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Sergio Pinto (M.) hat bereits 96 Ligapartien für Hannover absolviert © getty

96 kommt in Hamburg nicht über ein Remis hinaus und könnte Platz drei an Bayern verlieren. Pinto spricht von einem Punktgewinn.

Hamburg - Im Grunde genommen hat Hannover einen Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Qualifikation erlitten.

Nach der Nullnummer beim Hamburger SV (Spielbericht) könnte der Klub zurück auf Platz vier fallen, falls der FC Bayern am Sonntag im Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen siegt.

In schlechte Stimmung versetzte das Remis gegen den Nordrivalen Hannover aber nicht, denn die Champions League bleibt in Reichweite.

"So ein Auswärtspunkt ist super", sagte Kapitän Steven Cherundolo, und sein Teamkollege Christian Schulz stieß ins gleiche Horn. "Dieses Unentschieden hilft uns richtig weiter."

Die Qualifikation für die Europa League ist mit acht Punkten Vorsprung auf Rang sechs so gut wie im Sack (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mittlerweile aber wollen die Niedersachsen noch mehr und den Bayern einen harten Kampf um den dritten Tabellenplatz liefern.

Pinto: "Ziel Champions League"

Mittelfeldspieler Sergio Pinto wollte von Understatement nichts mehr wissen: "Jetzt heißt unser Ziel Champions League."

Vor Saisonbeginn schien dies eigentlich utopisch für 96, aber eine realistische Zielvorgabe für den HSV.

Doch die Hamburger haben nach dem zweiten Heim-Unentschieden nacheinander sogar die Europa League fast aus den Augen verloren 381537(DIASHOW: Der 30. Spieltag)

Oennings Zukunft bleibt offen

Die Konkurrenten aus Mainz und Nürnberg fuhren Siege ein, fünf Punkte Rückstand auf Platz fünf bei nur noch vier Spielen sind eine schwere Hypothek.

Und so muss auch Trainer Michael Oenning weiterhin auf die Entscheidung warten, ob er über das Saisonende hinaus Chefcoach der Hanseaten bleiben darf.

Bislang hat sich der künftige Sportchef Frank Arnesen noch nicht in die Karten schauen lassen.

Oenning: "Ich rechne damit, dass diese Angelegenheit zeitnah geklärt wird, drängeln werde ich aber nicht. In welche Richtung es gehen wird, kann ich wirklich nicht sagen."

HSV-Trainer will kämpfen

Die nicht wirklich schlechte, aber auch nicht wirklich gute Spielweise der Hamburger macht es den Verantwortlichen auch nicht gerade leichter, sich in dieser Frage festzulegen.

Der Umbruch im Spielerkader - personell wie auch finanziell - ist unausweichlich, die Trainerfrage weiterhin offen.

Mit der Qualifikation für die Europa League wird Oenning kaum noch Pluspunkte sammeln können, obwohl er sie naturgemäß noch nicht abschenkte: "Es ist noch nicht zu Ende, aber wir dürfen nun gar keine Fehler mehr machen."

Slomka froh über stabile Abwehr

Im Gegensatz dazu dürfen sich die "Roten" den einen oder anderen kleinen Patzer erlauben, denn insgesamt geht die Mannschaft gefestigt und geschlossen in den Bundesliga-Endspurt.

Für Trainer Mirko Slomka war es vor allem wichtig, "wieder einmal zu Null gespielt zu haben".

Acht Gegentore in den vergangenen beiden Auswärtsspielen hatten dem 43-Jährigen überhaupt nicht behagt.

Das 0:0 vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger WM-Arena brachte seine Mannschaft wieder in ruhigeres Fahrwasser.

Ein Prestige-Erfolg jedenfalls ist den Hannoveranern kaum noch zu nehmen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden sie bis zum Ende der Spielzeit als Nummer eins des Nordens in der Tabelle vor dem HSV stehen. Was ihnen zum ersten und bislang einzigen Mal vor 44 Jahren gelungen ist.

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