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Jörg Butt wird gegen Leverkusen sein 382. Spiel in der Bundesliga absolvieren © imago

Robben fehlt, Schweinsteiger und Ribery sind fraglich. Vor dem Spiel gegen Leverkusen hat Jonker Probleme. Butt kehrt zurück.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Er hat seine Gedanken geordnet und den "Plan" auf den Weg gebracht.

"Das Ziel ist sehr klar", sagte Bayerns Interimstrainer Andries Jonker am Freitag auf SPORT1-Nachfrage.

Der Niederländer soll die Münchner von ihrer "Zwangsjacke" befreien und die Qualifikation für die Champions League schaffen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Vor dem Top-Spiel gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen (So., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) plagen den Rekordmeister jedoch einige Personalprobleme.

Arjen Robben fehlt rotgesperrt. Franck Ribery musste wegen einer Muskelverhärtung am Morgen das Training abbrechen und fuhr umgehend zur Untersuchung bei "Doc" Müller-Wohlfahrt. Sein Einsatz steht auf der Kippe.

Auch hinter Bastian Schweinsteiger (Bänderzerrung im rechten Sprunggelenk) steht ein Fragezeichen. "Aber es gibt Hoffnung", betonte Jonker.

Angeschlagen sind zudem Daniel van Buyten und Breno.

Verständlich, dass Jonker zumindest auf der Position des Torhüters Sicherheit haben möchte. Denn dafür stand Youngster Thomas Kraft beim 1:1 in Nürnberg nicht.

"Er hat zweimal gepatzt"

Und deshalb muss er nun auch wieder auf die Bank.

"Er hat zweimal gepatzt, einmal in Hannover und einmal in Nürnberg, aber er hat auch viele gute Spiele gemacht. Thomas ist ein sehr großes Talent, das noch sehr viel erreichen kann in seiner Karriere", erklärte Jonker.

Butt freut sich

Er fügte an: "Aber ich muss jetzt eine Entscheidung treffen. Ich brauche ihn nicht auszubilden, sondern muss mich mit Bayern für die Champions League qualifizieren. Ich denke, dass diese Chance im Moment größer mit Jörg Butt ist. Deshalb wird er spielen."

SPORT1 erreichte den Torwart-Routinier unmittelbar nach der Bekanntgabe der Entscheidung auf dem Handy. Öffentlich wollte er sich nicht äußern, seine Freude über die Rückkehr ins Bayern-Gehäuse konnte er allerdings nicht verbergen.

Erst nach dem Duell mit seinem Ex-Klub wird er über seine Situation sprechen.

[kaltura id="0_7520nz2o" class="full_size" title="Jonker Es gibt Hoffnung "]

"Auch für ihn wird es nun nicht einfach, aber einfacher als für Thomas. Jörg Butt hat sehr viel Erfahrung und er weiß genau, was jetzt von ihm verlangt wird. Ich habe Vertrauen, dass er seine Aufgabe gut erfüllen wird", stellte Jonker klar.

Mit Kraft habe er ein "sehr gutes Gespräch" gehabt. "Er ist ein sehr guter Typ und jetzt schon ein Vollprofi. Ich habe ihm die Situation erklärt und er hat es akzeptiert. Ich kann auf ihn zählen."

Auch "Tymo" rückt rein

Neben Butt wird auch Anatoliy Tymoshchuk mit Sicherheit in der Anfangsformation der Münchner stehen, weitere personelle Änderungen sind nicht ausgeschlossen - vor allem auf Grund der zahlreichen Verletzungen.

Eine grundsätzliche Änderung der taktischen Aufstellung schloss Jonker für das Spiel gegen Bayer indes aus.

Er hätte sonst innerhalb von einigen Tagen zu viel ändern müssen, sagte der 48-Jährige.

Daher könne es auch keinen Zweifel geben, was die Besetzung im Angriff angehe: Jonker will wie bisher nur einen etatmäßigen Stürmer aufbieten: "Wir sind keine Catenaccio-Mannschaft, das können wir gar nicht, das will ich auch nicht."

Die letzten zwei Tage legte er den Schwerpunkt in der Trainingsarbeit auf die Wiederherstellung des Selbstvertrauens.

"Ich habe nur ein paar Variationen eingebaut und viel gesprochen", blickte er zurück.

Schaut van Gaal zu?

Mit Erfolg, wie es scheint. "Ich spüre in der Mannschaft Aufbruchsstimmung. Allein dadurch, dass sich etwas ändert, ein neuer Wind reinkommt. Auch bei mir", sagte Kapitän Philipp Lahm in der "tz".

So oder so: Für Jonker ist am Sonntag wichtig, "dass wir ruhig im Kopf sind, überzeugt sind und das umsetzen, was wir machen wollen".

Rücksprache mit Louis van Gaal hielt der Trainer übrigens nicht mehr. "Ich weiß, was er am Wochenende macht. Aber ob er emotional in der Lage sein wird, sich das Spiel anzusehen, weiß ich nicht", sagte er.

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