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Der Vertrag von Franck Ribery beim FC Bayern läuft bis Sommer 2015 © imago

Die Verletzung des Franzosen verschärft die Personalprobleme beim Rekordmeister. Auch Schweinsteiger steht auf der Kippe.

Vom FC Bayern berichtet Olaf Mehlhose

München - Erneute Schrecksekunde beim FC Bayern München.

Jetzt zittern die Münchener auch noch um Franck Ribery.

Der Franzose musste das Training beim Rekordmeister abbrechen und droht wegen einer Muskelverhärtung für das Spiel gegen Bayer Leverkusen (So., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) auszufallen.

Ribery begab sich umgehend zur Benhandlung zum Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Und der französische Nationalspieler ist nicht der einzige Bayern-Spieler der vor dem Gipfeltreffen mit dem Team von Jupp Heynckes auf der Kippe steht.

Auch Schweinsteiger angeschlagen

Tags zuvor musste bereits Bastian Schweinsteiger verletzungsbedingt aus dem Training aussteigen.

Beim Versuch, einen Schuss von Arjen Robben abzublocken, zog sich der Nationalspieler eine Bänderzerrung im rechten Sprunggelenk zu.

Schweinsteiger konnte am Freitag nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Ob der 26-Jährige bis zur Partie am Sonntag wieder fit ist, sei "sehr fraglich", teilte der Klub mit.

Robben gesperrt

Schweinsteigers Fehlen wäre ein weiterer Tiefschlag für die Münchner, die schon auf den gesperrten Arjen Robben verzichten. Der muss nach seiner Roten Karte aus dem Spiel in Nürnberg zwei Spiele zuschauen.

Der Vize-Weltmeister ist mit neun Toren und vier Vorlagen bester Bayern-Spieler der Rückrunde.

Allen Problemen zum Trotz präsentieren sich die Spieler der Bayern vor dem Schlager gegen Leverkusen aber voller Selbstvertrauen.

"Wir sind zuhause und die bessere Mannschaft", sagte Schweinsteiger - vor seinem Fehltritt im Training - dem "kicker": "Die Qualität unseres Kaders ist größer."

[kaltura id="0_82jlefft" class="full_size" title="Lahm Angst hat bei uns nichts verloren "]

"Wir sind der FC Bayern"

Mannschaftskollege Thomas Müller vertrat die gleiche Ansicht. "Ich bin positiv gestimmt. Natürlich weiß ich um die Klasse von Leverkusen, aber wir sind der FC Bayern, das darf man nicht vergessen", stellte der 21-Jährige klar:

"Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, aber die werden wir meistern. Damit müssen wir am Sonntag anfangen."

Das Selbstbewusstsein der Münchener Spieler lässt sich auch damit erklären, dass die Werkself seit 1989 auf einen Sieg in München wartet.

Rummenigge appelliert an die Fans

Auch die Vereinsführung tut unterdessen alles, um ihren Teil zu einem erfolgreichen Saisonabschluss beizutragen.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge appelliert in einem offenen Brief im Stadionmagazin an die Fans, die Unstimmigkeiten der vergangenen Wochen hinter sich zu lassen.

Er hoffe, dass "der Funken" vom Feld auf die Zuschauer überspringe. "Wir müssen uns als Einheit präsentierten. Mia san Mia. Und mia san ein FC Bayern", schreibt der Vorstandsvorsitzende:

"Gerade jetzt, wo es sportlich nicht so gut läuft, fordere ich alle Fans des FC Bayern auf, unseren Klub zu unterstützen. Wir müssen nun zusammenstehen, damit wir uns noch für die Teilnahme an der Champions League qualifizieren."

Müller hofft auf Schub durch Trainerwechsel

Mit einem Punkt Rückstand auf Hannover 96 auf Rang vier liegend sind die Bayern im Kampf um die Königsklasse zum Siegen verdammt. Von einem Endspiel wollte Müller dennoch nicht sprechen.

"Von den letzten fünf Spielen sind alle fünf sehr wichtig, und wir gehen mit vollem Selbstvertrauen in die Partie", erklärte der Offensiv-Allrounder.

Wichtig sei aber, "dass man im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel gleich einen positiven Schub bekommt".

"Ich habe ihm sehr viel zu verdanken"

Dabei gab Müller zu, dass es ihm schwergefallen sei, das Aus von Louis van Gaal zu verdauen: "Ich habe ihm sehr viel zu verdanken. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, im Profi-Fussball Fuß zu fassen. Deswegen war das nicht unbedingt einfach für mich. Ich bin aber auch nicht der Typ, der dann zu emotional ist."

Der Trainerstab habe jedoch sein Bestes gegeben, "dass der Ball wieder flüssig läuft und dass wir den Kopf frei bekommen", erklärte Müller.

Von Vorteil sei, dass Andries Jonker die Mannschaft "in- und auswendig kennt und genau weiß, wie er mit uns umzugehen hat."

Butt und Tymoshchuk in die Startelf

Anders als sein Ex-Boss scheint der 48-Jährige auch ein gutes Händchen für den Umgang mit dem Bayern-Vorstand zu haben.

Jonker wird die Mannschaft an einigen Stellen verändert, unter anderem auf der von Uli Hoeneß und Rummenigge als Problempunkt Nummer eins bezeichneten Torhüterposition.

Jörg Butt wird anstelle von Thomas Kraft gegen Leverkusen das Gehäuse der Bayern hüten, das bestätigte der Interimscoach am Freitag.

Anatoliy Tymoshchuk steht ebenfalls vor einer Rückkehr in die Startelf. Der Ukrainer teilte mit, er wisse bereits, dass er am Sonntag "im Mittelfeld" spielen werde.

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