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Hoffenheim und David Alaba (r.) gewannen gegen Frankfurt nach drei sieglosen Spielen © getty

Frankfurt ist über weite Strecken die bessere Mannschaft, trifft aber das Tor nicht. Für Hoffenheim sticht ein Joker.

Hoffenheim - Der Daum-Effekt ist verpufft, Bundesligist Eintracht Frankfurt muss weiter um den Klassenerhalt zittern.

Die abstiegsbedrohten Hessen verloren bei 1899 Hoffenheim 0:1 (0:0) und warten unter dem neuen Trainer Christoph Daum weiter auf den ersten Sieg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Bei Hoffenheim zeigte die Ankündigung der Trennung von Trainer Marco Pezzaiuoli zum Saisonende Wirkung - Roberto Firmino (78.) entschied das Spiel vier Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Bundesliga-Tor.

Bei dem Treffer patzte Eintracht-Keeper Fährmann, indem er einen Ball nach vorne prallen ließ.

Daum zitiert Churchill

Eintracht-Trainer Christop Daum versuchte nach der Partie optimistisch zu bleiben:

"Wir sind in der Situation, dass wir trotz dieser Niederlage unser Schicksal noch aus eigener Kraft entscheiden können. Wir müssen den Blick nach vorne richten und uns nach der alten Weisheit von Winston Churchill richten. Denn der sagte: `never give up". Diese Einstellung müssen wir in den letzten Spielen beherzigen."

Gastgeber lange Zeit uninspiriert

Die 30.150 Zuschauer in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena begleiteten das Spiel der Kraichgauer lange mit Pfiffen und Unverständnis.

Die Gastgeber wirkten über weite Strecken uninspiriert. So dauerte es sogar bis zur 39. Minute, ehe Sebastian Rudy mit einem Fernschuss den ersten Ball auf das Eintracht-Tor brachte.

Dagegen waren die Frankfurter schon in den ersten 30 Minuten um ihr Offensivspiel bemüht. 381537(DIASHOW: Der 30. Spieltag)

Starke pariert mehrfach glänzend

Zunächst hatte Alexander Meier die Chance zur Führung, doch Hoffenheims Torhüter Tom Starke parierte den 17-Meter-Schuss des Mittelfeldspielers glänzend (12.).

Nur drei Minuten später tauchte Eintrachts Torjäger Theofanis Gekas nach einem langen Ball frei vor Starke auf, doch der 1899-Schlussmann klärte mit einem erneut starken Reflex zur Ecke.

In der 29. Minute fand Gekas erneut seinen Meister in Starke, den Abpraller verzog Meier anschließend aus spitzem Winkel.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Pezzaiuoli, mit der Hereinnahme von Joker Gylfi Sigurdsson etwas mehr für das Angriffsspiel zu tun.

Gekas vergibt Führung

Die erste große Möglichkeit hatten aber erneut die Gäste. Gekas drängte in den Strafraum und zog aus halbrechter Position ab, doch erneut war Starke zur Stelle (51.).

Vier Minuten später hatten dann die Hoffenheimer eine gute Szene, doch Ryan Babel verfehlte das Tor der Eintracht aus spitzem Winkel deutlich.

60 Sekunden später musste sich wiederum Starke nach einem Schuss von Pirmin Schwegler ganz lang machen.

Auf der anderen Seite verfehlte Sigurdsson mit einem Freistoß das Gäste-Tor nur knapp (60.).

Zudem scheiterte Vedad Ibisevic mit einem Schuss an Eintracht-Schlussmann Ralf Fährmann, den erst Firmino überwinden konnte.

Pezzaiuoli erleichtert

Nach der Partie zeigte sich Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli erleichtert:

"Das war mit Sicherheit heute kein Spiel für Feinschmecker, aber ich bin froh, dass wir die drei Punkte landen konnten. Das war sicher kein tolles Spiel gegen die Frankfurter, aber nach der turbulenten Woche hatte es die Mannschaft auch nicht einfach gehabt. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass wir trotz des enormen Drucks nun die 40-Punkte-Marke erreicht haben."

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