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Robin Dutt übernimmt in der nächsten Saison den Trainerjob bei Bayer Leverkusen © imago

Der künftige Leverkusener Coach kann durch einen Sieg mit Freiburg in Dortmund das Titelrennen nochmal richtig spannend machen.

Von Daniel Rathjen

München - Dieses Duell hat einen dreifachen Reiz für Robin Dutt:

Mit dem SC Freiburg hofft der Trainer beim Spitzenreiter Borussia Dortmund auf den Überraschungscoup (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Denn gewänne er, würde sein Team noch mal näher an die internationalen Ränge rücken, das Meisterschaftsrennen neuen Schwung bekommen - und Bayer Leverkusen wäre in einer hervorragenden Herausforderer-Position (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Ein vorweggenommener großer Gefallen für den Verein, den Dutt in der neuen Saison übernimmt.

"Natürlich würden wir die Meisterschaft gerne noch ein bisschen spannend machen, schon aus dem Eigeninteresse heraus, noch möglichst viele Punkte zu sammeln", meint der Fußball-Lehrer.

Der Liga-Achte ist allerdings mit Personalsorgen zum Spiel angereist.

Barth ersetzt Krmas

Neben Linksverteidiger Felix Bastians (Muskelfaserriss) fallen die Mittelfeldspieler Jan Rosenthal (muskuläre Probleme) und Yacine Abdessadki (Meniskusprobleme) aus.

Für den rotgesperrten Innenverteidiger Pavel Krmas soll Oliver Barth spielen.

Die Verlockung Platz fünf ist trotzdem allgegenwärtig. "Wenn der Spieltag positiv für uns ausfallen sollte, könnte man sich in der Richtung noch Gedanken machen", weiß Dutt.

Allerdings konnten die Breisgauer in Dortmund nur eines ihrer elf Gastspiele gewinnen.

Zudem hat außer Papiss Demba Cisse hat noch nie ein aktueller Freiburger gegen Dortmund getroffen. Und bei den letzten drei Gastspielen in Westfalen erzielte der SC nie einen Treffer.

[kaltura id="0_zld68nvx" class="full_size" title="Gute Miene zum Freiburg Spiel"]

Apropos Cisse: Letzte Woche hatte es noch Zoff gegeben, als er beim 3:2 gegen Hoffenheim Mitspieler Julian Schuster den Ball nicht geben wollte - und selbst verwandelte.

20 Treffer hat er seitdem auf dem Konto - und die Torjägerkanone vor Augen.

Sollte es wieder einen Elfmeter geben, wird der Senegalese auch ganz offiziell schießen dürfen, Dutt legte sich darauf fest. "Wer sonst? Er hat ja getroffen. Also darf er wieder", sagt er.

Dutt fordert Aggressivität

Im Signal-Iduna-Park soll sein Team vor allem giftig sein:

"Schon im Hinspiel haben wir mit einer aggressiven Spielweise gezeigt, wie Dortmund in Bedrängnis kommen könnte", erinnert sich Dutt. Der BVB hatte am 20. November mit 2:1 gewonnen.

Für den BVB zählt ohnehin nur ein Sieg. Der Schlussspurt in der Liga erfordert die ganze Konzentration und Kraft.

Klopp sieht das Positive

"Wir stehen vor einem wichtigen Spiel, keine Frage. Wir haben uns jedoch darauf vorbereitet, dass der Vorsprung am Sonntag um 17.20 Uhr nur noch zwei Punkte betragen könnte", betont Trainer Jürgen Klopp vor seinem 200. Spiel als Bundesligacoach.

Er hebt das Positive hervor: "Die Endphase ist spannend, und wir sind dabei. Das ist doch besser, als wenn es schon um nichts mehr gehen würde."

Nur ein Sieg in den letzten vier Spielen

Dass die Nervosität steigt, kann er nicht leugnen - von den vergangenen vier Spielen gewannen die Dortmunder nur eines.

Zudem fehlen nun gegen den Sportclub der verletzte Lucas Barrios und die noch nicht wieder einsatzbereiten Sebastian Kehl und Shinji Kagawa.

Für Barrios soll Robert Lewandowski für den BVB stürmen, der immerhin seit 13 Heimspielen ungeschlagen ist.

"Wir sind in der Pole Position und wollen dort auch bleiben", stellt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke klar.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Sahin - Blaszczykowski, Götze, Großkreutz - Lewandowski

Freiburg: Baumann - Mujdza, Barth, Toprak, Butscher - Schuster - Caligiuri, Flum, Makiadi, Putsila - Cisse

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

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