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Da ist die Hertha-Welt wieder in Ordnung: Marko Pantelic bejubelt sein 2:1 © getty

Erst Marko Pantelic bringt die Erlösung gegen Aufsteiger Köln: Das Enfant terrible hievt Berlin kurz vor Schluss auf Rang zwei.

Berlin - Joker Marko Pantelic hat Hertha BSC Berlin auf den zweiten Platz geschossen und Kölns Trainer Christoph Daum das 400. Bundesliga-Spiel verdorben.

Der 17 Minuten zuvor eingewechselte Serbe erzielte vier Minuten vor Ende den Siegtreffer der Bundeshauptstädter zum 2:1 (1:1) gegen den 1. FC Köln.

Während die Hertha den fünften Heimsieg in Serie feierte, verloren die Rheinländer zum dritten Mal hintereinander. Die erste Führung der Berliner durch Gojko Kacar (24.) hatte Kölns Kapitän Milivoje Novakovic mit seinem neunten Saisontor noch egalisiert (45.).

Trainer Lucien Favre hatte Stürmer Pantelic erneut zunächst auf der Bank gelassen. Nach der Einwechslung wurde der "Rebell" mit dem vierten Saisontor aber zum Matchwinner.

Favre: Kein Wort über den Matchwinner

Über sein "Sorgenkind" verlor Favre hinterher kein Wort, dafür lobte er den Kontrahenten: ""Das war ein schweres Spiel, der Gegner war stark. Es ist schwer, gegen diese Mannschaft Tore zu schießen. Aber ich denke immer positiv und habe immer an den Sieg geglaubt. Wir hatten mehr Chancen, deshalb war er auch verdient."

Daum tröstete das Lob wenig: "Es ist angenehm, wenn der Sieger die Leistung des Unterlegenen anerkennt. Aber wir hatten in einigen wichtigen Situationen ein schlechtes Stellungsspiel. Da war die Hertha einfach energischer. Und in einem solchen Spiel kommt es auf Kleinigkeiten an."

Daum, der als elfter Trainer der Bundesliga die 400-Spiele-Marke erreichte, stellte im Vergleich zur Vorwoche auf drei Positionen um.

Chance für Broich und Ehret

Er gab Miso Brecko in der Abwehr sowie Thomas Broich und Fabrice Ehret im Mittelfeld eine Chance in der Startelf.

Beide Teams boten vor 40.704 Zuschauern bei klirrender Kälte eine schwungvolle Anfangsphase, in der die Hausherren die ersten Chancen besaßen.

In der 14. Minute stellte Kacar mit einem Kopfball Kölns Keeper Faryd Mondragon auf die Probe. Eine Minute später hätte Kölns Pedro Geromel den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Andrej Voronin beinahe ins eigene Tor verlängert.

Kacar legt vor

In der 24. Minute schloss Kacar den bis dahin schönsten Angriff mit der Führung für die Hausherren ab. Nach Vorarbeit von Raffael und Voronin lief der Serbe in den freien Raum und schob unbedränt aus kurzer Distanz zur Führung ein.

In der 37. Minute hatte Voronin das 2:0 auf dem Fuß, doch der Ukrainer scheiterte an Mondragon. Köln zeigte sich nicht lange durch den Gegentreffer geschockt: In der 28. Minute gab Brecko mit einem 30-Meter-Knaller an die Latte einen ersten Warnschuss ab.

Kurz vor der Pause zeigte dann Novakovic seine ganze Klasse, als er aus dem Lauf einen Kopfball aus gut elf Metern unhaltbar für Hertha-Keeper Jaroslav Drobny in den Winkel wuchtete.

Dauerduell Voronin - Mondragon

Nach dem Wechsel setzten beide Teams ihr erfrischendes Offensivspiel fort. In der 51. Minute gab es zunächst eine Fortsetzung des Dauerduells zwischen Voronin und Mondragon.

Nach einem Distanzschuss des Stürmers konnte der FC-Keeper gerade noch zur Ecke abwehren. In der 58. Minute war Mondragon nach einem Cicero-Kopfball bereits geschlagen. Doch Ehret rettete auf der Torlinie.

In der 69. Minute kam dann Pantelic für Cicero ins Spiel, und der Serbe fügte sich gleich gut ein. Drei Minuten später erzielte er bereits einen Treffer.

Erster Treffer noch aberkannt

Doch der umsichtige Schiedsrichter Lutz Wagner (Hofheim) entschied diesmal noch auf Abseits. Der Treffer in der 86. Minute zählte schließlich.

Bei den Hausherren überzeugten der lauf- und spielstarke Voronin sowie Torschütze Kacar, bei den Gästen wusste Keeper Mondragon und Mittelfeldspieler Petit zu gefallen.

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