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Thomas Schaaf ist seit 1999 Trainer bei Werder Bremen © getty

Werder-Trainer Thomas Schaaf äußert sich zur Entlassung des Bayern Trainers Louis van Gaal und zur schwierigen Saison in Bremen.

München - Im immer schnelllebigeren Geschäft der Bundesliga ist Thomas Schaaf eine große Ausnahme.

Seit 1999 ist der 50-Jährige Chefcoach bei Werder Bremen.

Mit den Grün-Weißen feierte er der Ex-Profi große Erfolge, gewann 2004 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.

Der dienstälteste Trainer der Liga hatte in dieser Saison mit den Norddeutschen eine schwierige Phasen zu überstehen, doch die Verantwortlichen hielten Schaaf, der 1972 als Jugendlicher zu Werder kam, die Treue. 376809(DIASHOW: Der 29. Spieltag)

Im SPORT1-Doppelpass äußerte sich Schaaf am Sonntag zur Entlassung von Louis van Gaal bei Bayern München sowie zur problematischen Saison mit Werder Bremen.

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen von Thomas Schaaf zusammen.

Thomas Schaaf über...

die Entlassung von van Gaal:

"Er hat die Liga belebt, er ist ein besonderer Typ. Wir werden ihn vermissen."

seine eigene Zukunft:

"Mein Job macht mir Spaß und ich stelle mich gerne der Herausforderung. Und wenn es mal nicht passt, muss man umso mehr dafür gerade stehen. Letztendlich bin ich ja auch beteiligt, dass wir in dieser Situation sind."

die aktuelle Situation von Werder:

"Wir haben ja gesagt, dass es ein langer Weg wird. Wenn man einmal unten reinrutscht, ist es nicht so, dass man einmal mit den Fingern schnippt und schnell wieder rauskommt."

"Man muss an vielen Dingen arbeiten und die Leistung stabilisieren. Das ist aber ein weiter Weg."

[kaltura id="0_r3u2bzkt" class="full_size" title="Kriegt Werder die Kurve?"]

die Kaderplanungen für die nächste Saison:

"Es wird immer wieder zu Veränderungen kommen. Natürlich ist die Situation schwieriger, wenn man international nicht dabei ist. Man hat einfach nicht die Einnahmen, um große Transfers zu realisieren."

"Wir werden aber unserer Linie treu blieben. Wir werden immer wieder Spieler finden müssen, die uns nach vorne bringen, bei denen aber Fantasie nötig ist."

freundschaftliche Beziehungen zwischen Trainer und Vorstand:

"Ich glaube, dass Klaus Allofs ein absoluter Topmann, ein absoluter Fachmann ist, der mich auch entlassen würde, wenn er nicht davon überzeugt wäre, dass ich die richtige Lösung bin. Das hat er auch immer ausdrücklich betont. Auf diesem Niveau begegnen wir uns."

"Wir sind beide der Meinung, dass wir nicht so wichtig sind, sondern dass die Sache das Wichtigste ist. Klaus Allofs macht Dinge aus Überzeugung und handelt so, dass es das Beste für Werder Bremen ist. Wir sind sicherlich befreundet, sind aber trotzdem eigenständig."

die ungewisse Zukunft von Torsten Frings bei Werder Bremen:

"Die Leistung muss immer an erster Stelle stehen. Es zählt wenig, wenn wir gut miteinander auskommen, er aber keine Leistung bringt. Aber gerade letzte Woche gegen den VfB Stuttgart hat Torsten eindrucksvoll nachgewiesen, dass er großartig spielen kann."

"Wir haben die Aussage getroffen, dass wir im Moment andere Dinge zu erledigen haben. Wir wollen uns absolut auf die Bundesliga konzentrieren. Wenn wir das erledigt haben, setzen wir uns zusammen. Das war so mit ihm vereinbart und genau so werden wir es machen."

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