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Didier Ya Konan ist mit 13. Saisontreffern Hannovers Top-Torjäger © getty

Hamburg hat gegen Hannover mehr vom Spiel, 96 jedoch die besseren Chancen durch Ya Konan. In der Schlussphase wird es hektisch.

Hamburg - Ein torloses Unentschieden im Nordderby hat die Champions-League-Träume bei Hannover 96 weiter genährt und den Europa-League-Hoffnungen des Hamburger SV einen Dämpfer versetzt.

Vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena am Volkspark waren die Niedersachsen dem Sieg sogar näher und liegen als Dritter zwei Punkte vor Bayern München.

Der Rekordmeister kann jedoch mit einem Heimsieg am Sonntag gegen Bayer Leverkusen vorbeiziehen.

Der HSV bleibt unter Training Michael Oenning ungeschlagen und ist weiter Siebter. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Hannoveraner stoppten nach zwei Auswärtsniederlagen hintereinander mit insgesamt acht Gegentoren ihren Negativtrend auf fremden Plätzen.

Slomka will Daumen drücken

"Man hat gesehen, dass Hannover abgewartet hat und immer gefährlich war. Am Ende geht das 0:0 in Ordnung", resümierte HSV-Keeper Frank Rost.

Im Kampf um die Königsklasse gab sich Hannovers Sergio Pinto zuversichtlich: "Wir als Spieler wollen in die Champions League. Wir haben jetzt zwei Punkte Vorsprung vor Bayern und müssen erst das Spiel abwarten. Es kann ja auch sein, dass wir gar nicht vier Siege aus den letzten Spielen brauchen."

Auch 96-Coach Mirko Slomka will Leverkusen beim Spiel gegen die Bayern am Sonntag "die Daumen drücken. Denn das hilft uns ja weiter."

Ya Konan vergibt Großchance

Nach einer kurzen Phase des Abtastens erarbeiteten sich die Gäste schon in der achten Minute die erste Einschussmöglichkeit.

Nach einer Rechtsflanke von 96-Mannschaftskapitän Steven Cherundolo köpfte Torjäger Didier Ya Konan den Ball aus sechs Metern Entfernung nur knapp über die Querlatte.

120 Sekunden später blockte die HSV-Abwehr in letzter Sekunde einen Schuss von Mittelfeldspieler Konstantin Rausch ab. 381537(DIASHOW: Der 30. Spieltag)

Diekmeier in höchster Not

Auch in der Folgezeit wirkten die Niedersachsen torgefährlicher.

Nach exakt einer Viertelstunde musste Dennis Diekmeier in höchster Not gegen den einschussbereiten Rausch klären.

Die Hannoveraner Hintermannschaft hingegen ließ den Hamburger Angreifern wenig Raum und verteidigte geschickt.

Fernschüsse gehen daneben

Erst nach einer knappen halben Stunde wurden die Aktionen der Platzherren etwas zielstrebiger, dennoch fehlte es vor dem Tor der Mannschaft von Trainer Mirko Slomka weiterhin an der erforderlichen Konsequenz.

Notgedrungen versuchte das Team von Oenning daraufhin sein Glück bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Christian Dingert mit Fernschüssen - vergeblich.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Hannover wieder den besseren Start.

Rausch kam in der 51. Minute von der Strafraumgrenze zum Schuss, verfehlte das Ziel aber knapp.

Pinto und Ya Konan fehlen

Vier Minuten später hatte Mladen Petric für den HSV mit einem sehenswerten Kunstschuss Pech.

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff fand Ya Konan in Rost seinen Meister.

In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. In einer Auseinandersetzung nach einem nicht abgepfiffenen Handspiel sah Ya Konan seine fünfte Gelbe Karte und fehlt in der nächsten Partie ebenso wie Pinto, der seine zehnte Verwarnung in der laufenden Saison sah.

Petric noch einer der Besten

David Jarolim war Grund des Disputs und bekam seine achte Verwarnung.

Mohammed Abdellaoue verletzte sich kurz vor Schluss zudem am Knie und musste ausgewechselt werden.

Innenverteidiger Gojko Kacar und Mittelfeldspieler Petric, der sich in der zweiten Halbzeit steigerte, waren die stärksten Akteure bei den Gastgebern.

Auf Seiten der "Roten" wussten Lars Stindl sowie Rausch im Mittelfeld besonders zu überzeugen.

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