vergrößernverkleinern
Diego (r.) spielt seit Sommer 2010 mit Grafite für Wolfsburg © getty

Wolfsburg muss im Abstiegskampf jede Chance nutzen, das Restprogramm ist aber machbar. Für Titelanwärter BVB könnte es eng werden.

Von Christoph Gschoßmann und Mathias Frohnapfel

München - Die Bilanz ist die eines Absteigers: Der VfL Wolfsburg liegt im Ligavergleich auf Platz 17, was die Chancenverwertung angeht.

Und noch schlimmer: Beim 0:1 auf Schalke hatte die hochgelobte Offensive der "Wölfe" um Diego und Grafite gerade einmal zwei gute Torgelegenheiten.

Der VfL fürchtet als Tabellen-16. den Abstieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). Felix Magath muss jetzt alles dran setzen, damit seine Rückkehr nach Niedersachsen nicht in einem Desaster endet.

Das Restprogramm ist aber machbar, Wolfsburg muss nur noch gegen Kontrahenten aus der zweiten Tabellenhälfte ran.

Druck auf Dortmund wächst

Auch die anderen Teams bemessen vor dem Endspurt in der Bundesliga ihre Aufgaben - im Abstiegs- wie im Titelkampf.

Seitdem Borussia Dortmund seine "Meisterprüfung" bei Bayern München erfolgreich bestanden hat, läuft es bei Schwarz-Gelb nicht mehr so rund wie zuvor; Verfolger Bayer Leverkusen gibt sich derweil keine Blöße. Auch im Kampf um Europa ist noch längst nichts entschieden.

Und die Bayern wollen mit aller Macht die Champions-League-Qualifikation erreichen, setzten dafür jetzt Trainer Louis van Gaal vor die Tür.

SPORT1 hat das Restprogramm aller Bundesligisten unter die Lupe genommen und sagt, wer im Saisonfinale die besten Chancen hat.

Meisterschaft und Champions League:

Ausgangssituation:

Nur fünf Punkte trennen Dortmund und Bayer noch - das Duell um die Schale verspricht Spannung bis zum Schluss.

Im Kampf um Platz 3 duellieren sich Hannover 96 und der Rekordmeister auf Augenhöhe, nur ein einziger Zähler liegt zwischen den Teams, wobei Bayerns Tordifferenz bei Punktgleichheit den Ausschlag für den FCB geben würde.

Auch der BVB hat in dieser Hinsicht noch einen kleinen Extra-Vorsprung auf Leverkusen.

[kaltura id="0_jb09de4b" class="full_size" title="Dortmund rettet einen Punkt"]

Das Restprogramm:

Borussia Dortmund (1. Platz, 66 Punkte):

Freiburg (H), Mönchengladbach (A), Nürnberg (H), Bremen (A), Frankfurt (H)

Bayer Leverkusen (2., 61 Punkte):

Bayern (A), Hoffenheim (H), Köln (A), HSV (H), Freiburg (A)

Hannover 96 (3., 53 Punkte):

HSV (A), Freiburg (A), Mönchengladbach (H), Stuttgart (A), Nürnberg (H)

Bayern München (4., 52 Punkte):

Leverkusen (H), Frankfurt (A), Schalke (H), St. Pauli (A), Stuttgart (H)

SPORT1-Prognose:

Viel wird vom Schlagerspiel der Bayern gegen Leverkusen abhängen. Siegt die Werkself auch in München, wird Bayer den BVB bis zum Schluss unter Druck setzen.

Die Aufgaben von Bayer sind überschaubar, während der Tabellenführer gerade zum Schluss gegen Teams ran muss, bei denen es ums nackte Überleben geht.

Rekordmeister Bayern München darf sich nun absolut keinen Ausrutscher mehr leisten - das Restprogramm der stabilen 96er ist einen Tick einfacher als ihr eigenes.

Das Rennen umd die Europa Leauge:

Ausgangssituation:

Seit einigen Wochen stagnieren die Mannschaften, die um die Qualifikation zur Europa League kämpfen - zwischen Platz 4 und 5 klafft bereits eine Lücke von sieben Punkten. Danach ist das Rennen um den letzten internationalen Platz völlig offen.

Das Restprogramm:

Mainz 05 (5., 45 Punkte):

Mönchengladbach (H), Nürnberg (A), Frankfurt (H), Schalke (A), St. Pauli (H)

1. FC Nürnberg (6., 43 Punkte):

Kaiserslautern (A), Mainz (H), Dortmund (A), Hoffenheim (H), Hannover (A)

Hamburger SV (7., 42 Punkte):

Hannover (H), Stuttgart (A), Freiburg (H), Leverkusen (A), Mönchengladbach (H)

SC Freiburg (8., 41 Punkte):

Dortmund (A), Hannover (H), HSV (A), Mönchengladbach (A), Leverkusen (H)

FC Schalke 04 (9., 39 Punkte):

Bremen (A), Kaiserslautern (H), Bayern (A), Mainz (H), Köln (A)

1899 Hoffenheim (10., 37 Punkte):

Frankfurt (H), Leverkusen (A), Stuttgart (H), Nürnberg (A), Wolfsburg (H)

Spielen Sie Schicksal! Der Tabellenrechner bei Sport1

SPORT1-Prognose:

Das Spiel Mainz gegen den FCN am 30. Spieltag sollte hier eine Vorentscheidung liefern.

Die Tuchel-Truppe hat im Moment den Platz an der Sonne und vor allem im Vergleich zu den direkten Konkurrenten Nürnberg, Hamburg und Freiburg den einfacheren Schlussspurt vor sich.

Schalke und Hoffenheim könnten nur noch mit einer außergewöhnlichen Serie eingreifen.

Der Abstiegskampf:

Ausgangssituation:

Der letzte Spieltag brachte nochmals zusätzliche Brisanz in den Tabellenkeller. Selbst Borussia Mönchengladbach liegt nach dem 5:1-Derbysieg über Köln wieder in Schlagdistanz zur Konkurrenz. Und auch die Kölner sind mit 35 Punkten noch nicht durch.

Das Restprogramm:

1. FC Köln (11., 35 Punkte):

Stuttgart (H), Wolfsburg (A), Leverkusen (H), Frankfurt (A), Schalke (H)

1. FC Kaiserslautern (12., 34 Punkte):

Nürnberg (H), Schalke (A), St. Pauli (H), Wolfsburg (A), Bremen (H)

Werder Bremen (13., 34 Punkte):

Schalke (H), St. Pauli (A), Wolfsburg (H), Dortmund (H), Kaiserslautern (A)

Eintracht Frankfurt (14., 33 Punkte):

Hoffenheim (A), Bayern (H), Mainz (A), Köln (H), Dortmund (A)

VfB Stuttgart (15., 30 Punkte):

Köln (A), HSV (H), Hoffenheim (A), Hannover (H), Bayern (A)

VfL Wolfsburg (16., 28 Punkte):

St. Pauli (H), Köln (H), Bremen (A), Kaiserslautern (H), Hoffenheim (A)

FC St. Pauli (17., 28 Punkte):

Wolfsburg (A), Bremen (H), Kaiserslautern (A), Bayern (H), Mainz (A)

Borussia Mönchengladbach (18., 26 Punkte):

Mainz (A), Dortmund (H), Hannover (A), Freiburg (H), HSV (A)

SPORT1-Prognose:

Wolfsburg hat alles noch selbst in der Hand. Die nächsten vier Partien spielt die Elf von Felix Magath gegen direkte Konkurrenten, am letzten Spieltag geht es gegen Hoffenheim aus dem Tabellenmittelfeld.

Auch die heimstarken Kölner genießen den Vorteil, zum Schluss Pokalfinalist Schalke 04 zu Gast zu haben. Kaiserslautern und Bremen sind im Aufwärtstrend und stehen vor machbaren Aufgaben.

Für Stuttgart, die zum Saisonfinale bei den Bayern antreten müssen, wird es eine Zitterpartie bis zum Schluss.

Frankfurt muss sich ganz warm anziehen - es geht noch gegen Bayern und Mainz, zum Schluss muss die Daum-Elf in Dortmund bestehen.

Ganz schwer wird es für Mönchengladbach und St. Pauli. Neben dem Rückstand in der Tabelle haben die beiden Schlusslichter mit einem harten Restprogramm zu kämpfen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel