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Sepp Maier war bis 2008 Torwarttrainer beim FC Bayern © imago

Der ehemalige Bayern-Keeper übte harsche Kritik an den Vereinsoberen. Torwart Kraft sieht der Weltmeister von 1974 als Bauernopfer.

München - Der ehemalige Nationaltorhüter Sepp Maier hat die Verantwortlichen von Rekordmeister Bayern München hart kritisiert.

"Seit Jahren gibt es nur Theater, das hat mit Klinsmann angefangen. Dieses Theater kommt sicher nicht von der Mannschaft, sondern von oben", sagte der Weltmeister von 1974 sowie ehemalige Bayern-Profi in der "tz". (die Hintergründe der van-Gaal-Entlassung)

Gleichzeitig macht er sich demonstrativ für den zuletzt kritisierten Torhüter Thomas Kraft stark: "Ich bleibe dabei: Er ist ein talentierter Mann, ein guter."

"Mit Thomas trifft es den Falschen"

Dass Präsident Uli Hoeneß am Sonntag nach der Trennung Trainer Louis van Gaal behauptet habe, mit dem Torwartwechsel von Jörg Butt zum 22 Jahre alten Kraft sei "die ganze Scheiße" losgegangen, weist Maier vehement zurück.

"So kann man das auf keinen Fall sagen, der Thomas hat gut gehalten. Klar, in Nürnberg war er unsicher. Aber das ist ja kein Wunder, wenn alle nur von Manuel Neuer sprechen. Es ist doch ganz klar, dass sich ein junger Kerl darüber Gedanken macht. Aber mit Thomas trifft es den Falschen. Es liegt sicher nicht allein am Torwart", führt die "Katze von Anzing" weiter aus.

Unterirdische Leistung

Es liege auch an der Mannschaft, die in Nürnberg (1:1) eine "unterirdische Leistung" abgeliefert habe, so Maier weiter.

"Dass man dann nach so einer Leistung auf einen jungen Torwart losgeht, ist in meinen Augen eine Frechheit. Das geht so nicht."

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Der letzte giftige Kerl ist weg

Maier, der von 1962 bis 1979 immerhin 536 Spiele für die Bayern absolvierte, sieht die Fehler eher in der Vorstandsetage.

"Ach, die Verantwortlichen sollen zuerst einmal auf sich selbst schauen, bevor sie anderen die Schuld geben", sagte Maier.

"Da wird der Lucio verkauft, der Ze Roberto, im Winter lässt man auch noch van Bommel gehen. Mit ihm ist der letzte giftige Kerl gegangen. Und dann wundert man sich, wenn man um den dritten Platz kämpfen muss."

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