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Der 22-jährige Lars Stindl ist seit 2010 bei Hannover 96 unter Vertrag © getty

Bei SPORT1 spricht Lars Stindl über direkte Konkurrenten in der Liga und erklärt, warum 96 nächste Saison international spielt.

Von Christian Paschwitz

München - Er ist einer der Dauerbrenner von Hannover 96: In dieser Saison stand Lars Stindl in jeder Partie für die Niedersachsen auf dem Platz.

Dabei war es nach dem Wechsel vom KSC zu 96 nicht klar, ob der 22-Jährige einen Stammplatz im Team erobern könnte.

Jetzt will der Mittelfeldmann unbedingt in der nächsten Saison international auf Reisen gehen, er darf sogar auf die Champions League schielen.

Allerdings muss Hannover nach der Pleite gegen Dortmund (Nachbericht) auch aufpassen, nicht in einen Negativstrudel zu geraten.

Fünf Punkte beträgt das Polster auf den kommenden Gegner Mainz 05 (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) - nach oben fehlt ein Punkt auf die Bayern und somit Platz drei.

"Das Spekulieren über die Europa League ist nicht verboten, aber Champions League ist mir ein bisschen zu viel", sagt Trainer Mirko Slomka.

19 Jahre ist es schon her, dass die Roten das letzte Mal international spielten - damals noch im Europapokal der Pokalsieger (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Im SPORT1-Interview spricht Stindl über den Saisonendspurt, die Mainzer Stärken und Hannovers Kampfkraft.

SPORT1: Durch die Niederlage in Dortmund ist Platz drei zunächst mal weg und damit vorerst auch das Thema Champions League etwas in die Ferne gerückt. Wie steht es um die Gemütslage in der Mannschaft? Trauern Sie dem noch immer nach oder gilt die Einstellung: Jetzt erst Recht!

Lars Stindl: Nein, aus solchen Niederlagen ziehen wir als Spieler und natürlich das Trainerteam die richtigen Schlüsse, dann haken wir das gemeinsam ab und konzentrieren uns auf die kommende Partie. Das ist das Spiel gegen Mainz. Da sollten wir wieder gewinnen und damit weitere wichtige Punkte für unseren Platz in Europa sammeln.

SPORT1: Sind Sie nicht ein wenig innerlich zerrissen hinsichtlich der beiden Richtungen, in die die Saison nun auf die Zielgerade geht? Zum Einen kämpfen Sie um den Einzug in die Königsklasse, zum anderen muss 96 aufpassen, nicht aus den Europa-League-Rängen zu fallen.

Stindl: Wir sollten in beide Richtungen gucken und uns vor allem weiter konzentrieren, immer auf das nächste Spiel, damit sind wir in dieser Saison bisher gut gefahren.

SPORT1: Einigkeit hierzu scheint es bei 96 nicht komplett zu geben. Während Präsident Martin Kind fordert, keinesfalls schon die Champions League abzuhaken, sagen einige Spieler wie auch Christian Schulz, man dürfe nur noch nach unten und Platz fünf schauen.

Stindl: Das ist ja beides richtig. Wir können das eine tun und sollten das andere nicht lassen. Auch wenn die Bayern mit ihrer Klasse sicher alles tun werden, um Platz 3 zu verteidigen.

SPORT1: Bayern hat auch kein einfaches Restprogramm: Müsste man angesichts dessen und der historischen Chance für 96 auf die Königsklasse dieses mögliche Maximal-Ziel nicht noch mutiger und offensiver formulieren?

Stindl: Wir wollen nicht Ziele definieren, sondern sie erreichen. Mit Reden und Fordern allein gewinnen wir keine Spiele. Was außen diskutiert wird, sollte uns im inneren nicht aus der Ruhe bringen. Wir gehen unseren Weg.

SPORT1: Mainz ist in einer ähnlichen Situation. Wird das Duell am Wochenende insofern vielleicht das schwierigste der ganzen Saison?

Stindl: Jedes unserer Spiele war schwierig. Und wir haben in entscheidenden Situationen immer die richtigen Ansätze gehabt, um erfolgreich zu sein. Darauf bauen wir auch gegen Mainz.

SPORT1: Welcher gegnerische Akteur bereitet Ihnen die größte Sorge?

Stindl: Mainz hat viele gute Spieler, die als Team hervorragend agieren. Nicht umsonst stehen die soweit oben. Ihre Schnelligkeit, die junge Frische, der unbekümmerte Offensivfußball ? wir müssen schon sehr aufpassen.

SPORT1: Weshalb wird Hannover am Ende sich dennoch durchsetzen?

Stindl: Wir werden von unserem Trainer sicher wieder bestens eingesellt auf den Platz gehen, sind topfit, spielen vor ausverkauftem Haus in der AWD-Arena. Mit unseren tollen Fans im Rücken wird ein Sieg drin sein.

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