley hatte hier eine gute Zeit", weiß Frontzeck um die Situation: "Wir haben uns im Sommer sehr bemüht. Doch er und sein Berater haben damals einen anderen Weg eingeschlagen. Die Situation ist jetzt sicherlich eine andere geworden."

Ähnlichkeiten zu Wichniarek

Buckley und die Arminia - das könnte passen. Zumal die Situation an Wichniarek (Spielerporträt) erinnert, der nach erfolgreichen Jahren in Bielefeld zur Hertha wechselte, aber seine Torjägerqualitäten erst in Ostwestfalen wiederfand.

Derzeit ist die Arminia abhängig von "König Arturs" Treffern. Ein weiterer torgefährlicher Angreifer muss her, auch wenn sich die Lage nach dem unerwarteten Heimsieg gegen Bayer Leverkusen deutlich gebessert hat.

"Der Sieg hat uns sehr gut getan und war in erster Linie ungemein wichtig für uns als Mannschaft", erklärt Frontzeck:

"Weil wir in den letzten Wochen mit viel Aufwand gespielt haben, gute Spiele gemacht haben und dafür nicht mit drei Punkten belohnt worden sind. Dann ist es immer schwierig, in so einer Phase das Selbstvertrauen aufrecht zu erhalten."

Zuversichtlich nach Hoffenheim

Nun ist das Selbstvertrauen wieder da in Ostwestfalen. Das geht sogar soweit, dass Geschäftsführer Roland Kentsch im Hinblick auf das anstehende Spiel bei Spitzenreiter Hoffenheim im "kicker" ankündigte: "Die schlagen wir."

Frontzeck will die Aussage des Geschäftsführers nicht überbewerten: "Ich denke, Roland Kentsch hat sich genauso wie die Mannschaft über den Sieg gegen Leverkusen gefreut. Da kann man es verzeihen wenn man direkt nach dem Spiel angesprochen wird und noch ein bisschen euphorisch ist. Ich glaube, er hat es ein bisschen ironisch gemeint."

Das Spiel beim Tabellenführer stuft Frontzeck ungemein schwer ein: "Hoffenheim hat zu Hause bisher nur zwei Punkte abgegeben. Die haben eine Serie, das wird eine sehr schwierige und komplizierte Aufgabe."

Schweres Restprogramm

Mit Hoffenheim, dem Heimspiel gegen Dortmund und dem abschließenden Auswärtsspiel in Hannover hat Bielefeld "noch einiges vor der Brust", wie Frontzeck es ausdrückt.

Zwölf Punkte hat die Arminia hat auf der Habenseite, Frontzeck will sich nicht darauf festlegen, wie viele es noch bis zur Pause werden sollen.

Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hatte kürzlich vermutet, dass 30 Punkte zum Klassenerhalt reichen könnten, der Cottbuser Manager Steffen Heidrich geht gar von 27 Zählern aus. (Ergebnisse und Tabelle)

Auch Frontzeck glaubt, dass "die Faustregel mit den 40 Punkten nicht mehr gültig ist."

Daher bleibt er gelassen: "Wir sind letztes Jahr mit 34 Punkten drin geblieben. Man braucht sicherlich nicht mehr so viele Punkte, wie das einmal üblich war."

Zumal in den Arminen in der Rückrunde ein neuer Stürmer zur Verfügung stehen wird - und der wird sehr wahrscheinlich ein alter Bekannter sein.

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