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Mehmet Ekici (r.) spielt seit 2010 beim 1. FC Nürnberg © getty

Eine Unachtsamkeit der Lauterer besiegelt die Niederlage gegen Nürnberg und schürt die Abstiegsangst. Die Gäste bleiben auf Kurs.

Kaiserslautern - Das Überraschungsteam 1. FC Nürnberg hat seine Europapokal-Ambitionen untermauert und die Abstiegsängste beim 1. FC Kaiserslautern wieder geschürt.

Die Franken setzten sich am 30. Spieltag der Bundesliga dank der Treffer von Christian Eigler (34.) und Robert Mak (90.) mit 2:0 (1:0) beim Aufsteiger durch (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Damit verkürzte der Club den Rückstand auf den Tabellenfünften und kommenden Gegner FSV Mainz 05 auf zwei Punkte. Der FCK bleibt mit 34 Punkten auf dem Konto vom Abstieg bedroht.

Nach 70 Minuten stand die Begegnung für wenige Minuten kurz vor dem Abbruch, da Lauterer Zuschauer vor einem Eckball der Nürnberger mit Gegenständen in Richtung des Club-Profis Mehmit Ekici geworfen hatten. Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) entschied sich dann aber dafür, die Begegnung fortzusetzen.

Gute Defensive auf beiden Seiten

Die 49.780 Zuschauer im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion sahen in den ersten Minuten eine kampfbetonte Partie ohne nennenswerte Höhepunkte vor beiden Toren.

Beide Mannschaften glänzten mit einem starken Defensivverhalten, das Aufbauspiel des Gegners wurde früh gestört. Eine attraktive Begegnung kam so zunächst nicht zustande.

Trapp rettet

In der 12. Minute verbuchten die Nürnberger, bei denen Albert Bunjaku, Mike Frantz und der gesperrte Kapitän Andreas Wolf fehlten, die erste Chance des Spiels. Eigler scheiterte aber am Lauterer U-21-Nationaltorwart Kevin Trapp.

Im Anschluss erhöhten die Gäste, bei denen Spielmacher Ilkay Gündogan zunächst nur auf der Ersatzbank saß, den Druck.

Die Pfälzer, die ohne Ivo Ilicevic, Adam Nemec und Jan Simunek auskommen mussten, konnten sich dagegen in dieser Phase in der Offensive kaum durchsetzen.

Lakic verspüht wenig Gefahr

Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz, der zwischen 1990 und 1994 für Nürnberg gespielt hatte, biss sich an der starken Abwehr die Zähne aus. Erst in der 24. Minute sorgte Torjäger Srdjan Lakic für ein wenig Gefahr.

Danach verflachte das Niveau erneut. Die Abwehrreihen beider Teams hatten das Geschehen fest im Griff. In der Offensive fehlte den Pfälzern wie den Nürnbergern die nötige Kreativität. Umso überraschender war das Tor durch Eigler, der den 500. Auswärtstreffer der Franken in der Eliteklasse erzielte.

Dick macht keine gute Figur

Bei dem Gegentor sah der Lauterer Außenverteidiger Florian Dick, der kurz zuvor seinen Vertrag bis 2014 verlängert hatte, nicht gut aus. Insgesamt war die Führung der Nürnberger zur Pause verdient 381537(DIASHOW: Der 30. Spieltag).

Torschütze mit Vorfreude

Für Eigler hat das nächste Spiel gegen Mainz einen ganz besonderen Reiz: "Für uns ein absolutes Spitzenspiel. Wir haben die Chance auf Platz fünf. Dafür werden wir unter der Woche alles tun."

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber wesentlich entschlossener aus der Kabine. Vor allem die Einwechslung des österreichischen Jokers Erwin Hoffer für den schwachen Stiven Rivic belebte das Spiel der Lauterer.

Nilsson mit Patzer

Der Elan des viermaligen deutschen Meisters verpuffte allerdings bereits nach wenigen Minuten. Schon nach einer knappen Stunde kontrollierte Nürnberg wieder die Partie.

Die Lauterer agierten zumeist überhastet und konnten sich kaum gegen die in fast allen Belangen überlegenen Nürnberger durchsetzten. Dennoch bot sich dem FCK nach einem groben Fehler von FCN-Innenverteidiger Per Nilsson die große Chance zum Ausgleich.

Hoffer scheitert an Schäfer

Hoffer scheiterte aber am Nürnberger Torwart Raphael Schäfer (67.). Der eingewechselte Mak zerstreute dann jegliche Zweifel am Nürnberger Sieg.

Kurz: "Nicht einmal Normalform"

"Wir müssen klar anerkennen, dass wir eine relativ schwache erste Halbzeit gespielt haben. Nürnberg hat gemerkt, dass wir nicht unser gewünschtes Format erreichen. Die Gründe dafür kann ich noch nicht benennen. Aber dass man einmal nicht die Normalform erreicht, ist im Sport normal. Wir akzeptieren die Niederlage", sagte der enttäuschte FCK-Coach marco Kurz.

Hecking sieht Nürnberger Reife

Zufrieden zeigte sich indes Dieter Hecking: "Ich glaube, wir sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Wir haben von der ersten Sekunde an auf Sieg gespielt. Die Mannschaft hat das hervorragend gemacht umd ist verdient in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr so gut gemacht und hatten in einer Situation ein bisschen Glück. Insgesamt hatten wir aber die reifere Spielanlage."

Beste Spieler auf Seiten der Nürnberger waren Innenverteidiger Philipp Wollscheid und Ekici. Bei den Pfälzern konnte Trapp und mit Abstrichen der brasilianische Abwehrspieler Rodnei überzeugen.

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