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FCK-Top-Torjäger Srdjan Lakic bejubelt seine ersten Treffer im Jahr 2011 © getty

Der FCK-Stürmer beendet seine Torflaute und verhilft den Pfälzern mit seinem Doppelpack zum Sieg im Kellerduell mit dem VfB.

Stuttgart - Ausgerechnet Srdjan Lakic hat dem 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf einen Big Point beschert.

Der Kroate beendete beim 4:2 (1:2) im Kellerduell beim VfB Stuttgart seine seit Dezember anhaltende Torflaute und war mit zwei Treffern der Mann des Tages beim Aufsteiger, der sich gegenüber der direkten Konkurrenz wieder Luft verschaffte 376809(DIASHOW: Der 29. Spieltag).

Die "Roten Teufel" haben nun sechs Punkte Vorsprung auf den Drittletzten VfL Wolfsburg, der zuvor 0:1 bei Schalke 04 verloren hatte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Schwaben, die zuvor fünf Mal in Folge unbesiegt geblieben waren, trennen dagegen nur zwei Zähler vom Relegationsplatz.

Lakic schnürt Doppelpack

"Die Enttäuschung sitzt sehr, sehr tief. Wir haben etwas aus der Hand gegeben, wofür wir wochenlang hart gekämpft hatten - und das sehr leichtfertig. Wir wollten Kaiserslautern in der zweiten Halbzeit unter Druck setzen, aber niemand wollte im Mittelfeld mehr den Ball haben. Defensiv haben wir allgemein zu wenig gemacht", meinte VfB-Coach Bruno Labbadia.

Zdravko Kuzmanovic per höchst umstrittenem Foulelfmeter (26.) und Pawel Pogrebnjak (39.) hatten die Gastgeber in Führung gebracht, nachdem der FCK in der 17. Minute durch Lakic das 0:1 erzielt hatte.

Nach einem Traumpass von Christian Tiffert, der beim 3:3 im Hinspiel nach 0:3-Rückstand alle drei Lauterer Tore vorbereitet hatte, war dann Joker Erwin Hoffer (68.) zur Stelle und erzielte seinen fünften Saisontreffer, ehe Lakic mit seinem 13. Saisontor die Gäste so richtig jubeln ließ.

Stiven Rivic sorgte in der 86. Minute für den Schlusspunkt.

Nervöser Beginn

"Die Mannschaft hat Moral. Wir haben hervorragend begonnen, uns durch den Elfmeter aber aus der Bahn werfen lassen. Ich habe mit Srdjan Lakic gesprochen. Wir haben nie an seiner Qualität gezweifelt", zeigte sich FCK-Trainer Marco Kurz zufrieden.

Beiden Mannschaften war vor 39.000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena zu Beginn die Nervosität anzumerken.

Besonders die Stuttgarter ließen sich in der Abwehr zu Fehlpässen verleiten. Für die erste gefährliche Aktion sorgten die Gäste.

Eine Ecke von Tiffert auf den ersten Pfosten verlängerte Florian Dick gefährlich in den Raum, ohne jedoch einen Abnehmer zu finden (8.).

FCK legt vor

Kaiserslautern erspielte sich danach ein Übergewicht und ging in Führung.

Nach einer Hereingabe von Oliver Kirch war Lakic zur Stelle, der seinen Bewacher Khalid Boulahrouz düpierte und per Kopf ins lange Eck zu seinem 12. Saisontreffer kam.

Zudem war es für den Kroaten, der im Sommer nach Wolfsburg wechseln wird, das erste Tor seit dem 17. Spieltag.

"Wir haben uns konzentriert, 90 Minuten unser Bestes zu geben. Das ist uns einigermaßen gelungen, wir haben das Spiel gewonnen", meinte der 27-Jährige.

Strittiger Strafstoß für Stuttgart

Der VfB wirkte schockiert und kam nur dank eines Geschenks von Schiedsrichter Deniz Aytekin zurück ins Spiel.

Kirch wollte im Strafraum klären, Stuttgarts Verteidiger Cristian Molinaro lief ihm von hinten in die Beine und wurde getroffen.

Aytekin entschied zu Unrecht auf Elfmeter, Kuzmanovic erzielte das 1:1.

Pfälzer beweisen Moral

In der 39. Minute verwerte dann Pogrebnjak eine Flanke Molinaros aus kurzer Distanz zu seinem achten Saisontor.

Nach dem Seitenwechsel setzten die "Roten Teufel", bei denen Rivic ab der 46. Minute für Kirch zum Zuge kam, alles auf eine Karte.

Doch in Mittelfeld und Angriff fehlte zumeist die nötige Kreativität, um die gut agierende Defensive der Hausherren auszukontern.

VfB zu passiv

In der 65. Minute hatten die Schwaben aber Glück, dass eine Direktabnahme von Lakic knapp neben dem Pfosten landete.

Die Hausherren, die im zweiten Durchgang viel zu passiv agierten, hätten ihrerseits bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhen können.

Doch ein Volleyschuss des Japaners Shinji Okazaki wurde von FCK-Torwart Kevin Trapp, der erneut den Vorzug vor Tobias Sippel erhalten hatte, glänzend pariert.

"Indiskutable Leistung"

Kurz darauf wurden dann die Bemühungen der Gäste honoriert, als erst Lakic und dann dessen Landsmann Rivic zuschlugen.

"Das Ziel war, aktiv weiter nach vorne zu spielen, zu Chancen zu kommen und den Sack dann vielleicht zuzumachen. Aber die zweite Halbzeit war einfach eine indiskutable Leistung", haderte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic nach Schlusspfiff.

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