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Die Entscheidung: Bender zieht ab und trifft zum 2:1 © getty

Leverkusen dreht gegen Pauli einen Rückstand und verkürzt den Rückstand auf den Tabellenführer. Heynckes hat das richtige Näschen.

Leverkusen - Da waren es nur noch fünf: Bayer Leverkusen bringt Spannung in ein Titelrennen, das schon vor Monaten entschieden schien.

Mit einem 2:1 (0:0)-Arbeitssieg gegen den FC St. Pauli rückte die Werkself bis auf fünf Punkte an den Tabellenführer Borussia Dortmund heran und darf nun doch wieder davon träumen, im 107. Jahr des Vereinsbestehens den ersten Meistertitel zu gewinnen.

St. Pauli dagegen muss es irgendwie schaffen, sich in den letzten fünf Saisonspielen aus der Krise zu befreien. Seit dem historischen Derbysieg beim Hamburger SV hat der Kiezklub sämtliche sieben Spiele verloren und ist weiter Tabellen-17.

Dabei schien nach dem Führungstreffer von Charles Takyi (58.) die Sensation drin, Stefan Kießling (66.) und Joker Lars Bender (77.) aber drehten das Spiel.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Man hat gesehen, dass die Mannschaften, die im Abstiegskampf stecken, alles geben. Das hat St. Pauli getan. Man kann in der Bundesliga kein Spiel im Vorbeigehen gewinnen. Zum Glück hat meine Mannschaft das Spiel noch gedreht", sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes nach dem Schlusspfiff.

Adler muss passen

Rene Adler (Magen-Darm-Virus) stand den Gastgebern vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften Arena nicht zur Verfügung, allerdings war das zunächst nebensächlich.

Denn St. Pauli schaffte es in der ersten Hälfte sowieso selten in die Nähe des Leverkusener Tores, das an einem milden Frühlingsabend aushilfsweise vom jungen Fabian Giefer gehütet wurde.

Die einzige Chance der Hamburger in der Anfangsphase vergab Matthias Lehmann (6.).

Ballack mit der Chance zur Führung

Leverkusen hatte zwar mehr Ballbesitz, spielte aber nur bis etwa 30 Meter vor dem Gäste-Tor präzise. Die Abwehr des FC St. Pauli stand sicher und ging, wenn Not am Mann war, auf die Knochen 376809(DIASHOW: Der 29. Spieltag).

Nur bei Standardsituationen fehlte die Ordnung - zum Beispiel bei einer Großchance von Michael Ballack (12.), der kurz darauf auch noch eine gute Kopfballmöglichkeit hatte.

Marcel Eger klärte jedoch einen Meter vor der Linie (19.).

Vidal vergibt das 1:0

Der massive Hamburger Doppelriegel hielt den Angriffen auch in den Folgeminuten stand, vorne wartete Gerald Asamoah als einzige Spitze auf die zahlreichen Befreiungsschläge.

Geordnetes Spiel zeigte St. Pauli ganz selten, Leverkusen schaffte es aber auch nicht, den Strafraum der Gäste zu "belagern".

Arturo Vidal allerdings hätte in der 38. Minute aus sechs Metern nur seinen Fuß richtig hinhalten müssen, um das 1:0 zu erzielen.

Takyi stellt Spielverlauf auf den Kopf

Bayers Trainer Jupp Heynckes brachte zur zweiten Halbzeit Gonzalo Castro für Hanno Balitsch, das Geduldsspiel gegen phasenweise neun Verteidiger ging aber weiter.

Wenn St. Pauli den Ball eroberte, gab es fast nur ein Rezept: Hoch und lang auf Asamoah, der dann an die nachrückenden Mitspieler den Ball verteilte.

Der überraschende Führungstreffer fiel über die rechte Seite, wo Florian Bruns in die Mitte flankte und Takyi aus fünf Metern zur Stelle war.

Pliquett sieht nicht gut aus

Danach rannte Bayer wütend an und wurde schnell belohnt.

Castro legte vor St. Paulis Torhüter Benedikt Pliquett klug auf Kießling zurück, der aus 14 Metern traf.

Am Ende spielte fast nur Bayer. Beim Siegtor ließ Pliquett den Ball unter seinem Körper durchrutschen.

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