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Mario Götze (r.) spielt seit 2009 in der Profimannschaft des BVB © getty

Mit einer überragenden Leistung fertigt Dortmund den SC Freiburg ab und rückt dem Titel sehr nah. Eine Legend darf nochmal ran.

Dortmund - Standing Ovations für den Teilnehmer an der Champions League und designierten deutschen Meister 2011.

Borussia Dortmund fehlen nach dem 3:0 (2:0) über den SC Freiburg aus den verbleibenden vier Saisonspielen noch vier Punkte, um den siebten Titel der Vereinsgeschichte perfekt zu machen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp nutzte die Vorlage des 5:1-Sieges von Bayern München über den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen zwei Stunden zuvor souverän, um den Vorsprung auf acht Zähler auszubauen und vorzeitig die direkte Qualifikation für die lukrative Königsklasse zu besiegeln.

Im Tollhaus der mit 80.720 Zuschauern ausverkauften Dortmunder Arena sorgte Nationalspieler Mario Götze (23.) mit seinem sechsten Saisontreffer für die verdiente Führung, bevor Robert Lewandowski (43.) mit seinem Tor Nummer sieben auf 2:0 erhöhte. Den Endstand stellte Kevin Großkreutz (78.) her.

Hoch motiviert - auch ohne Barrios

"Das war ein großer Schritt. Wir haben von der ersten Minute gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir sind aber noch nicht durch. Wir müssen noch Spiele gewinnen, aber das werden wir auch tun", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Coach Klopp erlebte von der ersten Minute an ein hochmotiviertes BVB-Team, in dem der verletzte Torjäger Lucas Barrios fehlte und in der Sturmspitze von Lewandowski vertreten wurde.

"Hätten höher gewinnen können"

Mit ihrem gewohnt aggressiven Forechecking setzten die Borussen die Breisgauer frühzeitig unter Druck. Die erste klare Chance schlossen die Westfalen zugleich mit dem 1:0 ab.

Bei LIGA total! freute sich Lewandowski über sein Tor: "Ich bin sehr froh, dass ich getroffen habe."

Auch Mats Hummels zeigte sich von der Leistung des Teams beeindruckt: "Wir hatten das Spiel von Anfang an im Griff und waren durchgehend die bessere Mannschaft und hätten auch höher gewinnen können."

Eine Pass vom Nationalspieler Marcel Schmelzer wurde von der Freiburger Abwehr vor die Füße von Götze abgefälscht, der keine Mühe hatte, den Ball ins Tor zu schieben 381537(DIASHOW: Der 30. Spieltag).

Freiburg ohne nennenswerte Chancen

Freiburg beschränkte sich keineswegs nur darauf, Strafraum und Tor sauber zu halten. Doch die Offensivbemühungen der Gäste endeten zumeist schon kurz hinter der Mittellinie. Dem BVB hingegen versuchte nachzulegen.

Zwei Minuten nach dem Führungstreffer behinderten sich Lewandowski und Großkreutz nach einer Flanke von Götze freistehend elf Meter vor dem Freiburger Gehäuse gegenseitig beim Torschuss.

Der zweite Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Schmelzer legte erneut für Lewandowski auf, der jedoch mit seinem Schuss aus der Drehung Pech hatte.

"Es war der perfekte Ausgang dieses Tages. Die Mannschaft hat ein fantastisches Spiel gemacht. Das war ein herausragender Sieg", lobte Klopp sein Team.

Lewandowski trifft kurz vor der Pause

Besser machte es der Pole zwei Minuten vor der Pause, als er einen anfängerhaften Fehler des Freiburgers Ömer Toprak nutzte und freistehend verwandelte. Auf der Gegenseite musste BVB-Torhüter Roman Weidenfeller erst in der 37. Minute den ersten, allerdings unplatzierten, Torschuss der Freiburger parieren.

Auf den Rängen feierten die Fans mit ohrenbetäubenden Gesängen und La Ola schon vorzeitig die deutsche Meisterschaft, während sich die Profis auf dem Rasen um ein noch deutlicheres Ergebnis bemühten.

Entsprechend enttäuscht war Robin Dutt: "Ganz ehrlich, interessiert nach diesem Spiel eigentlich noch jemand, was ich zu sagen habe? Der BVB muss noch ein paar Punkte holen, dann ist er Meister. Er hat uns heute eine Aufgabe gestellt, die für uns nicht zu lösen war."

Sahin verletzt raus

Der Spielfluss des BVB litt auch nicht unter der Auswechslung des angeschlagenen Nuri Sahin (28.), der während der Woche mit Spekulationen um einen Wechsel am Saisonende zu Real Madrid für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Auch nach dem Wechsel erspielten sich die Dortmunder zahlreiche Möglichkeiten, doch Lukasz Piszczek vergab ebenso wie seine polnischen Landsmänner Lewandowski und Jakub Blaszczykowski. Freiburg hatte dem nur wenig entgegenzusetzen und kam lediglich zu einigen Entlastungsangriffen.

Dede wird gefeiert

In der 82. Minute kam dann auch BVB-Publikumsliebling Dede zu einem Kurzeinsatz, den die Fans mit stehenden Ovationen feierten: "Es gibt keine Worte, um sich zu bedanken. Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht, dass ich bei dem Verein geblieben bin und alles mitgemacht habe."

Neben Götze ragten bei den Borussen besonders Blaszczykowski und Schmelzer heraus. Bei den enttäuschenden Freiburgern konnte allenfalls Cedrick Makiadi gefallen.

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