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Uli Hoeneß holt Franck Ribery 2007 von Olympique Marseille zum FC Bayern © getty

Der Franzose und Mario Gomez bekunden den Willen, bei Bayern zu bleiben. Riberys Bekenntnis ist aber nicht ganz wasserdicht.

Von Martin Hoffmann

München - Er will beim FC Bayern bleiben. Er will sich aber auch nicht darauf festnageln zu lassen.

Franck Ribery gibt ein Bekenntnis zum Rekordmeister ab, das nicht ganz wasserdicht ist.

"Für mich, in meinem Kopf, bleibe ich beim FC Bayern", erklärt er in einem "tz"-Interview gleich zweimal: "Ich will nicht an einen Wechsel denken, mich nicht damit beschäftigen."

Der Franzose, der an diesem Donnerstag 28 Jahre alt wird, verweist auf seinen bis 2014 laufenden Vertrag und hält fest: "Ich fühle mich gut hier. Ich will nicht weg." 241095(DIASHOW: Planspiele des FC Bayern)

Ausweichmanöver auf die direkte Frage

Der direkten Frage, ob er einen Verbleib versprechen könne, weicht er zuvor aber aus: "Diese Frage ist für mich im Moment nicht wichtig. Wichtig ist, dass ich gut spiele und wir alles gewinnen."

Und so lesen sich seine Erklärungen wie der Versuch, einerseits den Willen zu bleiben möglichst klar zu bekunden - ohne sich dabei die Hintertür ganz zuzuschlagen.

Die Frage nach Riberys Zukunft ist durch das mögliche Verpassen der Champions-League-Qualifikation wieder aktuell geworden (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Europa League "ist kein Spaß"

Vor diesem Hintergrund hat Arjen Robben seinen Verbleib in Frage gestellt - und ist auch nach einem Machtwort von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ein Bekenntnis schuldig geblieben.

"Das ist schwierig für einen großen Spieler, wenn dein Verein nicht sicher in der Champions League spielt", sagt auch Ribery:

[kaltura id="0_fcjt99oi" class="full_size" title="Bayern Fans diskutieren ber Neuer"]

"Ich habe das in meinem ersten Jahr bei Bayern gemacht, ich habe UEFA-Cup gespielt. Das ist kein Spaß."

Gomez plant langen Verbleib

Trotzdem wünscht er sich, dass die Stützen der Mannschaft an Ort und Stelle bleiben: "Natürlich. Für Bayern ist es wichtig, dass Robben, Ribery, Schweinsteiger und Lahm bleiben."

Der in der Auflistung fehlende Mario Gomez erklärt in der "Bild" ebenfalls die Absicht zu bleiben:

"Es ist nicht so, dass ich vorhabe, den Verein zu verlassen. Auch nicht nach Ablauf meines Vertrages", so der bis 2013 gebundene Nationalstürmer.

Kritik an Hoeneß-Attacken

Unisono ärgern sich Ribery und Gomez über die massiven Fan-Attacken auf Präsident Uli Hoeneß.

"Uli Hoeneß ist ein großer Mann. Und er lebt 1000 Prozent für den Klub, er hat ihn zu 1000 Prozent im Herzen", erklärt Ribery: "Ich weiß, dass ihm das sehr wehtut. Wie kann man ihn nur beschimpfen? Ich kann das nicht verstehen, das ist nicht gut."

Ribery betont seine besondere Beziehung zu Hoeneß: Sie sei "noch ein bisschen besser" als die zu den anderen Vereinsoberen, "das ist etwas Außergewöhnliches".

Gomez ergänzt: "Ich kann die Pfiffe gegen Uli Hoeneß nicht verstehen. Er hat den Verein groß gemacht. Der Mann lebt für den Verein. Es ist schade, dass so etwas passiert."

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