Die Erfolgsgaranten der letzten Jahre stecken im Abstiegskampf. In Köln verheddert man sich dagegen in sinnlosen Diskussionen.

Rund sechs Jahre ist es gerade mal her, da waren Felix Magath, Thomas Schaaf und Christoph Daum die erfolgreichsten deutschen Trainer:

Schaaf holte 2004 mit Werder Bremen das Double und wurde im Jahr danach immerhin Dritter, Magath gewann 2005 und 2006 mit dem FC Bayern zweimal das Double und Daum führte Fenerbahce Istanbul 2004 und 2005 zur türkischen Meisterschaft.

Blickt man nach dem 30. Spieltag auf die Bundesliga-Tabelle, so scheinen diese Zeiten in einem anderen Fußball-Leben gewesen zu sein.

Denn aktuell stecken alle drei ehemaligen Meistertrainer im Tabellenkeller fest.

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Werder verpasste beim 1:1 zu Hause gegen Schalke einen Big Point und ist bei sechs Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 noch lange nicht aller Abstiegssorgen ledig.

Doch während die Bremer immerhin mit der Eichhörnchen-Taktik von sieben Spielen ohne Niederlage (bei fünf Unentschieden) langsam nach oben geklettert sind, rutschen Frankfurt nach dem 0:1 in Hoffenheim und Wolfsburg nach dem 2:2 gegen St. Pauli immer tiefer.

Bislang sind die Rauswürfe von Michael Skibbe und Pierre Littbarski praktisch ohne Wirkung geblieben, die vermeintlichen Heilsbringer Christoph Daum und Felix Magath haben nicht die erwartete Wende gebracht.

Die beiden einstigen "Magier" haben ihren Zauber verloren und sind nach wie vor ohne Sieg an ihrer neuen Wirkungsstätte.

Die "Wölfe", die Magath 2009 zur sensationellen Meisterschaft führte, haben mittlerweile als 16. mit vier Punkten Rückstand auf Frankfurt und Stuttgart neben dem punktgleichen Vorletzten St. Pauli sicherlich die schlechtesten Karten.

Es passt in Bild, dass Borussia Mönchengladbach nach dem 0:1 in Mainz wohl endgültig abgestiegen ist - mit einem neuen Trainer, der 2006 (und 2007) ebenfalls Meister war - in der Schweiz.

Doch Lucien Favre verweist nach wie vor ebenso wie Daum und Magath beinahe gebetsmühlenartig darauf, dass bis zum Saisonende noch zwölf Punkte vergeben werden.

Angesichts der extrem schwankenden Formkurven der anderen Kellerkinder Stuttgart (3:1 in Köln nach 2:4 gegen Lautern), Lautern (diesmal 0:2 zu Hause gegen Nürnberg) und Köln (zweite Niederlage in Folge) ist keineswegs ausgeschlossen, dass noch einiges durcheinander gewirbelt wird.

Gerade die Kölner haben in den vergangenen Tagen ihr Mögliches getan, um durch eine völlig sinnlose Diskussion um Coach Frank Schaefer für hausgemachte Unruhe zu sorgen.

Alles andere als unbeteiligt daran Sportdirektor Volker Finke, der nicht nur durch seine Einmischung ins tägliche Training mittlerweile als eine Art Übertrainer wahrgenommen wird.

Vielleicht wiederholt sich hier ja doch die Geschichte: 2005 stieg der Coach Finke mit dem SC Freiburg als Tabellenletzter sang- und klanglos aus der Bundesliga ab.

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