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Mike Hanke wechselte 2007 von Wolfsburg zu Hannover 96 © getty

Hannover gelingt gegen den Karlsruher SC der erhoffte Befreiungsschlag. Die Badener rutschen noch tiefer in die Krise.

Hannover - Mike Hanke und Mikael Forssell haben Hannover 96 den erhofften Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga beschert und den Karlsruher SC gleichzeitig noch tiefer in den Abstiegskampf gestürzt.

Das erstmals gemeinsam aufgebotene Sturmduo erzielte beim 3:2 (3:0)-Erfolg gegen den KSC alle drei Tore für die zuvor dreimal in Serie sieglosen Niedersachsen.

Während Hannovers zuletzt in die Kritik geratener Trainer Dieter Hecking durch den Dreier zunächst mal aus der Schusslinie geriet, spitzt sich die Situation bei den Karlsruhern zunehmend zu.

Negativserie geht weiter

Die Badener sind inzwischen seit neun Spielen ohne Sieg und rangieren weiter auf einem Abstiegsplatz.

Vor 32.417 Zuschauern brachte Hanke die Gastgeber mit seinen ersten beiden Saisontreffern (12., 18.) früh auf die Gewinnerstraße.

Forssell sorgte noch vor der Pause für das 3:0 (44. ). Für den KSC erzielte Antonio da Silva per Foulelfmeter den Anschlusstreffer (48.), ehe es Lars Stindl (87.) noch einmal für Spannung sorgte.

Hannover mit zwei Spitzen

Nach einer zerfahrenen Anfangsphase, in der beiden Teams die Verunsicherung nach ihren Negativserien anzumerken war, nahm Hannover das Heft in die Hand.

Hecking hatte schon mit seiner Anfangsformation die Flucht nach vorn gesucht und erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder zwei Spitzen aufgeboten.

Der Erfolg gegen die in der Defensive streckenweise völlig indisponierten Karlsruher ließ nicht lange auf sich warten.

Chancenlos in Hälfte eins

Arnold Bruggink setzte Hanke in der ersten erwähnenswerten Szene der Partie glänzend in Szene, und der Angreifer nutzte seine erste Chance ebenso eiskalt wie sechs Minuten später beim 2:0.

Dem frühen Doppelschlag hatte der KSC nur wenig entgegenzusetzen. Auch in der Offensive, wo der 20-Jährige Lars Stindl sein Startelf-Debüt gab, brachten die Gäste kaum etwas zu Stande.

Einzig Edmond Kapllani sorgte per Kopf einmal für Gefahr (27.).

Forssell sorgt für Beruhigung

Hannover hätte seine Führung hingegen bereits durch Hanno Balitsch (32.) und bei einem Pfostenschuss von Szabolcs Husztis (34. ) weiter ausbauen können.

Forssell machte es dann kurz vor dem Halbzeitpfiff besser und nutzte die Zuordnungsprobleme in der KSC-Hintermannschaft zum dritten Treffer der Platzherren.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Karlsruher von ihren mitgereisten Fans mit "Wir haben die Schnauze voll"-Rufen empfangen. Die Unmutsbekundungen schienen zunächst Wirkung zu zeigen.

Wende in Hälfte zwei

Nach einem Foul von Frank Fahrenhorst an Michael Mutzel entschied Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) auf Elfmeter. Da Silva verwandelte zum Anschlusstreffer.

In der Folgezeit drängte der KSC dann ein wenig mehr nach vorn und hatte einige gute Chancen, von denen aber nur Stindl eine nutzen konnte.

Kurz vor dem Abpffiff rettete Florian Fromlowitz mit einer Glanzparade gegen Joshua Kennedy Hannover den Sieg. Die Hausherren hatten bis dahin nur noch im Konterspiel ihr Glück gesucht.

Bei den Gastgebern waren Hanke und Bruggink die Besten. Im Karlsruher Trikot wussten am ehesten Torhüter Markus Miller und Mannschaftskapitän Christian Eichner zu überzeugen.

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