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Wolfgang Overath ist seit 2004 Präsident beim 1. FC Köln © imago

Auf der harmonischen Hauptversammlung des 1. FC Köln verspricht der Präsident, alles für eine Rückkehr von Podolski zu tun.

Köln - Der 1. FC Köln will den verlorenen Sohn Lukas Podolski wieder zurück in die Domstadt holen, aber nicht um jeden Preis.

"Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts sagen. Mit öffentlichen Aussagen helfen wir ihm nicht, er hat es schwer genug in München. Ich wünsche, dass er sich dort durchsetzt", sagte FC-Präsident Wolfgang Overath auf der Jahreshauptversammlung in den Rheinparkhallen zum wechselwilligen Nationalstürmer von Meister Bayern München und kam dann zum Punkt.

"Wir haben aber unsere Hausaufgaben gemacht. Wir werden alles, aber auch wirklich alles im Rahmen unserer Möglichkeiten tun, um ihn nach Hause zu holen. Aber es gibt klare finanzielle Grenzen, die müssen wir beachten."

Unbefriedigende Situation

Podolski war 2006 für geschätzte zehn Millionen Euro zum Rekordmeister gewechselt und hatte angesichts seiner unbefriedigenden sportlichen Situation Anfang der Woche erstmals in aller Deutlichkeit seinen Willen zu einem zeitnahen Abschied erklärt. ("Poldi"-Zoff)

"Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich den Verein im Winter verlassen möchte", sagte der Nationalspieler der "Bild".

Weiter erklärte der 23-Jährige, er habe den Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters "bereits mitgeteilt, dass ich im Winter weg will". Jürgen Klinsmann hatte diesen Wunsch umgehend abgelehnt.

Harmonische Versammlung

Anders als in den Jahren zuvor verlief die Mitgliederversammlung harmonisch.

Dafür dürfte vor allem die sportliche Bilanz von 19 Punkten und Platz zehn nach 14 Spieltagen sowie neun Zählern Luft auf die Abstiegszone beigetragen haben.

Dafür erhielten Trainer Christoph Daum (Trainerportrait) sowie Torjäger und Kapitän Milivoje Novakovic als einziger Vertreter der Mannschaft tosenden Applaus von den 1406 anwesenden Mitgliedern.

Manager Meier bleibt langfristig

Wolfgang Overath gab als herausragende Personalien bekannt, dass man mit Manager Michael Meier und Geschäftsführer Claus Horstmann Einigkeit über langfristige Vertragsverlängerungen erzielt habe.

"Mit der Unterschrift haben wir es noch nicht gepackt", sagte Overath, der auch keine Vertragslängen bekanntgab.

Ein Minus von 2,27 Millionen

Die wesentlichen Zahlen aus dem Bericht des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007/2008 waren bereits seit vergangener Woche bekannt.

In der Bilanz stand ein Minus von 2,27 Millionen Euro. Als Umsatz wurden von 44,91 Millionen Euro verbucht.

Vize-Präsident Friedrich Neukirch vermeldete überdies 44.285 Mitglieder. Damit rangiert der FC in der Bundesliga auf Platz fünf.

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