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Michael Oenning war vor dem HSV bereits Chefcoach beim 1. FC Nürnberg © imago

Der Interimscoach soll nach Medienberichten das Kommando als HSV-Cheftrainer behalten. Bei St. Pauli ist Scholl im Gespräch.

Von Tobias Wiltschek

München - Das Rätselraten hat offenbar ein Ende:

Michael Oenning soll beim Hamburger SV dem Vernehmen nach auch in der kommenden Saison als Chefcoach den Ton angeben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das berichteten am Montagabend übereinstimmend mehrere Hamburger Medien. 381537(DIASHOW: Der 30. Spieltag)

Allerdings: Eine offizielle Bestätigung durch den Verein steht vorerst noch aus.

Arnesens Blitzbesuch

Ausschlaggebend für die aller Voraussicht nach fixe Personalie, um die seit Wochen gerungen wird, ist wohl ein Blitzbesuch des künftigen HSV-Sportchefs Frank Arnesen in der Hansestadt.

Der Däne soll sich dabei mit Oenning, dem als bisheriger Interimscoach für den am 13. März entlassenen Armin Veh wenig Chancen auf eine Weiterbeschäftigung über das Saisonende hinaus eingeräumt worden waren, auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit als "Chef" verständigt haben.

Über Inhalte und Laufzeit des neuen Vertrages wurde bisher jedoch nichts bekannt, bislang ist Oenning bis zum Sommer 2012 an den Traditionsklub gebunden.

Tendenz seit dem Nord-Derby

Indes: Die augenscheinliche Einigung hatte sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet.

"Ich gehe von einer raschen Entscheidung aus", hatte nach dem 0:0 im Nordderby gegen Hannover 96 auch Oenning selbst erklärt (Nachbericht).

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Mit der Entscheidung für den 45-Jährigen hätte sich der ehemalige Coach des 1. FC Nürnberg dann auch gegen die zuletzt immer wieder für das Traineramt bei den Rothosen gehandelten Dänen Morten Olsen und Stale Solbakken (FC Kopenhagen) behauptet.

Hohe Akzeptanz

Was womöglich für Oenning gesprochen hat, der unlängst bereits von den Vorstandsmitglieder Carl E. Jarchow und Joachim Hilke grünes Licht bekommen hatte:

Der Fußball-Lehrer ist bei den Spielern beliebt und genießt auch in weiten Vereinskreisen hohe Akzeptanz.

Dass Oenning zudem den Sparkurs des klammen Vereins stützt (20 Millionen Euro Schulden aus dieser und der nächsten Saison), der auch von Arnesen vorgegeben wird, dürfte ein weiterer Pluspunkt sein.

Überzeugendes Nachwuchs-Konzept

Arnesen überzeugte der 45-Jährige dem Vernehmen ebenso von seinem Konzept, verstärkt auf junge Spieler zu setzen.

Dass dem fulminanten 6:2 zum Einstand gegen den 1. FC Köln nur noch drei Unentschieden folgten, wirkte sich dagegen nicht negativ aus.

St. Pauli sucht "Stani"-Nachfolger

Während die Trainerfrage beim HSV geklärt zu sein scheint, sucht der Stadtrivale FC St. Pauli weiterhin fieberhaft nach einem Coach für die nächste Saison.

Nach dem angekündigten Rückzug von Holger Stanislawski arbeitet Sportchef Helmut Schulte daran, einen Nachfolger für die Klub-Ikone zu finden.

Dabei wird nun ein prominenter Name gehandelt:

Scholl zum Millerntor?

Nach Informationen der "Welt" gehört neben Andre Schubert vom SC Paderborn und Schalkes Assistenztrainer Seppo Eichhorn auch Mehmet Scholl zu den Anwärtern auf den Posten am Millerntor.

Der ehemalige Nationalspieler trainierte bislang allerdings lediglich die U-13- und die U-23-Mannschaft des FC Bayern und blieb eine Stellungnahme zunächst schuldig.

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