SPORT1-Experte Udo Lattek vermutet einen großen Tag für Hoeneß durch die Entlassung des Erzfeindes. Jonkers sieht er kritisch.

Hallo Fußball-Freunde,

wenn man Bayern München kennt, weiß man, dass es gebrodelt hat. Deshalb muss es ein Riesentag für Uli Hoeneß gewesen sein, denn sein Erzfeind wurde entlassen.

Ein großes Problem war, dass Louis van Gaal immer gesagt hat, dass die ganzen Erfolge sein Verdienst gewesen seien. Das geht beim FC Bayern nicht.

Man kann nicht nach München kommen und sagen: "Ich bin der Trainer und habe alleine zu entscheiden."

Er hatte die Tendenz schon beim FC Barcelona, dass er sich irgendwie gegen den Verein wehrt.

Wenn man jetzt bei Bayern den Assistenten zum Trainer macht, wird es aber genauso weitergehen wie davor.

Aber noch einen neuen Trainer für fünf Spiele zu verpflichten, ehe Jupp Heynckes im Sommer kommt, wäre auch falsch gewesen.

Sicher hat man Andries Jonkers nicht einfach genommen, nur weil er da ist. Ich denke, die Verantwortlichen haben sich mit der Mannschaft zusammen gesetzt und die hat zugestimmt.

Und bei Hermann Gerland kann ich mir vorstellen, dass er mit seiner frischen Art und Weise Wind reinbringt.

Dann besteht die Möglichkeit, dass sich die Mannschaft nochmal reinhängt. Sie hat ja noch ein Ziel. So schlecht, wie die Mannschaft gerade spielt, kann sie gar nicht sein.

Gespannt bin ich, ob Jörg Butt ins Tor zurückkehrt. Uli Hoeneß hat ja bestätigt, dass mit dem Wechsel zu Thomas Kraft wie er sagte "die ganze Scheiße" angefangen hat.

Doch die Probleme mit den Torhütern haben die Bayern auch schon länger. Michael Rensing war schon mal die absolute Nummer 1 nach Oliver Kahn.

Dann hieß es, er wird der zukünftige Torwart der Nationalmannschaft. Als Vertretung hat er immer herausragend gehalten, als er aber den Druck der Nummer 1 hatte, hat er gemerkt, dass das eine ganz andere Situation ist.

Ähnlich sah es in Nürnberg bei Kraft aus.

Wie die Bayern haben auch die Dortmunder nur 1:1 gespielt, so dass der Vorsprung auf Leverkusen weiter schmilzen könnte.

Trotzdem kann ich den ausgelassenen Jubel von Jürgen Klopp nach dem späten Ausgleich gegen den HSV als Trainer nachvollziehen.

Wenn man in der letzten Minute noch ein Tor macht, dann fliegt einfach alles weg. Man weiß gar nicht mehr, was man tut.

Da wird man irgendwie eingefangen, in den Haufen reingeworfen, man umarmt jeden, auch mal den Schiedsrichter.

Und der Punkt könnte am Ende für den BVB Gold wert sein.

Bis nächste Woche!Euer Udo Lattek

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