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Sven Bender spielt seit 2009 bei Borussia Dortmund © imago

Sven Bender erklärt bei SPORT1, warum der Kampfgeist der Mannschaft ungebrochen ist und blickt auf das Spiel in Gladbach voraus.

Von Christian Arias Losada

Dortmund - Nach dem souveränen 3:0 gegen den SC Freiburg (Bericht) in Verbindung mit Hilfe aus München, könnte Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund schon am nächsten Wochenende die Meisterschaft für sich entscheiden.

Sollte Bayer 04 Leverkusen nicht gegen Hoffenheim gewinnen und der BVB in Mönchengladbach drei Punkte einfahren, wäre der vorzeitige Titelgewinn perfekt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Einer der Erfolgsgaranten des Tabellenführers ist Sven Bender, der erst kürzlich seinen Vertrag bis 2016 verlängerte. In dieser Saison machte der ehemalige Münchner Löwe 28 von 30 möglichen Spielen.

Der Mittelfeldspieler äußert im Gespräch mit SPORT1 allerdings großen Respekt vor dem Tabellenletzten und erwartet einen "heißen Tanz".

Der 21-Jährige spricht über das Erfolgsgeheimnis des jungen Teams, den unbändigen Hunger auf das nächste Tor und die sichere Champions-League-Teilnahme.

SPORT1: Herr Bender, der Sieg gegen Freiburg sah recht souverän aus. Würden Sie mir da zustimmen?

Sven Bender: Ja, auf jeden Fall. Es war nicht ganz so einfach, die Freiburger haben sehr viele lange Bälle gespielt und wir mussten natürlich hochkonzentriert arbeiten und aufpassen, dass keiner durchrutscht. Wir haben Freiburg so auch gar nicht zur Entfaltung kommen lassen, haben Ihnen unser Spiel immer aufgezwängt. Ich denke, es war ein sehr, sehr guter Auftritt von uns.

SPORT1: Hat Sie da das 5:1 von Bayern München gegen Leverkusen ein Stück weit befreit, den Druck auch ein bisschen runtergenommen?

Bender: Ja, natürlich war die Situation so angenehmer für uns zu spielen, als wenn das Ergebnis anders herum gewesen wäre. Bayern hat uns mit dem Ergebnis natürlich ein bisschen in die Karten gespielt, aber letztendlich mussten wir erstmal unseren Job machen. Das haben wir getan und wir haben unseren Vorsprung ausgebaut.

SPORT1: In Mönchengladbach können Sie theoretisch alles klar machen. Die Gladbacher sind Tabellenletzter, wird das eher das einfachste Spiel des Jahres für Sie oder eher das schwerste?

Bender: Es gibt nie ein einfaches Spiel und für Gladbach geht's da wirklich nochmal um alles. Die haben nicht mehr viele Chancen, sich in der Liga zu halten und wollen natürlich die Chancen, die sie noch haben, unbedingt nutzen. Ich glaube, da erwartet uns ein heißer Tanz.

SPORT1: Ihr Trainer Jürgen Klopp sagt immer, es ist Ihre Art Fußball zu spielen, immer weiter zu machen, immer Gas zu geben. Wie würden Sie diesen Fußball beschreiben?

Bender: Unser Fußball ist so, dass wir dem Gegner immer unser Spiel aufzwingen wollen. Wir wollen ihn nicht zur Entfaltung kommen lassen und uns mit Gegenpressing einen Vorteil verschaffen. Selbst wenn es, wie gegen Freiburg, 2:0 steht, spielen wir so weiter, als stünde es 0:0. Wir wollen einfach das nächste Tor machen und das war auch gegen Freiburg sehr entscheidend, dass wir dann das 3:0 noch nachgelegt haben.

SPORT1: Es muss unglaublich schwer sein, eine ganze Saison dieses Tempo zu halten. Wie viel Kopfsache und wie viel Athletik steckt im BVB-Spiel?

Bender: Jeder im Team weiß, welche Aufgabe er hat und da macht es dann auch Spaß, wenn man den ein oder anderen Meter mehr laufen muss. Aber wir haben so eine gute Truppe, da macht man das für die Nebenleute auch sehr gerne.

SPORT1: Es gab gegen Freiburg Standing Ovations, das ganze Stadion stand Kopf und die Champions League ist für nächstes Jahr sicher. Wollen Sie es da den Schalkern gleich tun und groß auftrumpfen?

Bender: Wir machen jetzt erst mal unsere Saison zu Ende. Wir haben noch vier Spiele und dann freuen wir uns, dass wir nächstes Jahr in der Champions League mitwirken können. Was dann dabei rauskommt, werden wir sehen. Jetzt bin ich erstmal zufrieden und glücklich. Alles Weitere wird kommen.

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