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Im Hinspiel gab es für Daems (r.) und seine Gladbacher einen klaren 4:0-Erfolg © imago

Vier Siege sollen Gladbach retten. Hanke und Ex-Trainer Frontzeck trauen der Borussia gegen Köln einen ersten Schritt zu.

Von Christian Stüwe

München - Auf ein simples Rechenspiel stützen sich die Hoffnungen von Borussia Mönchengladbach.

Vier Siege aus den letzten sechs Partien sollen her und den Gladbachern mit dann 35 Punkten den Klassenerhalt oder zumindest die Teilnahme an der Abstiegs-Relegation bringen.

Es wäre ein kleines Wunder. Für Trainer Lucien Favre ist das aber durchaus "machbar".

Im Derby gegen Köln am Sonntag (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) muss dafür aber ohne Wenn und Aber ein Sieg her.

"Wir werden heiß sein"

Das ohnehin brisante Spiel wird für Gladbach zur letzten Chance. Dem Erzrivalen aus der Domstadt bietet sich wiederrum die Gelegenheit, den ungeliebten Nachbarn in den Abgrund zu stoßen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir werden heiß sein und alles für einen Sieg geben", sagt Borussia-Stürmer Mike Hanke zu SPORT1.

Die Winter-Verpflichtung rechnet mit einer explosiven Atmosphäre: "Im Vorfeld wird die Stimmung sicherlich angeheizt."

4:0-Klatsche im Hinspiel

Dies dürfte allerdings kaum noch nötig sein. Denn im Hinspiel fegten die Gladbacher den FC im eigenen Stadion mit 4:0 vom Platz.

Doch in der Folge gelang den Kölnern unter Trainer Frank Schaefer ein bemerkenswerter Aufstieg. Die 35 Punkte, von denen die Borussia träumt, haben die "Geißböcke" bereits auf ihr Konto geschaufelt.

Und die Demütigung aus der Hinrunde dürfte noch nicht vergessen sein.

Frontzeck traut Borussia Sieg zu

"Das Hinspiel war eine tolle Sache", erinnert sich Michael Frontzeck, damals noch Gladbacher Trainer, bei SPORT1.

"Die Kölner haben sich aber mittlerweile frei gespielt und eine tolle Heimserie gestartet", erklärt Frontzeck weiter: "Sie können befreit aufspielen und kommen nach der Hinspiel-Niederlage sicherlich hoch motiviert nach Gladbach."

[kaltura id="0_49y6pelx" class="full_size" title="Favres Rechenspiele"]

Dennoch, den Glauben an sein altes Team hat der Trainer noch nicht verloren.

"Ich glaube, dass die Borussia in der Lage ist, Köln zu schlagen", sagt Frontzeck, der allerdings nicht mehr an den direkten Klassenerhalt glaubt: "Und dann hat man in den letzten fünf Spielen noch die Möglichkeit, den Relegationsplatz zu erreichen."

De Camargo fehlt doch

Eine Hoffnung der Gladbacher zerstörte sich schon am Freitag: Igor de Camargo kann nicht wie erhofft in die Mannschaft zurückkehren, wird immer noch von einer Innenbandverletzung im Knie gestoppt. (Die voraussichtilchen Aufstellungen)

Ganz im Gegensatz zu den Kölner Stürmern Lukas Podolski und Milivoje Novakovic. Jeweils zwölf Treffer haben die beiden erzielt, vor allem in der Rückrunde trumpfte das FC-Sturmduo groß auf.

Podolski: Kein Mitleid

Und Podolski stellte gleich mal klar, dass die "Fohlen" keine Geschenke vom rheinischen Nachbarn zu erwarten haben.

"Wir wollen die drei Punkte", sagte der Nationalspieler: "Da habe ich kein Mitleid, auch wenn uns nächste Saison die Derbys fehlen werden."

Zuletzt stellte der FC mit sieben Heimsiegen in Folge einen Vereinsrekord auf. Auswärts lässt das Team jedoch Konstanz vermissen.

"Das sind zwei verschiedene Welten, zwei verschiedene Mannschaften", räumte Podolski ein. Die Kölner Schwäche auf fremden Plätzen dürfte der Borussia Mut machen.

Favre: Siegen, oder wir sind tot!

"Wir haben uns vier Siege vorgenommen", sagt Verteidiger Martin Stranzl: "Jetzt gilt es, gegen Köln den ersten Dreier einzufahren und dann die weiteren drei Siege."

Nach dem Spiel gegen Köln sind Mainz, Dortmund, Hannover, Freiburg und Hamburg die weiteren Gegner. Dass es angesichts dieses Restprogramms nicht einfach wird, die anvisierten Siege einzufahren, weiß auch Trainer Favre.

"Die Tabelle ist klar, wir brauchen jetzt Siege, sonst sind wir tot", brachte es der Schweizer in der "Bild" auf den Punkt.

Und ausgerechnet der 1. FC Köln könnte schon anfangen, das Grab zu schaufeln.

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