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Neven Subotic (l.) lieferte sich mit Edin Dzeko (M.) noch das interessanteste Duell © getty

Der BVB verpasst vorerst den Sprung auf einen UEFA-Cup-Platz. Auch die Wolfsburger stagnieren durch das Remis im Mittelfeld.

Dortmund - Die "Remis-Könige" von Borussia Dortmund haben erneut eine große Chance zum Sprung in die UEFA-Cup-Ränge verpasst.

Das 0:0 gegen den VfL Wolfsburg war bereits das sechste Unentschieden der laufenden Saison vor den eigenen Fans.

Die Niedersachsen hingegen warten seit dem 4:2 am letzten Spieltag der vergangenen Saison ausgerechnet in Dortmund weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

Drei Tage nach dem 3:2-Erfolg im UEFA-Pokal bei Sporting Braga in Portugal war die Marschroute der Gäste von Beginn an klar.

Kaum Kombinationen

Die Mannschaft von Trainer Felix Magath versuchte mit einer massiven Abwehr und Kontern zum Erfolg zu kommen. Das Rezept ging besonders in der ersten Halbzeit voll auf, denn die Dortmunder taten sich im Spielaufbau äußerst schwer.

Die dicht gestaffelten "Wölfe" provozierten bei den Gastgebern zahlreiche Ballverluste und ließen ein flüssiges Kombinationsspiel kaum zu.

Außennetz rettet

Die Bemühungen der Dortmunder, die auf die angeschlagenen Sebastian Kehl, Nelson Valdez und auch kurzfristig auf Patrick Owomoyela verzichten mussten, endeten vor 67.100 Zuschauern spätestens am Wolfsburger Strafraum.

So blieb es bis zur Halbzeit bei einer Chance des insgesamt schwachen Mohamed Zidan, der das Wolfsburger Tor aus spitzem Winkel nur knapp verfehlte.

Wesentlich gefährlicher präsentierte sich der VfL bei seinen schnellen Kontern mit zwei Chancen von Edin Dzeko sowie einem Kopfball von Neu-Nationalspieler Marcel Schäfer an das Außennetz.

BVB ohne Torgefahr

Wesentlich aggressiver präsentierte sich Dortmund nach dem Wiederanpfiff und besonders nach der Einwechslung von Jakub Blaszczykowski, der für frischen Wind im Angriff und einige vielversprechende Angriffe sorgte.

Dennoch überstand Wolfsburg mit seiner gut geordneten Defensive auch einige brenzlige Situationen.

Dortmund ließ jegliche Torgefahr vermissen, weil der letzte Pass in den Strafraum sowie die zündende Idee fehlte, um die Gäste zu überraschen.

Siegchance verpasst

Der VfL, der auf seinen derzeit besten Torschützen Grafite (Ohrenverletzung) verzichten musste, besaß durch den Italiener Cristian Zaccardo sogar die Chance zum möglicherweise entscheidenden Treffer, doch der Weltmeister scheiterte mit einem Kopfball an BVB-Keeper Roman Weidenfeller, der wenig später auch noch einen Flachschuss von Sascha Riether bravourös parierte.

Die insgesamt enttäuschenden Dortmunder hatten in Tinga und Young-Pyo Lee ihre besten Akteure.

Auf Seiten der Wolfsburger vermochten besonders Zvjezdan Misimovic sowie Riether in seinem 100. Bundesliga-Spiel zu gefallen.

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